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Andaltec führt RECYPPOWDER-Projekt für nachhaltigen 3D-Druck mit recyceltem Polypropylen ein

Das spanische Forschungszentrum Andaltec, spezialisiert auf den Kunststoffsektor, hat kürzlich das RECYPPOWDER-Projekt ins Leben gerufen, eine Initiative, die darauf abzielt, recyceltes Polypropylen für die additive Fertigung, insbesondere für das Selektive Lasersintern (SLS), nutzbar zu machen. Dieses Projekt, das in Zusammenarbeit mit Innomaq 21, der Universität Barcelona und Andaltec selbst durchgeführt wird, strebt danach, die Landschaft des 3D-Drucks durch die Entwicklung nachhaltiger und wirtschaftlicher Materialien für die SLS-Technologie zu erneuern, wie es in einer Pressemitteilung von Andaltec heißt. Der Fokus liegt dabei auf dem Einsatz von recyceltem Polypropylen.

Recyceltes Polypropylen für nachhaltigen SLS 3D-Druck

Forscherteam von Andaltec, die an der Entwicklung von recyceltem Polypropylen für nachhaltigen 3D-Druck mittels SLS-Technologie arbeiten
Das Team von Andaltec, Pioniere des RECYPPOWDER-Projekts, das auf die Nutzung von recyceltem Polypropylen für den SLS 3D-Druck abzielt, um nachhaltige Produktionsprozesse zu fördern (Bild © Andaltec).

Das SLS-Verfahren zeichnet sich durch seine Fähigkeit aus, hochpräzise und komplexe Teile zu fertigen. Allerdings stellt der Mangel an kommerziell erhältlichem Polymerpulver aus recyceltem Polypropylen für SLS-Anwendungen eine erhebliche Herausforderung dar. Das RECYPPOWDER-Projekt zielt darauf ab, diese Lücke zu schließen, indem es kommerzielles mit recyceltem Polypropylen mischt und die Partikelgröße sowie die Eigenschaften für eine effektive Laserbearbeitung optimiert. Diese Initiative adressiert nicht nur die Variabilität von recycelten Materialien, sondern erforscht auch das Potenzial, den CO2-Fußabdruck zu reduzieren, indem der Versand von Teilen durch die Übertragung von Druckdaten ersetzt wird.

Die unerschlossenen Potenziale von Polypropylen im 3D-Druck

Obwohl Polypropylen weltweit zu den am meisten verbrauchten Kunststoffen zählt, wurde sein Potenzial im 3D-Druck aufgrund von Herausforderungen wie Zwischenschichtbindung und Verzug bisher kaum genutzt. Unternehmen wie PPprint und Kooperationen zwischen Braskem und Titan Robotics haben begonnen, diese Probleme anzugehen, indem sie Polypropylenmaterialien speziell für den 3D-Druck entwickeln. Diese Bemühungen haben zur Einführung von Materialien geführt, die für den großmaßstäblichen Polypropylen-3D-Druck optimiert sind, was eine geringe Verzugsneigung und eine starke Zwischenschichtadhäsion zeigt und somit das Anwendungspotenzial von Polypropylen in verschiedenen Sektoren erweitert.

Nachhaltigkeit und Innovation fördern

Das RECYPPOWDER-Projekt markiert einen bedeutenden Schritt hin zu einer Kreislaufwirtschaft innerhalb der additiven Fertigungsindustrie. Durch die Validierung der Machbarkeit und des Einflusses von recyceltem Polypropylen im SLS-3D-Druck unter realen Bedingungen setzen Andaltec und seine Partner den Grundstein für einen nachhaltigeren und wirtschaftlich vertretbaren Ansatz in der additiven Fertigung. Diese Initiative unterstreicht nicht nur die Bedeutung von Nachhaltigkeit in der Branche, sondern eröffnet auch neue Wege für Materialinnovationen, die potenziell die Art und Weise verändern könnten, wie Industrien Polypropylen im 3D-Druck nutzen.

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