
Operationsvorbereitung mit 3D-Modell

Der Fall der 37-jährigen Patientin Amineh Hassan Issa war für die Ärzte nicht einfach. Sie hatte bereits eine Schwäche der linken Hand entwickelt, was auf größere Probleme in der Halswirbelsäule deutet. Die Untersuchung ergab, dass sie unter einer zervikalen Radikulopathie litt, weil eine gerissene Bandscheibe die Nerven in ihrem Nacken komprimierte, was zu Entzündungen führte.
Mit dem 3D-Modell konnten sich die Ärzte ein genaues Bild von der zu behandelnden Stelle machen. Die CT- und MRT-Scandaten der Patientin wurden an das 3D-Drucklabor 3D Creations in Abu Dhabi gesendet, damit ein patientenspezifisches anatomisches Modell druckten. Das 3D-Modell zeigte den Ist-Zustand des Halses. Die Ärzte konnten so sehen, wo sie den Cage platzieren mussten und in welcher Größe dieser und die Schrauben sein mussten, erklärte Dr. Tinku Jose Kurisinkal, beratender Neurochirurg am RAK-Krankenhaus.
Große Vorteile durch genaue Vorbereitung
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Durch die bessere Planung können Ärzte die Operationszeit, den Blutverlust und die Strahlenbelastung der Patientin und des Operationsteams reduzieren. Diese Art der Vorbereitung erwies sich auch schon in der Ausbildung von Medizinern und Chirurgen als äußerst nützlich, um die komplexe Pathologie der Wirbelsäule kennenzulernen.
Nach vier Tagen konnte die Patientin das Krankenhaus wieder verlassen. Dr. Raza Siddiqui, Executive Director des RAK Hospital, zeigt sich über diese Behandlungsmethode und die neuen Technologien hocherfreut. Das 3D-gedruckte Modell sei vielversprechend und soll auch in anderen Operationen zum Einsatz kommen.






