
Das Trachealsplint, das Emmanuellas Tochter Justice trägt, besteht aus einem bioabbaubaren Material, das sich auflöst, sobald ihre Atemwege gestärkt sind. Die pädiatrischen Kardiologen Dr. Kevin Maher und Dr. Steven Goudy, ein pädiatrischer Hals-Nasen-Ohren-Arzt, überprüften Justices Fall im Rahmen des erweiterten Zugangsprogramms der US-amerikanischen Arzneimittelbehörde (FDA).

Nach der Genehmigung durch die FDA und die Eltern wurde im Oktober 2020 das Gerät eingesetzt, das Justice freies Atmen ermöglicht. Trachealsplints werden individuell für Patienten mit lebensbedrohlichen Fällen von pädiatrischer Tracheomalazie entworfen, einer seltenen Krankheit, bei der die Atemwege aufgrund von Schwäche kollabieren.
Maher erklärt:
„Im Wesentlichen kann die Luftröhre bei Säuglingen manchmal schlaff sein und dadurch zusammenfallen, was zu Atemnot und Atemversagen führen kann. Viele dieser Kinder müssen monatelang bis jahrelang beatmet werden.“
Children’s Healthcare of Atlanta ist eines von wenigen Zentren in den USA, die 3D-Drucktechnologie zur Unterstützung von Patienten mit Beatmungsgeräten einsetzen. Das Georgia Institute of Technology ist der einzige Standort, der in der Lage ist, diese innovativen Trachealsplints maßgeschneidert zu drucken.
Insgesamt vier Patienten, einschließlich Justice, haben diese Atemwegshilfen von dem Team im Children’s Healthcare of Atlanta erhalten.
Maßgeschneiderte Trachealsplints für Kinder
Die individuelle Gestaltung und der Einsatz der Trachealsplints sind speziell auf die Bedürfnisse von Patienten mit schweren Atemwegserkrankungen ausgerichtet. Tracheomalazie führt dazu, dass die Atemwege bei Ein- und Ausatmung kollabieren, was besonders gefährlich für junge Patienten ist.
Die innovativen Geräte werden aus einem Material hergestellt, das mit der Zeit vom Körper absorbiert wird, wodurch die Notwendigkeit weiterer Operationen zur Entfernung entfällt. Durch den Einsatz der 3D-Drucktechnologie können diese Splints präzise nach den anatomischen Gegebenheiten des jeweiligen Patienten angefertigt werden.
Fortschritte in der 3D-Druck-Technologie im Gesundheitswesen
Der Einsatz der 3D-Drucktechnologie im Gesundheitswesen hat in den letzten Jahren zugenommen. Kinder, die aufgrund von Tracheomalazie auf Beatmungsgeräte angewiesen waren, können dank dieser Technologie eine bessere Lebensqualität und erhöhte Selbstständigkeit erlangen.
Die Fähigkeit, medizinische Geräte individuell anzupassen, eröffnet neue Möglichkeiten in der Behandlung schwerer Krankheiten. Die Zusammenarbeit zwischen dem Children’s Healthcare of Atlanta und dem Georgia Institute of Technology zeigt, wie interdisziplinäre Ansätze die medizinische Versorgung verbessern können.






