Das Unternehmen FossiLabs hat in einer Pressemitteilung die ersten vollständig porösen 3D-gedruckten medizinischen PEEK-Implantate angekündigt. Das Startup aus den USA erklärte, dass es sich dabei um mit einem FFF-3D-Drucker, knochenartige Gerüststrukturen aus porösem Material handle. Die Struktur kann mit Hardware und Software des Unternehmens bereits implantierte Vorrichtungen unterstützen.
Details zu den Implantaten
Die 3D-gedruckten medizinischen Implantate entstehen mit einem von FossiLabs entwickelten Verfahren mit porösen knochenähnlichen Strukturen aus dem PEEK-Material. Implantierbare Vorrichtungen, bei denen ein Knochenwachstum und eine schnellere Verbindung zwischen Implantat und lebendem Knochen gewünscht ist, können damit unterstützt werden. Laut dem Unternehmen gäbe es bisher nur Lösungen mit Oberflächenporösität oder Fenstern in definierten Schichten. Das proprietäre Verfahren ermöglicht feste oder definierte poröse Strukturen „überall im 3D-Raum“.
FossiLabs kann mit Materialien, Software und 3D-Druck feste und kontrollierte knochenähnliche Makroporositätsbereiche in bestehenden medizinischen Modellen des Kunden identifizieren. Dadurch lassen sich Feststoffe und variable Porositätsgrade kontrollieren. Dort, wo Knochenwachstum gewünscht wird, kann man mit 3D-Druck und PEEK Implantate herstellen. Das eignet sich vor allem für Abstandshalterungen und Cages für die Wirbelsäule.

Mit herkömmlichen Methoden „nicht möglich“
Todd Reith, Gründer und Präsident von FossiLabs, ist dankbar für die wachsenden Möglichkeitne mit der 3D-Drucktechnologie. Er erklärt in der Pressemitteilung, dass diese poröse Struktur mit herkömmlichen Methoden nicht erreichbar gewesen wäre. Die vergrößerte Oberfläche und die volle Porosität helfen dabei, dass neues Knochenmaterial um das vorhandene Implantat wächst und sich integriert. Ergänzt man Hydroxylapatit (HA) als Nanobeschichtung, erhält man ein Ergebnis, dass es so bisher nicht gab.
FossiLabs ist ein 2017 gegründetes Unternehmen mit Sitz in Pennsylvania. Das Forschungs- und Entwicklungslabor konzentriert sich auf die Entwicklung von 3D-gedruckten medizinischen PEEK-Implantaten. Bei PEEK handelt es sich um ein thermoplastisches Polymer, das Hochleistungseigenschaften mit hoher chemischer Beständigkeit und Haltbarkeit einzigartig kombiniert. PEEK wird in der Medizin oft für passive Exoskelette oder Implantate eingesetzt, um die Knochenregeneration zu beschleunigen. Mit dem T850P hat Tractus 3D vor einem Jahr einen neuen PEEK 3D-Drucker vorgestellt. Weitere Neuheiten zum Thema bietet unserer Themenseite „Implantate aus dem 3D-Drucker“ und unser kostenlose 3D-Druck-Newsletter (hier abonnieren).
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