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Sauber Motorsport setzt auf automatisierte Nachbearbeitung im SLA-3D-Druck

Sauber Motorsport, bekannt für seine Präzisionsanforderungen in der Formel 1, setzt seit Anfang dieses Jahres für die Nachbearbeitung seiner SLA-Druckteile auf die C1 Max-Anlage von AM Solutions. Das berichtet AM Solutions in einer Mitteilung auf seiner Website. Die 3D Post Processing-Maschine wird dabei zur Nachbearbeitung von Bauteilen eingesetzt, die hauptsächlich in den Windkanälen für die Fahrzeugentwicklung von Formel-1-Rennwagen getestet werden. Die C1 Max, eine weiterentwickelte Version der C1, ist gezielt an die Bedürfnisse von Sauber Motorsport angepasst worden und ermöglicht die Nachbearbeitung auf großen Bauplattformen.

Effiziente Nachbearbeitung durch automatisierte Prozesse

Mitarbeiter von Sauber Motorsport bedient die C1 Max von AM Solutions zur Nachbearbeitung von SLA-Druckteilen mit verbessertem Zeit- und Gesundheitsmanagement
Sauber Motorsport optimiert mit der C1 Max von AM Solutions das Post-Processing komplexer SLA-Teile für den Formel-1-Windkanal-Einsatz und erzielt dabei 50 % Zeitersparnis und eine verbesserte Oberflächenqualität (Bild © AM Solutions).

Ein Hauptgrund für den Einsatz der C1 Max bei Sauber Motorsport ist die deutliche Verkürzung der Nachbearbeitungszeit. Vitor Sousa, Leiter für AM Plastic & CNC for AM bei Sauber Motorsport, erklärte: „Früher benötigten wir für die Nachbearbeitung unserer sieben SLA-Drucker einen ganzen Tag. Heute schaffen wir dies in der Hälfte der Zeit.“ Die C1 Max reduziert nicht nur den Arbeitsaufwand, sondern verringert auch den Ausschuss und verbessert die Oberflächenqualität der Bauteile, was die Effizienz und Produktivität der Nachbearbeitung insgesamt steigert.

Gesundheits- und umweltschonende Verarbeitungstechnologie

Besonderes Augenmerk wurde auf den Gesundheits- und Umweltschutz gelegt. Die C1 Max verwendet ein eigens entwickeltes Lösungsmittel, das umweltfreundlicher und weniger gesundheitsschädlich als herkömmliche Chemikalien ist. So können die Mitarbeitenden bei der Arbeit auf Atemschutzmasken verzichten, was die Arbeitsbedingungen in der Produktion verbessert. Das benutzte Lösungsmittel wird, sobald es gesättigt ist, über eine integrierte Pumpe sicher entsorgt.

Darüber hinaus ermöglicht die Anlage das Bearbeiten großer Bauplattformen mit einem Volumen von bis zu 750 mm x 750 mm x 550 mm, was die Verarbeitung größerer und komplexerer Teile in einem Arbeitsgang erlaubt. Um die Kompatibilität mit den SLA-Druckern von Sauber Motorsport zu gewährleisten, wurde die C1 Max so ausgelegt, dass auch künftige Modelle und Adapter anpassbar sind. Laut Sousa ist diese Flexibilität ein entscheidender Vorteil in der Formel 1, wo immer wieder auf neue Technologien und 3D-Druckverfahren zurückgegriffen wird.

Die Entwicklung der C1 Max dauerte etwa eineinhalb Jahre und beinhaltete einen kontinuierlichen Austausch von Daten und Bauteilen zwischen Sauber Motorsport und AM Solutions. Dieser Austausch führte zu einer Maschine, die den speziellen Anforderungen der Formel-1-Entwicklung gerecht wird und die Prozesse bei Sauber Motorsport deutlich verbessert.

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