
Bauprozess und Vorteile des 3D-Drucks
Justin Kinsella, Geschäftsführer und Mitbegründer von HTL, erläuterte den Prozess:
„Es ist, als würde man eine Betonblockwand bauen, aber die Maschine trägt Schichten von 50 mm auf, anstatt dies manuell zu tun. Als Architekten und Ingenieure entwerfen wir das Gebäude digital, und das Modell führt den Drucker, der das Material Schicht für Schicht extrudiert.“

Diese Technologie beschleunigt den Bau, reduziert den Arbeitsaufwand und ermöglicht die Fertigstellung der Häuser dreimal schneller als bei herkömmlichen Methoden. Die Fertigstellung wird bis Oktober erwartet.
Aktuell benötigt der Drucker etwa 18 Minuten, um eine 50 mm Schicht Beton um den dreiteiligen Block zu legen. In der kommenden Woche wird erwartet, dass diese Zeit auf 12 Minuten verkürzt werden kann.
Kinsella weiter:
„Die Arbeitskräfte werden um etwa ein Drittel reduziert, und die Baugeschwindigkeit verdreifacht sich im Vergleich zu manuellen Methoden. Der eigentliche Kostenvorteil liegt in der Geschwindigkeit der Lieferung. Die Kosten können deutlich sinken, wenn die Bauzeit um 25-30 % reduziert wird.“
Das Verfahren ist kostenmäßig vergleichbar mit traditionellen Bauweisen, bietet aber erhebliche Zeitersparnisse.
Schulungsinitiativen und zukünftige Perspektiven
Die Schulung für diese Technologie ist bereits im Gange. Das Louth Meath Education and Training Board (LMETB) hat seinen eigenen 3D-Betondrucker erworben und arbeitet mit HTL für Schulungen in deren Forschungs- und Entwicklungszentrum in Drogheda zusammen. Über 100 Personen haben das Programm bereits abgeschlossen. „Die Technologie ist nicht autonom; geschultes Personal ist unerlässlich. Die Maschinen benötigen menschliche Unterstützung, was die Rolle des LMETB entscheidend macht,“ erklärte Kinsella.
Nach Fertigstellung werden die dreizimmerigen Einheiten Wohnraum für drei Familien auf der Sozialwohnungsliste des Louth County Council bieten.
Joan Martin, CEO des Louth County Council, sagte:
„Louth strebt immer danach, an vorderster Front zu stehen, und hier sind wir wieder mit den ersten 3D-gedruckten Betonhäusern Irlands. Man versteht es erst richtig, wenn man es in Aktion sieht. Dies ist etwas völlig Neues.“
Auch andere Bezirksräte haben Interesse an diesem Projekt gezeigt und Vertreter geschickt, um den Prozess vor Ort zu beobachten.






