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Neuer Bioprinting-3D-Drucker soll Diabetes Typ 1 behandeln können

Die australische University of Wollongong (UOW) hat mit dem Pancreatic Islet Cell Transplantation (PICT) einen 3D-Drucker für die Behandlung von Diabetes Typ 1 entwickelt. Mit dem Drucker lassen sich Inselzellen in einer als Schutz dienenden Biotinte in Gebilden fertigen, die für eine Transplantation geeignet sind.

Die Inselzelltransplantation ist ein Therapieverfahren zur Behandlung von Diabates mellitus. Hierbei werden Zellverbände aus der Bauchspeicheldrüse von Organspenden transplantiert. Die Spender-Inselzellen reaktivieren die Fähigkeit des Patienten, wieder Insulin zu produzieren. Bereits vor zwei Jahren haben niederländische Wissenschaftler eine 3D-Drucktechnologie entwickelt, mit dem Diabetes in Zukunft besser behandelt werden können.

Toby Coates
Toby Coates vom Royal Adelaide Hospital (Bild © media.uow.edu.au).

Der 3D-Druck derartiger Zellkonstruktionen, die für die Transplantation gedacht sind, verringern die Wahrscheinlichkeit einer Abstoßungsreaktion, weil vom Patienten körpereigene Zellen genutzt werden können. Verschiedene Zelltypen können in einem Druckvorgang verarbeitet werden. Auf diese Weise lassen sich auch Endothelzellen zur Blut- und Nährstoffversorgung integrieren, was die Überlebensfähigkeit der Zellen erhöht.

Wie Professor Toby Coates vom Royal Adelaide Hospital in einer Pressemitteilung der Universität erklärt, wird es mit dem PICT-Drucker möglich sein, speziell angepasste Organe herzustellen. Hier würden Spenderzellen mit den Zellen des Patienten in einer 3D-Methode vermischt, um neue Verbund-Oranoide für die experimentelle Transplantation zu fertigen. Das US-Unternehmen Celprogen konnte bereits mit einem 3D-Drucker menschliche Bauchspeicheldrüsen aus dem Kunststoff PLA und Stammzellen herstellen.

Das Royal Adelaide Hospital setzt als eines der ersten Krankenhäuser den PICT 3D-Biodrucker ein. Mit Finanzierungsmitteln des australischen Forschungsrats soll der 3D-Biodrucker jetzt weiterentwickelt werden.

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