Mit dem Forschungsprojekt „Ad-Proc-Add II“ (Advanced Processing of Additively Manufactured Parts II) haben acht Forschungseinrichtungen aus Österreich, Deutschland und Belgien gemeinsam mit Industriepartnern einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung hybrider Prozessketten in der additiven Fertigung geleistet. Im Fokus stand die Optimierung sogenannter Additiv-Subtraktiv-Fertigungsketten (ASM), um additive und klassische Fertigungsmethoden effizienter zu kombinieren.

Das Projekt wurde vom Forschungskuratorium Maschinenbau e.V. (FKM), dem Mechatronik-Cluster von ecoplus sowie der KU Leuven koordiniert und von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG), dem deutschen Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) sowie der flämischen Innovationsagentur VLAIO kofinanziert. Die enge Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Industrie ermöglichte praxisnahe Forschung und technologische Durchbrüche.
Prozessoptimierung und neue Technologien im Fokus
- Ein zentrales Ziel war die Entwicklung neuer Strategien für hybride Fertigungsprozesse. Dazu gehören unter anderem:
- Neue Stützstrukturen, die den Materialeinsatz reduzieren und die Nachbearbeitung erleichtern,
- Hybridstrategien, die additive Verfahren wie das Pulverbettverfahren mit Laser (PBF-LB/M) und Directed Energy Deposition (DED) mit klassischer Zerspanung kombinieren,
- Integrierte numerische Simulationen, welche die Vorhersage von Bauteilqualität und Formstabilität verbessern,
- Eine intelligente Prozessdatenbank, die eine automatisierte und optimierte Werkzeugbahnplanung ermöglicht.
Diese Entwicklungen stärken die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen in der Maschinen-, Werkzeug- und Produktionsindustrie, die von effizienteren und kostengünstigeren Fertigungsmethoden profitieren können.
Zusammenarbeit über Landesgrenzen hinweg
Beteiligt waren Forschungspartner aus drei Ländern, darunter das Institut für Werkzeugmaschinen (IfW) der Universität Stuttgart, das Institut für Spanende Fertigung (ISF) der TU Dortmund, die GFE Schmalkalden, die TU Wien mit dem Institut für Fertigungstechnik und Photonische Technologien (IFT), FOTEC in Wiener Neustadt sowie die Thomas More Hochschule in Belgien.
Durch die Einbindung industrieller Partner konnte sichergestellt werden, dass die entwickelten Technologien den Anforderungen der Praxis entsprechen. Die Ergebnisse wurden auf internationalen Fachveranstaltungen wie EMO, METAV und Formnext vorgestellt.
Ausblick: Transfer in die industrielle Praxis
Die Forschungspartner planen bereits Folgeprojekte, um die entwickelten Lösungen in die industrielle Anwendung zu überführen. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit. Der ecoplus Mechatronik-Cluster wird weiterhin eine zentrale Rolle beim Technologietransfer und der Vernetzung von Industrie und Wissenschaft spielen.
Mit dem Projekt „NÖ Innovationsökosystem“, kofinanziert von der Europäischen Union, unterstützt der Cluster die Umsetzung innovativer Technologien und trägt zur Stärkung der Industrie in Niederösterreich bei.






