50% weniger Produktionskosten für Keramikteile: Ukrainisches Unternehmen Kwambio stellt mit Ceramo One neuen Keramik-3D-Drucker vor

Kwambio hat sich auf die additive Herstellung von Keramik- und Metallprodukten spezialisiert. Mit Ceramo One betritt das Unternehmen erstmals den Markt für 3D-Drucker und gibt an, die Produktionskosten pro Keramikteil um fast 50% reduzieren zu können – bei gleich bleibender Qualität. Auf der Consumer Electronic Show 2018 soll der Ceramo One 3D-Drucker erstmals vorgestellt werden. Wir haben bereits einen Blick auf das Gerät geworfen.

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Der 3D-Drucker Ceramo One ist ein neuer Industrie-3D-Drucker für Keramik und soll laut Hersteller präzisere Ergebnisse als alle bisherigen Keramik-3D-Drucker liefern. Entwickelt wurde er von dem ukrainischen Keramikproduktionsunternehmen Kwambio, das 2014 in Odessa gegründet wurde. Es hat sich auf die additive Herstellung von Keramik- und Metallprodukten spezialisiert und betritt mit dem Ceramo One nun erstmals den Markt für 3D-Drucker.

Etwa vor einem Jahr war es, als Kwambio an zwei Standorten mit dem 3D-Druck keramischer Produkte beliebiger Art wie Dekorationen, Geschirr, Einrichtungsgegenstände, Industriedesigns und Knochenimplantaten begonnen hatte. Es lief gut, letztes Jahr wurden auch mehr als 10.000 Produkte gedruckt und verkauft. Und Erfahrungen gesammelt. So lernten das Team von Kwambio, dass in ihren Augen kein auf dem Markt verfügbarer 3D-Drucker Produkte aus Keramik entsprechend den Anforderungen von Kwambio – mit ausreichend hoher Genauigkeit und Geschwindigkeit – drucken kann. Eine bessere Lösung musste her.

„Der Produktionsprozess war unnötig kompliziert und langwierig – zuerst wurde ein individuelle Form mit einem 3D-Drucker gedruckt. Dann wurde das Objekt nach dem herkömmlichen Gießverfahren zum Brennen und Beschichten vorbereitet. Die Produktion einer Tasse dauerte so bis zu 10 Tage“- sagte Vladimir Usov, CEO von Kwambio, in einem Beitrag auf 3dadept.com.

Durch eine Investition von etwa 500.000 Dollar von Empire State Capital Partners und Impulse VC hatte Kwambio ausreichend Geld für die Entwicklung eines eigenen Keramik-3D-Druckers zur Verfügung. So entstand der Ceramo One. Die Produktionszeit der Produkte wurde erheblich verkürzt, indem ein 3D-Drucker mit Tonpulvern entwickelt wurde, der es ermöglicht, fertige Objekte auf einmal zu drucken. Es gibt aktuell 100 Farben des keramischen Pulvermaterials, sowie keramische Pulver, die für das Gießen von Metallteilen und das Drucken von industriellen Teilen für die Luft- und Raumfahrtindustrie bestimmt sind.

Mit Ceramo One werden die Keramikprodukte deutlich schneller gedruckt (Bild © Kwambio).

Laut Kwambio ist der Ceramo One schneller (Druckgeschwindigkeit 160 mm/s) und genauer (20 Mikrometer) als die bisher auf dem Markt erhältlichen keramik-3D-Drucker. Die Herstellung einer Keramiktasse dauert nun nur mehr wenige Stunden. Kwambios 3D-Drucker senkt die Kosten beim Druck von Keramik auf etwa 8 Cent pro gedrucktem Quadratzentimeter. Die Kosten betragen bei Keramik-3D-Druckern sonst meist 12 bis 15 Cent pro gedrucktem Quadratzentimeter, sind also fast 80% teurer. Das Bauvolumen des Ceramo One liegt bei 350 x 350 x 380 cm.

Die einzig funktionierende Kopie des Ceramo One 3D-Druckers ist in der Fabrik von Kwambio in Odessa in Betrieb. Das soll sich aber ändern und der 3D-Drucker auch für den Markt verfügbar werden. Geplant ist, dass man den Ceramo One ab Januar 2018 vorbestellen kann. Die Kosten für den 3D-Drucker liegen bei 25.000 Dollar. Zu sehen ist der 3D-Drucker vom 9.1. bis 12.1. in Las Vegas an der CES 2018. Wenn es neue Informationen zum Ceramo One gibt, werden wir darüber berichten. Aboonieren Sie unseren Newsletter und bleiben Sie auf dem Laufenden.

Der Hersteller XJet aus Israel hat auf der formnext 2017 mit Carmel 700 und Carmel 1400 zwei neue additive Fertigungssysteme vorgestellt, die ebenfalls für den 3D-Druck von Metall und Keramik eingesetzt werden können. Mehr Informationen und aktuelle Entwicklungen, News und Projekte bietet unsere Themenseite „3D-Druck mit Keramik„.

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