Schüler der Erhart-Schott-Schule (ESS) in Schwetzingen (Baden-Württemberg), die ihre Voraussetzungen für das Abitur in der zweiten Fremdsprache bereits erfüllt haben, durften sich im Kurs „Sondergebiete der Technik“ von der Arbeit mit 3D-Druckern vertraut machen. Elf Schüler konnten den Kurs belegen und wurden für ein besseres Lernerlebnis in zwei Gruppen aufgeteilt, wie der Mannheimer Morgen berichtet.
Unterstützung von Notion Systems

Jede Gruppe erhielt einen handelsüblichen Bausatz für einen 3D-Drucker. Die Kursteilnehmer mussten den 3D-Drucker-Bausatz zusammenbauen und konnten ihn dabei auch noch optimieren. Verwendet wurden 3D-Drucker-Bausätze, wie der Tevo Flash Standard, wie in 1-2 Stunden zusammengebaut werden können.
Im nächsten Schritt folgte ein Besuch bei dem Unternehmen Notion Systems, einem Hersteller von Industrie-3D-Druckern aus Schwetzingen, der seinen Standort unweit der Schule hat. Firmengründer und Konstruktionsleiter Diplom-Ingenieur Jens Münkel erklärte seinen Besuchern in einem kurzen Fachvortrag, in welchen Bereichen die Firma tätig ist und was 3D-Drucker leisten.
Wie 3D-Druck die Industrie verändert
Die Firma arbeitet in den Bereichen Leiterplattendruck, Displaydruck und im 3D-Volumenkörperdruck. Die traditionelle Fertigung von Leiterplatten ist eine Belastung für die Umwelt. 50% der aufgebrachten Lacke werden bei der Produktion von Leiterplatten für Elektronikgeräte wieder abgewaschen und entsorgt. 3D-gedruckte Leiterplatten werden ohne Hilfsstoffe gebaut. Material, das eingesetzt wird, entspricht dem Materialbedarf des fertigen Bauteils. Es werden Positionsgenauigkeiten von weniger als 0,05 Millimeter erreicht.
Beim 3D-Volumendruck erklärt das Unternehmen, dass es mittlerweile möglich sei, Brillengläser für Menschen mit starken Sehfehlern individuell herzustellen. SmarTech sieht bis 2028 ein großes Wachstum auf dem Markt 3D-gedruckter Brillen. Während des Betriebsrundgangs konnten sich die Schüler alles aus der Nähe anschauen. Die Jugendlichen lernten, dass Granit-Bauteile als Maschinenfundamente genutzt werden. Granitgestein sei höchst verwindungssteif und habe keine Wärmeausdehnung, was für höchste Wiederholgenauigkeiten beim 3D-Druck sorgt.
Bei Notion Systems trafen die Schüler ein vertrautes Programm wieder. Das CAD-System „SolidWorks“, das an der ESS verwendet wird, ist auch ein wichtiger Helfer bei der Arbeit von Notion Systems. Die Schüler konnten mit vielen Eindrücken nach Hause gehen. Vielleicht wird der eine oder andere später in seinem Berufsalltag ebenso mit einem 3D-Drucker zu tun haben.