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Sennheiser bringt Ohrhörer IE 600 mit Zirkonium-Metallgehäuse aus dem 3D-Drucker auf den Markt

Sennheiser IE 600 aus dem 3D-Drucker

Die 3D-gedruckten Ohrhörer von Sennheiser (im Bild: viele Ohrhörer aufgereiht) werden aus einem Material hergestellt, das sonst nur in der Luft- und Raumfahrtindustrie genutzt wird (Bild © Sennheiser).

Am 8. März 2022 wird die deutsche High-End-Audioproduktmarke Sennheiser die 3D-gedruckten Ohrhörer Sennheiser IE 600 auf den Markt bringen. Das Gehäuse aus amorphem Zirkonium vom Unternehmen Heraeus in Serienfertigung mit einem Laser-PBF-System von TRUMPF hergestellt. Anschließend werden die Ohrhörer automatisch und von Hand nachbearbeitet. In einer Zusammenarbeit mit Formlabs hat Sennheiser bereits im Vorjahr passgenaue In-Ear-Kopfhörer mit 3D-Druck hergestellt.

Details zu den 3D-gedruckten Ohrhörern

Das 3D-gedruckte, amorphe Zirkonium-Metallgehäuse wurde mit von Sennheiser entwickelten und hergestellten High-End-Audiokomponenten kombiniert und nach strengen Vorgaben gefertigt. Die extrem langlebigen Materialien sollen für eine klare, natürliche Klangwiedergabe sorgen bei gleichzeitig hoher Ästhetik. Die für den Sennheiser IE 600 genutzte Zirkoniumlegierung von Heraeus Amloy Technologies ist dreimal so hart und biegefest wie Hochleistungsstahl. Die Legierung wird sonst nur in der Luft– und Raumfahrtindustrie eingesetzt. Zum Beispiel kommt es im Bohrkopf eines Mars-Rovers der NASA, der unter extremen Bedingungen verwendet wird, zum Einsatz.

Sennheiser IE 600 aus dem 3D-Drucker
Einzelner Sennheiser IE 600 Ohrhörer

Amorphe Metalle werden während der Herstellung schockgefroren und können keine kristalline Struktur wie herkömmliche Metalle ausbilden. Dadurch entsteht die seidige, glänzende Oberfläche, die besonders kratz- und korrosionsfest ist. Um die komplexe Geometrie des Produkts innerhalb enger Toleranzen möglich zu machen, wird das Gehäuse des IE 600 mit Metallpulver-basiertem 3D-Druck hergestellt. Für die Kammern und Kanäle wird kein Fräsen benötigt.

Made in Germany

Das Metallgehäuse aus amorphem Zirkonium wird in Deutschland produziert. Zuerst wird das Gehäuse in dünnen Schichten aus Metallpulver hergestellt. Anschließend entfernt ein Techniker alle Artefakte des Herstellungsprozesses manuell. Es folgt eine gründliche Reinigung, Stahlkugelstrahlen, Polieren und aufwendige Oberflächenbehandlung. Sennheiser erklärt, dass der alltägliche Gebrauch praktisch keine Spuren in Form von Kratzern oder Abnutzungen hinterlässt.

Sennheiser IE 600 im Detail
Der Sennheiser IE 600 mit all seinen Einzelteilen (Bild © Sennheiser).

Jermo Köhnke, Produktmanager für Sennheiser Audiophile, sagt:

„Bei der Entwicklung unserer audiophilen Ohrhörer ist das Feedback unserer Kunden essenziell für uns. Daher bietet der IE 600 eine neutrale Abstimmung in Kombination mit unserer branchenführenden Miniatur-Wandlertechnologie. Die zukunftsweisende Klangqualität wird durch die Verwendung von amorphem Metall auf höchstem Niveau abgerundet, was den IE 600 zu einem Referenzhörer für jeden Klangenthusiasten macht.“

Details zu den technischen Feinheiten des Sennheiser IE600 finden Sie auf der Website des Herstellers.

Videovorstellung Sennheiser IE 600

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