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Italiens Hersteller WASP präsentiert zwei neue Keramik-3D-Drucker – und lässt sie von Künstlern testen

Bild von der Skulptur während der Herstellung

Der Keramik-3D-Druck war dem Künstler bei der Arbeit an Michelangelos David eine große Unterstützung (Bild © Andrea Salvatori / WASP).

Die industrielle Fertigung wird heutzutage als eine wichtige Branche angesehen, in der es vor allem darauf ankommt, die Herstellungszeiten und die damit in Verbindung stehenden Kosten zu reduzieren. Hier hat der 3D-Druck in den letzten Jahren einen besonderen Platz eingenommen. Seit einiger Zeit experimentiert man auch mit dem Keramik-3D-Druck. Kwambio, ein ukrainisches Unternehmen, hat kürzlich einen neuen Keramik-3D-Drucker Ceramo One vorgestellt. Genau diese Technologie findet jetzt auch in der Kunst ihre Anwendung.

Jetzt hat der italienische Hersteller für 3D-Drucker WASP eine neue Produktlinie mit den Modellen DeltaWASP 40100 Clay und DeltaWASP 2040 Clay vorgestellt, die das 3D-Drucken von Ton oder anderen halbflüssigen oder dichten Materialien ermöglichten.

Bild eines Delta WASP 40100 3D-Druckers
Abbildung eines Delta WASP 2040 3D-Druckers

Michelangelos David von Andrea Salvatori

Der Künstler Andrea Salvatori testete die 3D-Drucker für den Nachbau der Skulptur David von Michelangelo, die auch den Namen „grande testone“ (zu Deutsch: großer Kopf) trägt. Salvatori arbeitete eng mit WASP zusammen, um die endgültige Skulptur scannen, modellieren und schließlich 3D-drucken zu können. Hierbei wurde die Technik namens Liquid Deposition Modeling angewandt. Um Michelangelos berühmten David originalgetreu nachbilden zu können, verwendete Andrea Salvatori 3D-Scanner von WASP, um die Struktur der Skulptur zu scannen. Dies machte eine schnellere Erfassung komplizierter Details möglich. Außerdem half die 3D-Modellierungssoftware dabei, die Struktur grafisch zu verfeinern und sie für den 3D-Druck vorzubereiten.

Ausschnitt aus der Arbeit an er Skulptur
Bild von der Skulptur während der Herstellung

Danach formte das Team 16 separate Elemente und fixierte sie durch ein spezielles System für die Befestigung, was auch 3D-gedruckt wurde. Um die 16 Teile herzustellen, verwendete das Team den industriellen 3D-Drucker DeltaWASP 3MT mit Pelletextruder. Das endgültige Design basierte auf einem 3D-gedruckten Material aus Kunststoff in Granulatform, um den Prozess schneller und kostengünstiger zu machen. Die Skulptur bekam durch Salvatoris Hand den letzten Schliff. Danach wurde sie in Montelupo Fiorentino in einer Pop-Art und zeitgenössischen Ausstellung Cèramica 2018 ausgestellt. Diese Skulptur hob nicht nur das von WASP integrierte Keramik-3D-Druck-Verfahren hervor, sondern auch die Anwendungsmöglichkeiten für großformatige Reproduktionen solch einer Art.

Die neue Technologie weckt besonders das Interesse von Künstlern, da sie so in der Lage sind, Keramikskulpturen schneller und kostengünstiger zu reproduzieren, wie es Andrea Salvatori getan hat. Weitere interessante Berichte erhalten Sie über unseren Newsletter ganz unkompliziert und kostenlos, damit Sie auch zukünftig auf dem Laufenden bleiben.

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