Die junge Frau Bibhabari Samal leidet an der seltenen Knochenerkrankung Cherubismus. Damit das nahezu erblindete Mädchen wieder sehen kann, griffen die Ärzte auch auf die 3D-Drucktechnologie zurück. Die Behandlung verlief erfolgreich, wie die Ärzte jetzt vermeldeten.

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AAIMS LogoÄrzte des All India Institute of Medical Sciences (AIIMS) nahmen den 3D-Druck zu Hilfe, um ein 13-jähriges Mädchen mit Cherubismus behandeln zu können. Die Ärzte konnten so das Wachstum des Gesichtsknochens mithilfe einer 3D-Struktur besser verstehen, wie das Onlinemagazin manufactur3dmag berichtet. Durch eine Operation gelang es ihnen, die Sehkraft der Jugendlichen wiederherzustellen.

Jahrelanger Leidensweg

Seit mehr als fünf Jahren lebte die junge Bibhabari Samal mit der seltenen autoinflammatorischen Störung (Cherubismus). Ihr Sehvermögen wurde immer mehr durch eine Schwellung im Gesicht beeinträchtigt. 2017 gingen die Eltern noch von einer Entzündung aus. Eines Tages kam ihr Auge heraus, als sie sich morgens das Gesicht wusch. Die besorgten Eltern brachten ihr Kind sofort zum Arzt. Mit CT-Untersuchungen, Tests und einer Operation wurde das Auge zwar wieder in die richtige Position gebracht, eine Lösung für den Cherubismus wurde aber nicht gefunden.

3D-Struktur zum besseren Verständnis

Bibhabari Samal vorher und nachher
Bibhabari Samal vor der Behandlung und danach (Bild © Orissa Post).

Die Eltern wandten sich an die Ärzte des All India Institute of Medical Sciences (AIIMS). Ärzte aus unterschiedlichen Disziplinen nahmen sich des Falles an. Ein Neurochirurg, ein Kieferchirurg und ein Augenchirurg führten eine Operation durch. Sie stellten mit der 3D-Drucktechnologie eine dreidimensionale Struktur ihres Gesichts her. Diese zeigte, dass das Knochenwachstum bis auf die Nerven des Augapfels auf der linken Seite und in den Bahnen auf beiden Seiten vorgedrungen war.

Heute besucht das Mädchen eine normale Schule in Indien und wird regelmäßig nachuntersucht. Die Operation war die erste dieser Art. Es zeigt sich, dass der 3D-Druck weltweit auch in der Medizin eine große Hilfe ist. Operationen lassen sich besser planen und durchführen. Oft greifen die Ärzte auf 3D-Druck zurück, wenn die Behandlung schwierig wird. Wie auch im Fall des kleinen Yaidailis, bei dem es Ärzten mit einem 3D-Druckmodell gelang, sich optimal auf die Entfernung eines Nierentumors bei einem Fünfjährigen vorzubereiten.

Bibhabari Samal und ihr Vater
Bibhabari Samal und ihr Vater (Bild © New Indian Express).

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