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Sieben deutsche Unternehmen und TU München planen Gründung von „Bavarian AM Cluster“ (BAMC)

Oerlikon LogoIn einer Pressemitteilung berichtet das Unternehmen Oerlikon darüber, dass Vertreter von sieben Unternehmen und zusätzlich der Technischen Universität München (TUM) auf der AMTC-Konferenz in München ein Memorandum of Understanding unterzeichnet haben. Ihr Ziel ist es, den „Bavarian AM Cluster“ (BAMC) zu gründen. Beteiligt sind unter anderem die AUDI AG, EOS, GE Additive, Linde, Oerlikon, Siemens, MTU Aero Engines und die TUM.

Im Frühjahr 2023 soll der „Bavarian AM Cluster“ (BAMC) als gemeinnütziger Verein mit dem Zweck gegründet werden, eine staatlich geförderte, enge Konsortialkooperation zwischen Unternehmen und Hochschule zu ermöglichen. Damit sollen technische und wirtschaftliche Hürden auf dem Weg zur Industrialisierung der additiven Fertigung überwunden werden.

Forschung und Projekte im Bavarian AM Cluster

Bei der additiven Fertigung werden Teile aus Materialien wie zum Beispiel Metall schichtweise hergestellt, wobei mit weniger Rohstoffen deutlich leichtere Strukturen bei gleicher Funktion möglich sind. Die Produktion lässt sich dezentral aufbauen und nachhaltigere Industrieprodukte sind realisierbar. Im Rahmen von Forschungsverträgen zwischen den Unternehmen und der TUM sollen Forschungsschwerpunkte bestimmt und Projekte durchgeführt werden. Es sind Partnerschaften mit anderen Wirtschaftsunternehmen und akademischen Partnern vorgesehen, um innovative Aus- und Weiterbildungskonzepte zu entwickeln und Leuchtturmprojekte zu starten, um die Vorteile der additiven Fertigung aufzuzeigen.

Die Räumlichkeiten des Vereins auf dem Campus Garching befinden sich im selben Gebäude wie die entsprechenden Lehrstühle der TUM sowie die des TUM-Oerlikon AM Institut. Auf rund 100.000 m2 werden in dem Gebäude Lehre, Forschung und Entwicklung betrieben und direkt in die Produktion wirtschaftlich attraktiver, technologisch fortschrittlicher Produkte überführt. Hochschule und Unternehmen forschen unter einem Dach, was zu mehr Effizienz durch die gegenseitige Bereitstellung modernster Forschungsinfrastruktur und einen schnellen Wissensaustausch entlang der Wertschöpfungskette und über alle Reifegrade hinweg führt.

Gruppenfoto nach Unterzeichnung des MOU für das Bavarian AM Cluster
Auf der AMTC-Konferenz in München haben sieben Unternehmen ein Memorandum of Understanding mit dem Ziel, den „Bavarian AM Cluster“ (BAMC) zu gründen, unterzeichnet (im Bild: Gruppenfoto der Vertreter der jeweiligen Unternehmen und der TUM).

Stimmen der Beteiligten

Prof. Michael Süss, Executive Chairman von Oerlikon, sagte:

„Mit dem Bavarian AM Cluster stellt sich die Industrie in Bayern klar auf die Zukunft ein.“

Prof. Thomas Hofmann, Präsident der TUM, ergänzt:

„Neben dem AMTC-Kongress und dem im Februar zwischen Oerlikon und der TUM gegründeten AM Institute ist dies die dritte Initiative zur gemeinsamen Zusammenarbeit zur Industrialisierung von AM, die wir lancieren. Ich bin davon überzeugt, dass wir mit dem Cluster einen entscheidenden Schritt in Richtung einer vollständigen Integration der additiven Fertigung in den industriellen Prozess gehen.“

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