Die Molton Metal Deposition ist eine innovative 3D-Drucktechnologie, entwickelt von ValCUN, die eine schnellere und kosteneffizientere Alternative zu herkömmlichen Methoden darstellt.
Inhalt:
Grundlagen und Entwicklung
Die Molton Metal Deposition wurde vom belgischen Unternehmen ValCUN entwickelt. Als Ausgangsmaterial wird Aluminiumdraht verwendet, der geschmolzen wird. Das vorgewärmte geschmolzene Metall wird auf ein Werkstück extrudiert, welches durch elektrischen Strom erhitzt wird. So entsteht ein Plasmastrahl. Dieser Plasmastrahl wiederum erwärmt die Oberfläche, auf der das geschmolzene Material aufgebracht wird, genau an der passenden Stelle. Die neue Schicht wird dann mit der bereits vorhandenen verschmolzen.
Technologische Vorteile des MMD
Durch das vorgewärmte und lokalisierte Plasmaschweißen ist eine hohe Abscheidungsgeschwindigkeit erreichbar. Die Maschine selbst wird relativ kostengünstig arbeiten. Bei dem von ValCUN entwickelten Molton Metal Deposition (MMD) Verfahren wird das Metall im ersten Schritt geschmolzen, dann wird das Werkstück mit Hilfe von Plasma erhitzt und das Material abgeschieden. Für den gesamten Prozess muss also weniger Wärme und Energie aufgewendet werden.
Erfinder und Intention
Erfunden wurde die Technologie von Jonas Galle, dem Gründer von ValCUN. Mit der Metallschmelze, also der Molton Metal Deposition, wolle man den Nachteilen des Pulverbettschmelzverfahrens entgegenwirken, da sie zu langsam und zu teuer sind. Mit der MMD könne sogar Granulat verwendet werden. Die Maschine ist ebenfalls kostengünstiger, da sie keinen Laser hat. Die Auflösung liegt derzeit bei 0,4 mm. Neben Aluminium soll die Technologie später auch Kupfer verarbeiten können.
Qualität und Anwendungsbereiche
Die mit MMD gefertigten Teile werden weniger belastet, die Gefahr einer Ausdehnung oder Rissbildung ist ebenfalls geringer. Mit dem MMD-Verfahren soll die „Serienproduktion von Mainstream-Teilen“ möglich werden. Das maximale Bauvolumen des 3D-Druckers, der mit der MMD-Technologie arbeitet, liegt bei 800 x 500 x 400 mm.
Vergleich mit anderen Verfahren
Das MMD-Verfahren bietet im Vergleich zu anderen 3D-Druck-Verfahren, insbesondere dem Pulverbettschmelzverfahren, deutliche Vorteile in Bezug auf Geschwindigkeit und Kosten. Die fehlende Laserkomponente und die Möglichkeit, verschiedene Materialien zu verwenden, setzen MMD an die Spitze innovativer 3D-Druck-Technologien.
Vor- und Nachteile des MMD-Verfahrens
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| Hohe Abscheidungsgeschwindigkeit | Aktuell begrenzte Materialauswahl |
| Kostengünstig | Relativ grobe Auflösung (0,4 mm) |
| Keine Notwendigkeit für einen Laser | Notwendige Nachbearbeitung |
| Geringe Wärme- und Energieaufwendung |
Ausblick
Die Molton Metal Deposition steht noch am Anfang ihrer Entwicklung. Es ist zu erwarten, dass in den kommenden Jahren weitere Materialien und optimierte Prozessparameter hinzukommen werden. Es gibt bereits Anzeichen dafür, dass neuere Verfahren entwickelt werden, die auf der MMD-Technologie aufbauen und diese weiter verbessern könnten.