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Hier kommt das weltweit erste Filmstudio aus einem 3D-Drucker

Der Designer Philipp Aduatz, der unter anderem bereits gemeinsam mit incremental3d 3D-gedruckte Betonmöbel mit Farbverläufen hergestellt hat, wurde von den Casinos Austria und Österreichische Lotterien Unternehmensgruppe mit dem Design und die Realisierung des ersten Filmstudios aus einem 3D-Drucker beauftragt. Das berichtet der Designer in einer Pressemitteilung, die das 3D-grenzenlos Magazin erreicht hat. Zusammen mit dem Beton-3D-Druck-Unternehmen incremental3D und dem Bühnenbildner Dominik Freynschlag entstand eine einzigartige Struktur, die mit der additiven Fertigung und neuester LED-Technik realisiert wurde.

3D-gedrucktes FIlmstudio in lila Farbtönen
Das 3D-gedruckte Filmstudio (im Bild) ist insgesamt 3.500 kg schwer (Bild © Paris Tsitsos).

Einzigartige Designmöglichkeiten

In insgesamt 10 Arbeitsschritten wurde die Betonwand aus einem innovativen Spezialmörtel basierend auf Weißzement in 3D gedruckt. Jeweils 6 Teile der aus 60 Einzelsegmenten bestehenden Wand wurden zu einem Segment in die Höhe gestapelt. Die einzelnen Teile wurden in jeder horizontalen Ebene miteinander verschraubt. Es entstand eine komplett zerlegbare Wand, die betriebssicher bei der Anwendung ist. 14 horizontal in vorgefertigte Fugen eingesteckte LED-Streifen waren der Hauptteil des Beleuchtungssystems. Die LED-Streifen können durch den RGB-Farbraum in unterschiedlichsten Farbverläufen angesteuert werden.

Die Lichttechnik ließ sich optimal durch den Austausch von Druck-Ebenen durch LED-Streifen in gleicher Dicke perfekt in das Design integrieren. Über eine computergestützte Steuerung können die LED-Elemente mit der restlichen Studiobeleuchtung verbunden werden. Aduatz erklärt, dass die Anzahl an farblichen Kombinationsmöglichkeiten so beinahe unbegrenzt ist.

Aufbau der 3D-gedruckten Komponenten
Das 3D-gedruckte Filmstudio besteht aus 60 Einzelteilen (im Bild: Mitarbeiter beim Aufbau)(Bild © Paris Tsitsos).

Beton-3D-Druck als nachhaltige Lösung

Mit Beton-3D-Druck zu arbeiten ist im Vergleich zu den herkömmlichen Betonbauweisen materialsparender und somit auch nachhaltiger. Es werden keine Schalungsmaterialien benötigt, wodurch Abfälle deutlich reduziert werden. Da keine Bewehrung eingesetzt wurde, lässt sich das Filmstudio auch gut recyceln. Der Beton-3D-Druck hat sich bereits in vielen Fällen als sehr gut geeignet für den Hochbau erwiesen. Forscher der TU Graz haben unter anderem Leichtbaumethoden mit Beton-3D-Druck untersucht.

Es sind Beton-3D-Druck-Lösungen wie „D.fab“ entstanden, die bis zu 90 % Materialkosten einsparen. Die gestalterischen Qualitäten und Möglichkeiten in der Innenarchitektur nehmen außerdem zu und können mit LED-Technik wie in diesem Projekt kombiniert werden. Die fertige Wand ist insgesamt 3.500 kg schwer und ist 630 cm breit, 330 cm tief und 230 cm hoch.

Rückseite Filmstudio
Roboterarm und 3D-gedruckte Elemente

Video zum 3D-gedruckten Filmstudio von Philipp Aduatz

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