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Hersteller recycelter Metallpulver für den 3D-Druck Continuum erhält 36 Mio. USD

Der kalifornische Hersteller nachhaltiger Metallpulver und MolyWorks-Tochter Continuum hat 36 Mio. USD (33,86 Mio. EUR) an finanziellen Mitteln aufgebracht. Laut einer Pressemitteilung von Ara Partners, einer auf industrielle Dekarbonisierung spezialisierte Privat-Equity-Gesellschaft, deren Unterstützung Continuum gewinnen konnte, will das Unternehmen seine Kapazitäten skalieren und so der wachsenden Nachfrage gerecht werden.

Recycelte Materialien für Metall-3D-Druck

Ti64 Güteklasse 5
Zu den Metallpulvern von Continuum gehört unter anderem Ti64 Güteklasse 5 (im Bild)(Bild © Continuum).

Die „Optipowder“-Rohstoffe von Continuum, die für Benutzer von 3D-Druck- und Metallspritzgusssystemen (MIM) entwickelt wurden, werden vollständig aus recycelten Materialien formuliert. Als neu gegründeter kommerzieller Zweig der MolyWorks Materials Corporation, einem Unternehmen, das umweltfreundliche Metall-3D-Druck-Materialien herstellt, ist Continuum bereits tief in der Branche verwurzelt.

Mit der Greyhound-Technologie des Unternehmens, einem Prozess, der in Form eines Plasmazerstäubungssystems vermarktet wird, können Metallwaren wiederverwendet werden, die dabei noch viel weniger Platz als vergleichbare Technologien benötigen. Continuum konzentriert sich bei seiner Arbeit darauf, die Einführung der Kreislauffertigung zu beschleunigen. Das Unternehmen möchte durch seine Fähigkeit, hochwertige Pulver für technische Teile aus zu 100 % recycelten und verantwortungsbewusst beschafften Materialien herzustellen, „das fehlende Glied in der zirkulären Metalllieferkette adressieren“.

Optipowder

Wie schon die Materialien von MolyWorks wird auch das Optipowder von Continuum mit dem Greyhound-Gießereisystem produziert. Es bietet laut dem Unternehmen „vollständige Rückverfolgbarkeit und maximale Reinheit“. Bisher gibt es bei den Optipowder-Materialien 30 verschiedene Legierungen, die ISO/AS-zertifiziert und für die Verwendung mit Kaltspritzverfahren, 3D-Druck, Metallspritzguss und mehr ausgelegt sind.

Laut der Website des Herstellers gibt es insgesamt vier Metallvarianten: eine Superlegierung auf Nickelbasis, Edelstahl 316L, Ti64 Güteklasse 5 und Ti64 Güteklasse 23. Die Materialien funktionieren mit branchenführenden Maschinen von EOS, 3D Systems und Renishaw. Dazu zählen auch die 3D-Druck-Systeme von Optomec, MELD, Arcam, Concept Laser und Additive Industries.

Stimmen der Beteiligten

Phil Ward, CEO von Continuum, sagte:

„Der Markt für Pulver für die additive Fertigung wird sich in den nächsten fünf Jahren voraussichtlich mehr als verdreifachen, da die 3D-Druck-Industrie einen kommerziellen Wendepunkt erreicht. Die Investition von Ara ermöglicht es uns, das Wachstum der Branche mit einer nachhaltigen Lösung zu versorgen. Ara hat Erfahrung bei der Skalierung von Unternehmen bewiesen, die den Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft unterstützen, und wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit ihnen als strategischer und finanzieller Partner.“

Cory Steffek, Partner bei Ara, sagte:

„Die Schaffung einer Kreislaufwirtschaft für Metalle ist entscheidend, um die weltweiten Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Allein Titan, Edelstahl und Inconel machen jedes Jahr mehrere zehn Millionen Tonnen Altmetall aus, die in der neuen nachhaltigen Wirtschaft wiederverwendet werden müssen. Wir freuen uns unglaublich über die Möglichkeit, Continuum bei der Skalierung und Überwindung dieser enormen Hürden zu unterstützen.“

Videovorstellung MolyWorks

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