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Angemessener Abschied: Kopf des ermorderten Models Abby Choi wird für Beerdigung mit 3D-Druck rekonstruiert

Abby Choi Tin-fung war ein beliebtes Model und ein Internetstar aus Hongkong. Sie wurde von ihrem Mörder zu Beginn des Jahres im Alter von 28 Jahren auf grausame Weise aus dem Leben gerissen. Damit ihre Angehörigen um sie trauern können und für eine angemessene Beerdigung, deren Gestaltung mit einem zerstückelten Leiche etwas schwierig wäre, soll ihre Familie einem Bericht des Magazins Today zufolge eine High-Tech-Firma aus dem Ausland mit dem 3D-Druck einer Nachbildung ihres Kopfs beauftragt haben. Den Trauernden soll so eine respektvolle Betrachtung der sterblichen Überreste ermöglicht werden.

Wunsch nach angemessener Beerdigung

Abby Choi
Das Model Abby Choi (im Bild) wurde mit nur 28 Jahren grausam aus dem Leben gerissen. Um eine angemessene Beerdigung zu ermöglichen, beauftragte ihre Familie ein Unternehmen mit einer 3D-Druck-Rekonstruktion ihres Kopfes (Bild © xxabbyc/Instagram).

Die Polizei suchte an verschiedenen Orten nach den einzelnen Körperteilen des Models, das zerstückelt wurde. Es war jedoch nicht möglich, sämtliche Teile wiederzufinden. So konnte die Polizei nur jene Körperteile in ihrer Dorfwohnung sicherstellen. Die DNA-Tests bewiesen, dass es sich bei den sterblichen Überresten um die von Choi handelt. Ende April wurden diese der Familie übergeben.

In China gibt es einige Bestattungsunternehmen, die den 3D-Druck für die Rekonstruktion des Gesichts bereits eingesetzt haben. Im Jahr 2019 haben wir darüber berichtet, das ein chinesischer Bestatter mit 3D-Druckern zerstörte Körperteile von Verstorbenen rekonstruiert. Die Verantwortlichen scannen Fotos der Toten, die Familienmitglieder zur Verfügung stellen und erstellen daraus ein 3D-Modell. In der Regel dauert das nie mehr als zwei Stunden. Danach wird innerhalb eines Tages eine 3D-Gesichtsmaske aus Harz, Gips, Silikon und Fasern angefertigt. Abschließend trägt der Bestatter Make-up auf und versieht die 3D-Kopie mit einer Perücke.

Frau Peggy Yuen, CEO von MakeOmnia, einem Unternehmen für 3D-Druck-Lösungen in Hongkong, sagte:

„Der 3D-Druck kann zur Herstellung menschlicher Körperteile eingesetzt werden. Nur wenige Unternehmen sind jedoch in der Lage, derartige Aufgaben korrekt umzusetzen. Viele Fälle von 3D-Druck hier in Hongkong dienen medizinischen Zwecken in Universitäten oder Krankenhäusern, beispielsweise zur Herstellung menschlicher Zellen oder einer Prothese mit den Originalzellen.“

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