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3D-Druck-Komponente von Liebherr-Aerospace im Airbus A350 zugelassen

Liebherr Logo.Liebherr-Aerospace, ein Zulieferer von Luftfahrtteilen, hat erfolgreich eine 3D-gedruckte biegsame Welle in das Hochauftriebssystem des Airbus A350 integriert. Diese Komponente wurde sowohl von Airbus als auch von der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) für die Serienproduktion zugelassen.

Innovation im Design durch 3D-Druck

3D-gedruckte biegsame Welle aus Titan von Liebherr-Aerospace für den Airbus A350
Die abgebildete biegsame Welle aus Titan, die mittels Additive Layer Manufacturing (ALM) produziert wurde, ist für den Einsatz im Hochauftriebssystem des Airbus A350 vorgesehen und von Airbus sowie der EASA für die Serienproduktion zugelassen. Diese Komponente ersetzt sieben herkömmlich gefertigte Teile und sorgt so für eine höhere Zuverlässigkeit und Gewichtsreduktion. (Bild © Liebherr-Aerospace)

Die biegsame Welle wird aus Titanpulver mittels 3D-Druck (ALM) hergestellt und ermöglicht ein hohes Maß an Komplexität im Design. Diese Technologie erlaubt es, die rotierende Bewegung durch Hindernisse zu leiten, wo eine feste Welle nicht eingesetzt werden kann. Liebherr-Aerospace hat es geschafft, die Montage von sieben herkömmlich gefertigten Teilen durch nur eine einzige 3D-gedruckte Komponente zu ersetzen. Diese Reduzierung der Teileanzahl führt zu einer verbesserten Zuverlässigkeit und einer signifikanten Gewichtsreduktion.

Anwendung in der Luftfahrt

Die biegsame Welle ist ein Teil des Hochauftriebssystems des Airbus A350 und wird im aktiven Differentialgetriebe des Klappensystems integriert. Sie überträgt die rotierende Bewegung auf einen Positionssensor und kompensiert so einen Winkel- und Achsenversatz zwischen Getriebe und Sensor. Diese Entwicklung stellt einen wichtigen Schritt hin zu Anwendungen in hochintegrierten Systemen dar.

Fortschritte bei Liebherr-Aerospace

Liebherr-Aerospace hat bereits eine Reihe von Produkten mittels ALM hergestellt. Anfang 2019 begann das Unternehmen mit der Serienproduktion von 3D-gedruckten Teilen mit der Einführung einer gedruckten Halterung für Näherungssensoren am Bugfahrwerk des A350. Diese Halterung war das erste von Airbus zugelassene Systemteil, das für die additive Schichtfertigung aus Titan qualifiziert wurde.

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