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3DnA reduziert mit 3D-Druck Ausfallzeiten von Neapels Verkehrsbetrieb um bis zu 95%

Stratasys und 3DnA LogoDas italienische Ingenieurbüro 3DnA S.r.l nutzt den 3D-Druck von Stratasys, um Wartung und Reparatur von Fahrzeugen im öffentlichen Verkehr in Italien zu verändern. Erst im Oktober letzten Jahres hatte 3DnA dafür den Großformat-3D-Drucker Stratasys F900 gekauft.

Wie Stratasys in einer Mitteilung an das 3D-grenzenlos Magazin jetzt erklärt hat konnte 3DnA mit seinen 3D-Druck-Lösiungen für die Azienda Napoletana Mobilità S.p.A (ANM) die Ausfallzeiten um bis zu 95% reduzieren, indem das Unternehmen das benötigte Ersatzteil kurzfristig mit einem 3D-Drucker anfertigte. Darüber hinaus wurde die 3D-gedruckte Variante für den Einsatz im Alltag optimiert.

Kritisches Bauteil entsteht mit dem 3D-Drucker

ANM, verantwortlich für das gesamte öffentliche Verkehrsnetz in Neapel, bemerkte vor einiger Zeit, dass die Oberleitungsköpfe ihrer O-Busse oft defekt werden. Ohne dieses kritische Teil, das die Luftstromversorgungsleitung mit dem Oberleitungsbus verbindet, kann der Bus nicht mehr eingesetzt werden. Da es ältere Busmodelle sind, gibt es keine Ersatzteile auf dem Markt.

Alessandro Manzo, Generaldirektor von 3DnA, erklärt laut der Mitteilung:

„Die Herstellung der Wagenköpfe mit traditionellen Herstellungsverfahren hätte bis zu 12 Monate gedauert, was aufgrund der langen Ausfallzeit keine Option ist. Mit dem F900 von Stratasys konnten wir in zwei Wochen etwa 20 der wichtigsten Teile des Oberleitungskopfs produzieren und liefern. Dadurch konnte ANM das weitere Risiko von Ausfallzeiten seiner Flotte ausschließen und einen zuverlässigen Transport sicherstellen. Die hohe Produktionsflexibilität ist für ANM äußerst wichtig, da Teile jetzt auf der Grundlage des tatsächlichen Bedarfs bestellt werden können, anstatt große Mengen kostspieliger Lagerbestände zu lagern.“

3D-gedruckter Oberleitungskopf
3D-Druck-Kopf im Einsatz

Verbesserung des bisherigen Oberleitungskopfes

3DnA hat zuerst einen Wagenkopf mit einem 3D-Scanner eingescannt und überarbeitet. Sie änderten das Bauteil so, dass bei einer Beschädigung nur noch eine kleine Komponente ersetzt werden musste. Das Außengehäuse des Wagenkopfes wurde mit dem ULTEM ™ 9085-Harz in 3D gedruckt, einem Material, das auch bei Ersatzteilen für britische Züge eingesetzt wird. Das Busunternehmen war von dem fertigen Objekt so überzeugt, dass es beschlossen hat, die Oberleitungsköpfe der gesamten Flotte mit den 3D-gedruckten Modellen auszutauschen.

Der Oberleitungskopf erhielt die strukturelle Unterstützung, die er tagtäglich benötigte, und erfüllte zugleich die erforderlichen Standards für die elektrische Isolierung. Das Material ist außerdem sehr wärmebeständiger, flammhemmender Thermoplast und bietet eine Wärmeformbeständigkeit bis zu 153 Grad Celsius. Es verfügt zusätzlich über ein sehr gutes Verhältnis zwischen Gewicht und Festigkeit.

Neapel O-Bus
3DnA gelang es, die Oberleitköpfe der O-Busse zu verbessern und mit dem 3D-Druck zu 95% schneller zur Verfügung zu stellen (Bild © Stratasys).
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