3D-Druckverfahren:

Hybrid Direct Laser Sintering (HDLS) 3D-Druck-Verfahren

Das HDLS-3D-Druck-Verfahren von Haute Fabrication kombiniert Lasersintern und Automatisierung, um Massenproduktionen von hoher Qualität zu ermöglichen. Mit fortschrittlicher Technologie und KI-Integration bietet HDLS revolutionäre Möglichkeiten in der additiven Fertigungslandschaft.

Einführung in das HDLS-Verfahren

Mit dem Hybrid Direct Laser Sintering (HDLS) strebt das US-amerikanische Unternehmen Haute Fabrication eine Kombination aus Lasersintern und Automatisierung an, die eine Massenproduktion ermöglichen sollen. Dafür arbeitete man jahrelang an der notwendigen Technologie und den dazugehörigen Gerätschaften. Haute Fabrication übernahm die Auftragsfertigung und nutzt dafür unter anderem bisher vier verschiedene 3D-Drucker-Modelle, die mit dem selbst entwickelten HDSL-Verfahren arbeiten.

Funktionsweise des HDLS-Verfahrens

Das HDLS-3D-Druck-Verfahren funktioniert folgendermaßen: Es wird feines Metallpulver durch mehrere 100 Watt starke Laser geschmolzen. Danach beginnt das System damit, die Teile inklusive der notwendigen Stützstrukturen aufzubauen. Dazu ist es möglich, das standardmäßig genutzte Lasersinterverfahren mit der Automatisierungstechnik zu kombinieren.

Technologische Besonderheiten und Systemvarianten

Mit Hilfe des HDLS 3D-Druck-Verfahrens ist es möglich, Spezialformen für das Spritzgießen sowie Anwendungsteile in größeren Massen herzustellen. Der Fertigungsservice basiert auf einer selbstlernenden Metall-Lasersintertechnologie. Bisher gibt es vier HDLS-Systeme. Gesteuert werden sie von Robotersystemen, einem cloud-basierten Kontrollsystem und einer lernfähigen Künstlichen Intelligenz. Zu den vier 3D-Druck-Systemen gehören der HDLS 250 Minotaur, der HDLS 500 Tiamut, der HDLS 1000 Kraken und der HDLS 5000 Karathen.

Haute Fabrication Kraken
Der HDLS 1000 Kraken hat 9-25 Laser und ein Bauvolumen von 2500 x 2500 x 2500 mm (Bild © Haute Fabrication).

Überwachung und Qualitätskontrolle

3D-Drucker, Robotik und Automatisierungssteuerungssysteme sind im cloud-basierten Kontrollsystem integriert. Dazu gibt es aktive Rückkopplungsschleifen, die gemeinsam mit erlernten Reaktionen aus früheren Objekten ebenfalls angewendet werden. Gleichzeitig hat Haute Fabrication ein thermisches, visuelles Ultraschallbildgebungssystem entwickelt, welches den Herstellungsprozess fortlaufend analysiert und Fehler sowie Anomalien aufzeichnet.

Training und Kundeninteraktion

Die in der HDLS-Technologie integrierten Robotersysteme werden durch Virtual Reality trainiert. Gleichzeitig werden Produktionsprozesse für einzelne Kundenprojekte synchronisiert. Dies ermöglicht eine bessere Zusammenarbeit mit dem Kunden. In direkter Handarbeit sind Modifikationen möglich. Durch die Lernreaktion ist es möglich, sowohl die Produktivität als auch die Teilequalität kontinuierlich zu verbessern. Zu Beginn hat man Pulver wie beispielsweise Edelstahl 316 und Kupfernickel verarbeitet, die dann von Zeit zu Zeit durch neue Metallpulver ergänzt werden.

Anwendungsbereiche und Industrien

Genutzt wird das HDLS-Verfahren unter anderem für die Luft- und Raumfahrtindustrie, weitere Branchen werden sicher hinzukommen. Das Hauptgeschäft der Haute Fabrication liegt zudem in der Fertigung von Low-Tech-Industriekomponenten für verschiedene Unternehmen sowie von Raketentriebwerken.

Vergleich mit anderen Verfahren

Im Vergleich zu anderen 3D-Druck-Verfahren bietet das HDLS-Verfahren den Vorteil einer schnelleren Produktion und höheren Präzision. Es ermöglicht außerdem eine höhere Vielseitigkeit in Bezug auf die verwendeten Materialien.

Vor- und Nachteile des HDLS-Verfahrens

Vorteile Nachteile
Schnellere Produktion im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren Hohe Anfangsinvestitionen
Höhere Präzision Erfordert spezialisierte Schulungen und Kenntnisse
Vielseitige Materialauswahl Einige Materialien können teurer sein

Ausblick

In der Zukunft könnten noch fortschrittlichere 3D-Druck-Technologien entwickelt werden, die das HDLS-Verfahren überflüssig machen könnten. Mit der Entwicklung neuer Materialien und der Verbesserung der KI-gesteuerten Automatisierungstechnik wird die 3D-Druck-Branche weiterhin rasche Fortschritte machen.

Links für weiterführende Informationen

  1. Offizielle Website von Haute Fabrication