Die beiden Unternehmen COBOD und CEMEX wollen den 3D-Druck mit Beton erschwinglicher machen und damit den nächsten Schritt gehen, eine Wende beim Rohbau von Gebäuden einzuleiten. Dazu entwickelten sie eine neuartige Materiallösung, mit der die Kosten für die eingesetzten 3D-Druck-Materialien um bis zu 90 % günstiger sind als bisher. Die von beiden Unternehmen entwickelte Betonmischung testeten sie jetzt erfolgreich am ersten 3D-gedruckten Haus Angolas.

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Der 3D-Druck mit Beton wird zunehmend zum Zukunftsthema für Bauunternehmen. Es gibt weltweit schon zahlreiche 3D-gedruckte Häuser, wie das Mehrfamilienhaus im deutschen Wallenhausen oder das Haus im belgischen Westerlo. Im bayerischen Lindau wurde im Sommer 2021 erstmals ein bestehendes Haus mit dem 3D-Drucker erweitert. Der Beton-3D-Druck ist auch interessant für Gegenden, wo es an erschwinglichem Wohnraum mangelt, wie in Kenia, wo 14Trees den 3D-Druck von 25 erschwinglichen Häusern plant. Der Nachteil: 3D-Druck-Mörtel ist immer noch teuer, was das Unternehmen CEMEX jedoch ändern will. Gemeinsam mit dem Hersteller von Gebäude-3D-Druckern COBOD hat es laut einer Pressemitteilung die neue D.fab-Lösung für die schnelle Entwicklung kostengünstiger 3D-Druck-Materialien für Beton entwickelt.

Details zur D.fab-Lösung

Der 3D-Druck mit Beton bietet Einsparungspotenziale, da das Material deutlicher effizienter als bei konventionellen Bauverfahren eingesetzt wird und weniger Personal für den Rohbau notwendig ist. Die Formfreiheit ist ein weiterer Pluspunkt. Bauunternehmen verwenden für den 3D-Druck meist mischfertige Trockenmörtellösungen mit hohem Zementanteil. Diese Lösungen sind oft bis zu 10 mal teurer. Eine gewöhnliche Betonsorte zum gleichen Preis wie gewöhnlicher Beton fehlt noch. Die D.fab-Lösung von CEMEX und COBOD soll das ändern.

Die Partner haben ein System mit Zusatzmitteln entwickelt, bei denen spezifische Chemikalien in die Mischanlage eingebracht werden, die den Beton flüssig und leicht pumpbar machen. Über die am COBOD-Drucker befindliche Dosiereinheit wird ein weiteres Zusatzmittel zugegeben, das die Aushärtung beschleunigt. Der Beton wird so form- und aufbaubar. Für diese Lösung ist die Beschaffung von weniger als 1% der Betonmischung nötig und 99% des Betons basieren auf lokal verfügbaren Rohstoffen einschließlich des Zements, der von jedem Zementhersteller stammen kann. Die kostensparende Lösung wurde kürzlich beim ersten 3D-gedruckten Haus in Angola getestet.

Test bei erstem 3D-Druck-Haus in Angola

Ricardo Almeida, CEO von Power2Build, Angola, sagte:

„Um Afrikas Wohnungskrise zu Lösungen, braucht es auch Materialien, die so billig sind wie gewöhnlicher Beton. Für unser erstes Gebäude für die Wände haben wir 12 m3 Beton für 80 Euro/m3 verwendet, sodass unsere Gesamtkosten für die Betonmaterialien für das 53 m2 Haus weniger als 1.000 Euro betrugen. Mit so niedrigen Materialpreisen, der Festigkeit und Qualität von Beton in Kombination mit der Geschwindigkeit und Automatisierung des 3D-Drucks können wir dazu beitragen, die Krise des bezahlbaren Wohnraums in Angola und anderswo zu lösen.“

Henrik Lund-Nielsen, Gründer und General Manager von COBOD International, kommentierte:

„Bei unserem ersten 3D-gedruckten Gebäude haben wir mit einer selbst entwickelten Betonmischung begonnen. Durch den vielen Zement wurde unsere Betonmischung teuer und nicht CO2-freundlich. Für die Massenanwendung unserer Technologie musste eine Lösung zur Herstellung von echtem Beton aus lokal verfügbaren Materialien her. Wir freuen uns, dass wir mit CEMEX die richtige Lösung gefunden haben. Die Materialpreise werden von den typischen 700-900 Euro/m3 für 3D-druckbare Mörtel auf jetzt 60-90 Euro/m3 je nach geografischem Standort gesenkt.“

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3D-Druck mit der D.fab-Lösung (Video)

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