Konsortium gebildet:

Microsoft, HP und weitere Unternehmen planen Alternative zum .STL-Format

Global Player der Technologie- und Druckbranche wie HP und Microsoft haben ein Konsortium gegründet um das 26 Jahre alte .STL-Dateiformat durch ein neueres, leistungsstärkeres Dateiformat abzulösen.

3D-Modell als STL-Datei
Das geometrischen Informationen zum dreidimensionalen Objekte werden in der STL-Datei gespeichert (Bild © math.harvard.edu).

Die .STL-Datei gehört seit 1989 zum Standard einer jeden CAD-Modellierung und dient als Basis für die generative Fertigung und das Rapid Prototyping. Dabei werden in der STL-Datei die geometrischen Informationen dreidimensionaler Objekte gespeichert und an den 3D-Drucker gesendet. Dieser baut dann, auf Basis der in der STL-Datei enthaltenen XYZ-Koordinaten, das 3D-Objekt schichtweise auf. Das funktioniert seit über einem viertel Jahrhundert. So weit so gut.

Im Zuge der laufenden, rasanten Entwicklung des 3D-Drucks der vergangen Jahre reicht die STL-Schnittstelle den Anforderungen der Industrie und den wachsenden Bedürfnissen privater Anwender nicht mehr aus. Multi-Color-3D-Druck (mehrfarbiger 3D-Druck), Oberflächenstrukturen und viele weitere Möglichkeiten zur generativen Fertigung von Objekten bieten 3D-Drucker bereits heute. Doch eine Möglichkeit zur Speicherung dieser Informationen in die STL-Datei bietet das Format nicht. Die Schnittstelle also bremst die Möglichkeiten von 3D-Software und Hardware.

Dieser Schwachstelle in den sich immer weiter entwickelnden 3D-Druck haben sich führende Unternehmen und Global Player wie Hewlett Packard und Microsoft angenommen. Auf der 3D Print Week in New York diskutierten Vertreter der Unternehmen die Möglichkeiten und Chancen für ein neues Dateiformat zur CAD-Modellierung und Übermittlung der Daten an die 3D-Drucker.

The file format must support information interchange throughout the entire 3D printing process, from CAD application to printer.„, sagt Gavin Gear, Senior Program Manager von Microsoft. „It should align CAD software, 3D printing hardware and software on a more information-rich file format, specifically designed to support the needs of modern 3D printing.

Bereits nächste Woche möchte Microsoft, HP und alle beteiligten Unternehmen des Konsortiums weitere Informationen über das neue Dateiformat bekannt geben. Fakt ist, dass die Software- und Technologieunternehmen zur richtigen Zeit reagieren. Der Bedarf an einer Weiterentwicklung des STL-Formats (oder Neuentwicklung eines gänzlich neuen Formats) ist da. Die Kommunikation zwischen Software und Hardware – und damit zwischen dem CAD-Modellierer (Designer) und der produzierenden Gerät (3D-Drucker) – muss sich sowohl an die neuen, technologischen Möglichkeiten der Geräte anpassen als auch an die wachsenden Anforderungen und Bedürfnisse der Anwender.

Mit Unterstützung weltweit führender Unternehmen wie Microsoft und HP könnte dies gelingen, da beide Unternehmen sich bereits seit geraumer Zeit für die Weiterentwicklung des 3D-Drucks einsetzen und über die personellen, finanziellen und fachlichen Möglichkeiten verfügen. Wir dürfen gespannt sein was uns das Konsortium nächste Woche präsentieren wird. Im Newsletter von 3D-grenzenlos erfahrt Ihr mehr.

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