Laut einem neuen Bericht von Technavio wird der globale Markt für Metall-3D-Druck bis 2028 ein Wachstum von etwa 15,13 Milliarden USD verzeichnen. Dieses Wachstum wird durch die steigende Nachfrage in verschiedenen Industriezweigen sowie durch technische Weiterentwicklungen angetrieben. Insbesondere der wachsende Bedarf an maßgeschneiderten Metallprodukten und -prototypen wirkt sich positiv auf den Markt aus. Trotz des positiven Ausblicks werden auch Herausforderungen erwartet, insbesondere in Form hoher Produktionskosten.
Industrielle Anwendungsbereiche und aktuelle Trends im Metall-3D-Druck

Die Nachfrage nach Metall-3D-Druck wächst stark in Branchen wie Luft- und Raumfahrt, Verteidigung, Gesundheitswesen und Elektronik. Die Technik ermöglicht es, komplexe Metallbauteile effizienter und präziser herzustellen, was zu einer erhöhten Nutzung in Sektoren führt, in denen langlebige und belastbare Materialien erforderlich sind. Zu den Technologien, die den Markt vorantreiben, gehören Verfahren wie Elektronenstrahlschmelzen (EBM), Laserauftragschweißen (LMD) und Pulverbettfusion. Weiterhin gewinnen Nanodimension- und Draht- oder Metallschicht-Prozesse an Bedeutung, da sie den Bau feinerer Metallstrukturen ermöglichen.
Neben der Luft- und Raumfahrt und Verteidigung spielt die additive Fertigung von Metall auch im Gesundheitswesen eine zunehmende Rolle, etwa in der Fertigung individueller Zahnimplantate und anderer medizinischer Geräte. Für einige dieser Anwendungen werden spezielle Metalle wie Nickellegierungen, Stahl und Titan bevorzugt, da sie robust und korrosionsbeständig sind. Trotz des enormen Potenzials sind auch Umweltbedenken hinsichtlich des Materialabfalls und der hohen Energieanforderungen präsent.
Potenziale in regionalen Märkten und Herausforderungen
Regional zeigt der LAMEA-Raum (Lateinamerika, Naher Osten und Afrika) ein starkes Wachstumspotenzial für den Metall-3D-Druck, da Unternehmen in diesen Regionen verstärkt auf neue Fertigungstechnologien setzen, um lokale Produktionen zu stärken. Technavio betont jedoch, dass hohe Investitionen in die Infrastruktur, spezielle Software für das Design und das Druckmanagement sowie Wartungsdienste notwendig sind, um den Metall-3D-Druck optimal in die Produktion zu integrieren. Ein zentraler Fokus liegt daher auf der Entwicklung neuer Pulvermaterialien und der Erweiterung der Fähigkeiten der Elektronenstrahltechnologie.
Vor dem Hintergrund der COVID-19-Pandemie und der damit verbundenen wirtschaftlichen Verlangsamung setzen viele Unternehmen weiterhin auf die Effizienz und Präzision der additiven Fertigung, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Der Einsatz von Software zur Qualitätssicherung und zur exakten Kontrolle der Prozessabläufe wird daher ebenfalls an Bedeutung gewinnen.
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