
In Australien hat die Polizei eine illegale Waffenschmiede ausgehoben und fünf Menschen festgenommen. Die Polizeibeamten fanden darin Labore und 3D-Drucker, die dazu dienten, Waffen und Waffenteile herzustellen. Sie entdeckten auch Suchtgift. Die Waffenschmiede befand sich in der Nähe der bei Urlaubern beliebten Stadt Gold Coast im Nordosten Australiens, berichtet „The Guardian“.
Zur Zeit ist noch unklar, ob es sich bei den Betreibern der Werkstatt um ein Terrornetzwerk oder Drogenbande gehandelt hat. Von der Polizei wurden selbstgebaute Maschinenpistolen, andere Waffen, Munition und Schalldämpfer sichergestellt. Nach Angaben von Kommissar Jon Wacker müssten die Waffen erst noch getestet werden. Die Waffen seien seiner Einschätzung zufolge dazu in der Lage hunderte Schuss pro Minute abzufeuern.
Chronologie der Gesetzesverstöße in Australien
Australien debattierte bereits Ende 2014 um eine Verschärfung der Gesetze gegen mögliche Schusswaffen aus einem 3D-Drucker. Anfang 2015 wurde dann bei einer Razzia in Queensland mehrere 3D-gedruckte Schlagringe und Waffenteile beschlagnahmt. Ende Mai 2016 wurde außerdem ein bekanntes australisches Mitglied der „Mongols“ Biker-Gang verhaftet – Grund war ein Verstoß gegen die Gesetze zum Verbot der privaten Fertigung von funktionsfähigen Waffen mit dem 3D-Drucker.