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Evonik präsentiert erstes für 3D-Drucker geeignetes flexibles PEBA-Pulver

Logo EvonikDie Liste der vorhandenen und bereits verwendeten 3D-Druckmaterialien ist lang. Dennoch kommen regelmäßig neue für die Verarbeitung mit einem 3D-Drucker geeigneten Materialien hinzu. Vor Kurzem hat Evonik, ein namhfates deutsches Chemieunternehmen, ein neues PEBA-Polymerpulver für die additive Fertigung entwickelt.

Das PEBA-Pulver zeichnet sich besonders durch seine Festigkeit und Elastizität aus und ist mit HSS-, SLS- und Binder-Jetting-Verfahren kompatibel. Für das Polyamid 12-Pulver startete Evonik eine neue Anlage in Marl. Zudem wurde neulich auch in eine Zusammenarbeit mit HP intensiviert.

Thermoplastisches Elastomer mit hoher Festigkeit und Beständigkeit

Das neue PEBA-Polymerpulver ist mit einer Reihe pulverbasierter 3D-Druckverfahren wie Hochgeschwindigkeits-Sintern (HSS), selektives Lasersintern (SLS) und Binder-Jetting kompatibel. Es besteht aus einem thermoplastischen Elastomer namens Polyetherblockamid (PEBA) und überzeugt mit guter Haltbarkeit, Festigkeit und Beständigkeit.

Evonik PA12-Polymer
Evonik zählt mit seinem PA12-Polymer zu den Marktführern bei den 3D-druckmaterialien für den industriellen 3D-Druck (Bild © Evonik),

Laut dem Pressebericht und Produktvorstellung von Evonik zeigen die mit dem neuen Pulver gedruckten Teile „ausgezeichnete“ Chemikalienbeständigkeit, Flexibilität und Haltbarkeit von -40°C bis 90°C. Des Weiteren eignet sich das neue Pulver zur Produktion von Serienbauteilen und Prototypen aus funktionalem Kunststoff. Evonik arbeitete bei der Entwicklung seines PEBA-Pulvers eng zusammen mit dem deutschen 3D-Druckerhersteller EOS, um den Kunststoff für seine SLS-Systeme zu optimieren. Derzeit wird das PEBA-Pulver durch EOS unter dem Produktnamen PrimePart ST vermarktet und bereits von zahlreichen Kunden genutzt.

Erweiterte Möglichkeiten der additiven Fertigung

Flexible Polymermaterialien spielen eine wichtige Rolle in der additiven Fertigung, da viele vorhandene Möglichkeiten erheblich erweitert werden. Die Materialvielfalt ermöglicht die Entwicklung von anspruchsvolleren Anwendungen und 3D-Konzepten. Obwohl das PEBA-Pulver mit den meisten 3D-Druckverfahren kompatibel ist, fehlt jedoch eine pulverbasierte 3D-Drucktechnologie – Multi Jet Fusion (MJF) von HP. Der Grund dafür ist, dass für HPs 3D-Druckplattform derzeit nur ein Material zugelassen ist – PA12. Da Evonik und HP eine intensive Partnerschaft haben, wird das neue Pulver möglicherweise noch in die Qualifikationsphase aufgenommen.

Das PEBA-Pulver ist im wachsenden Portfolio der synthetischen 3D-Druckmaterialien von Evonik die neueste Ergänzung. Evonik ist besonders für sein Polyamid-12-Pulver bekannt und stellt die Pulvermaterialien in seinem Chemiepark Marl her. An der kommenden FAKUMA in Friedrichshafen wird Evonik sein Programm vom 16. bis 20. Oktober präsentieren. Um bis dahin informiert zu bleiben und keine interessanten Berichte zu verpassen, können Sie unseren kostenlosen Newsletter abonnieren.

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