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3D-Druck-Unternehmen Markforged steigert seinen Umsatz um 11 % im Geschäftsjahr 2022

3D-Druck-Objekt in FX20 3D-Drucker von Markforged)

In der zweiten Jahreshälfte 2022 sind viele Lieferungen des FX20 3D-Druckers von Markforged geplant (im Bild: 3D-Druck-Objekt in FX20 3D-Drucker von Markforged)(Bild © Markforged).

Das 3D-Druck-Unternehmen Markforged hat in einer Pressemitteilung seine Geschäftszahlen für das Jahr 2022 veröffentlicht. Der Umsatz stieg demnach im gesamten Jahr 2022 um 11 % auf 101 Mio. US-Dollar (rund 94,92 Mio. Euro). Der größte Teil des Wachstums war dabei organisch. Im vierten Quartal stieg der Umsatz ebenfalls um 11 % auf 29,7 Mio. US-Dollar (27,18 Mio. Euro). Im Jahr davor lag dieser noch bei 26,6 Mio. US-Dollar (24,34 Mio. Euro).

Details zum GJ 2022

Der Bruttogewinn sank von 52,9 Mio. US-Dollar (48,4 Mio. Euro) im Jahr 2021 auf 50,7 Mio. US-Dollar (46,39 Mio. Euro) im Jahr 2022. Gegenüber den 58% im Jahr 2021 sank die Bruttomarge im Jahr 2022 auf 50 %. Im Jahr 2021 gab es einen Nettogewinn von 3,9 Mio. US-Dollar (3,57 Mio. Euro). Im Vergleich dazu lag der Gesamtnettoverlust bei 25,4 Mio. US-Dollar (23,24 Mio. Euro).

Shai Terem, Präsident und CEO von Markforged, sagte:

„Wir beendeten das Jahr stark mit Rekord-Quartalsumsätzen, da die Nachfrage nach The Digital Forge trotz eines herausfordernden Betriebsumfelds weltweit weiter zunahm. Die Unterbrechung der Lieferkette bleibt ein wichtiger Katalysator für Wachstum, da Hersteller ihre Lieferketten durch industrielle Produktion am Point-of-Need verkürzen. Wir haben 2022 entscheidende Fortschritte bei unserer Strategie erzielt, profitables Wachstum zu erzielen. Wir haben unseren adressierbaren Markt organisch durch die Einführung des FX20 und anorganisch durch unsere erfolgreichen Akquisitionen von Teton Simulation und Digital Metal erheblich erweitert, und wir sind zuversichtlich, dass wir in den kommenden Jahren ein erhebliches Wachstum als Ergebnis sehen werden.“

Laut Markforged haben Hersteller aufgrund der makroökonomischen Unsicherheit ihre Kaufentscheidungen herausgezögert. Das Unternehmen setzte seine Wachstumsstrategie sowohl in der EMEA- als auch in der APAC-Region im vierten Quartal 2022 fort. Die Einnahmen in der EMEA-Region stiegen um 36 % und in der APAC-Region um 20 % im Jahresvergleich.

Erfolge und Prognose

3D-Druck-System PX100
Markforged bringt mit dem 3D-Druck-System PX100 (im Bild) eigenen Angaben zufolge einen „Game-Changer“ auf den Markt (Bild © Markforged).

Im Geschäftsjahr 2022 begann außerdem die Kommerzialisierung des FX20-Systems, das Teile mit industrieller Stärke und Hochtemperaturbeständigkeit ermöglicht. Die Nachfrage nach dem FX20 überstieg die Erwartungen des Unternehmens dabei deutlich. Markforged erhielt seit der allgemeinen Verfügbarkeit des 3D-Druck-Systems Multi-System-Bestellungen von mehreren Kunden. Die M&A-Strategie hat Markforged im Jahr 2022 erfolgreich umgesetzt und Teton Simulation ebenso wie Digital Metal übernommen. Gegen Ende des Geschäftsjahres 2022 integrierte Markforged die Technologie von Teton über eine Funktion namens Simulation in The Digital Forge. Mit dem PX100, dem neuesten System von Digital Metal, verdoppelt Markforged die Geschwindigkeit und die Baugröße gegenüber dem Vorgängermodell.

Die Betriebskostenziele im vierten Quartal hat Markforged erreicht. Seit dem zweiten Quartal 2022 hat das Unternehmen fast 20 Mio. US-Dollar aus seiner Kostenstruktur entfernt. Wichtige Infrastrukturinvestitionen, die das Unternehmen in den letzten 18 Monaten getätigt hat, haben begonnen, finanzielle und operative Hebelwirkung zu erzielen. Der Effekt soll im Jahr 2023 noch deutlicher werden.

Die Einnahmen für das Gesamtjahr 2023 dürften laut Markforged zwischen 101 und 110 Mio. US-Dollar (92,42 Mio. Euro und 100,65 Mio. Euro) liegen. Markforged geht davon aus, weiterhin starke Bruttomargen zu erzielen, wobei die Non-GAAP-Bruttomargen für das Gesamtjahr voraussichtlich im Bereich von 47 – 49% liegen werden. Das Unternehmen erwartet einen Rückgang der Betriebskosten im Verhältnis zum Umsatz, einschließlich der Auswirkungen beider im Jahr 2022 abgeschlossenen Übernahmen. Das könnte zu einem nicht GAAP-konformen Betriebsverlust in Höhe von 55 bis 58 Mio. US-Dollar (50,33 bis 53,07 Mio. Euro) führen.

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