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Amsterdamer Drogenhändler nutzten mit 3D-Druckern selbst gebaute Nintendo-Spielkassetten um Drogen zu schmuggeln

Als 1983 der Grundstein für den 3D-Druck gelegt wurde, haben Erfinder wie Charles W. Hull sicher nicht gedacht, dass ihre Entwicklung auch für derart negative Dinge wie den Drogenhandel missbraucht wird (der Liberator sollte ihm schon vorher das Gegenteil beweisen). Vier Amsterdamer Drogenhändler wurden von der niederländischen Polizei jetzt wegen des Verdachts auf Drogenhandel festgenommen. Bei der Verhaftung wurden Computer, eine Schusswaffe, Autos, Drogen und anderen Gegenstände sichergestellt. Die Straftäter verfügten über ein Set von drei 3D-Druckern, mit denen sie gefälschte Spielkassetten von Nintendo sowie Tintenpatronen druckten, die sie letztlich mit MDMA, Kokain und anderen Drogen füllten.

Nintendo-Kassette aus dem 3D-Drucker
Die Nintendo-Kassetten wurden in großer Stückzahl von den Drogenbande in einem Labor mit insgesamt drei 3D-Drucker hergestellt und mit Kokain sowie anderen Drogen gefüllt (Bild © Screenshot: 3D-grenzenlos Magazin; Videoquelle: Yoputube/Thomas Fox-Brewster)

Die aus Werkendam und Amsterdam stammenden Personen, eine Frau und drei Männer, versendeten die 3D-gedruckten und mit Drogen befüllten Spielkassetten an entlegene Orte wie Singapur und Australien, berichtet „Forbes“. Sie gingen wohl davon aus, dass die Pakete den Zollbeamten nicht auffallen würden. Computerspiele sind schließlich weltweit beliebt und für Zollbeamte nicht wirklich etwas Besonderes – schon gar keine Raritäten wie alte Nintendo-Spielekassetten für dich sich nicht einmal die Beamten für Angelegenheiten von Raubkopien interessieren dürften.

Trotzdem flog die kriminelle Bande auf. Die Polizeiaktion lief einige Wochen lang im Geheimen, um Käufernamen und weitere Informationen zu erfahren. Zum Glück sind solche missbräuchlichen Verwendungen des 3D-Drucks Einzelfälle. Es wird wohl keinen Aufschrei geben wie „verbannt alle 3D-Drucker“, denn die 3D-Drucktechnologie wird deutlich öfter für gute Sachen genutzt. So plant zum Beispiel Singapur für jede Grundschule einen 3D-Drucker einzuführen, damit sich die nächste Generation bereits früh mit der wichtigen Technologie vertraut macht. Auch in Kriegsgebieten wie Gaza zeigt sich, dass der 3D-Druck enorm hilfreich ist. Wer die ganze Liste von guten Dingen die sich mit 3D-Druckern anstellen lassen sehen möchte, schaut sich einmal auf unserer Themenseite zum Hashtag #3DprintWithLove um.

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