
Jahrelanger Leidensweg
Seit mehr als fünf Jahren lebte die junge Bibhabari Samal mit der seltenen autoinflammatorischen Störung (Cherubismus). Ihr Sehvermögen wurde immer mehr durch eine Schwellung im Gesicht beeinträchtigt. 2017 gingen die Eltern noch von einer Entzündung aus. Eines Tages kam ihr Auge heraus, als sie sich morgens das Gesicht wusch. Die besorgten Eltern brachten ihr Kind sofort zum Arzt. Mit CT-Untersuchungen, Tests und einer Operation wurde das Auge zwar wieder in die richtige Position gebracht, eine Lösung für den Cherubismus wurde aber nicht gefunden.
3D-Struktur zum besseren Verständnis

Die Eltern wandten sich an die Ärzte des All India Institute of Medical Sciences (AIIMS). Ärzte aus unterschiedlichen Disziplinen nahmen sich des Falles an. Ein Neurochirurg, ein Kieferchirurg und ein Augenchirurg führten eine Operation durch. Sie stellten mit der 3D-Drucktechnologie eine dreidimensionale Struktur ihres Gesichts her. Diese zeigte, dass das Knochenwachstum bis auf die Nerven des Augapfels auf der linken Seite und in den Bahnen auf beiden Seiten vorgedrungen war.
Heute besucht das Mädchen eine normale Schule in Indien und wird regelmäßig nachuntersucht. Die Operation war die erste dieser Art. Es zeigt sich, dass der 3D-Druck weltweit auch in der Medizin eine große Hilfe ist. Operationen lassen sich besser planen und durchführen. Oft greifen die Ärzte auf 3D-Druck zurück, wenn die Behandlung schwierig wird. Wie auch im Fall des kleinen Yaidailis, bei dem es Ärzten mit einem 3D-Druckmodell gelang, sich optimal auf die Entfernung eines Nierentumors bei einem Fünfjährigen vorzubereiten.







