Testbericht:

Dremel 3D40 Idea Builder im Test – 3D-Drucker für den privaten und professionellen Einsatz

Wir haben den 3D-Drucker Dremel 3D40 Idea Builder getestet und waren vor allem von seiner Verarbeitung und den Druckergebnisse überzeugt. Im Testbericht erfahren Sie mehr über technische Eigenschaften, Ausstattung, Aufbau, Ersteinrichtung sowie Vor- und Nachteile des 3D-Druckers.

Der Dremel 3D40 Idea Builder ist für Einsteiger, aber auch für professionelle Maker gut geeignet. Er lässt sich anhand der beiliegenden Kurzanleitung schnell aufbauen. Auch das Einführen des Filaments gestaltet sich mit dem gegenüber dem Vorgängermodell weiterentwickelten Extruder recht einfach. Besonders erwähnenswert ist die halbautomatische Kalibrierung des Druckbettes, die mittels Sensoren erfolgt. Mit Kosten von etwa 1.000 Euro gehört der 3D-Drucker allerdings nicht zu den günstigsten Modellen mit diesen Leistungsmerkmalen auf dem Markt, überzeugt uns aber mit seiner guten Verarbeitung und Druckqualität. Er wird Ihnen sowohl im privaten Haushalt als auch im eigenen Unternehmen sicher über lange Zeit hinweg gute Dienste leisten. 4 von 5 Punkten.

Dremel 3D40 Idea Builder
3D-Drucker Dremel 3D40 Idea Builder (Bild © Dremel 3D).

Technische Details

  • Kompatibel mit: Windows (Windows 7 oder höher), Mac OS X (Mac OS X 10.8 oder höher)
  • Größe des Druckers: 39,8 x 51,5 x 40,7 cm (Länge x Breite x Höhe)
  • Gewicht: 20 kg (inklusive Verpackung)
  • Maximale Baugröße: 17,0 x 22,5 x 15,5 cm
  • Maximale Schichtauflösung: 100 Mikron
  • Schichtdicke: 0,1 mm
  • Bauplattform: Hartglas
  • Display: 3,5 Zoll-LCD-Farb-Touchscreen
  • Extruder: Einzeldruckkopf
  • Maximale Druckkopf-Temperatur: 230 Grad Celsius
  • Interner Speicher: 4 GB
  • Nivellierung: Wird unterstützt
  • Filament: Dremel 1,75 mm PLA (auf Pflanzenbasis hergestellt und recyclingfähig) in insgesamt 10 Farben erhältlich, von anderen Herstellern offiziell nicht nutzbar
  • Filament-Ende-Erkennung
  • Filament bei Raumtemperatur (16 bis 29 Grad Celsius) und trocken lagern
  • Datenübertragung: WLAN, LAN und USB
  • Software: Mit Autodesk und Spark kompatibel
  • Garantie: 1 Jahr Garantie auf Extruder,
    1 Jahr Garantie bei nichtgewerblicher Nutzung,
    60 Tage Garantie bei gewerblicher Nutzung

Offizielles Video

Lieferumfang

Zum Lieferumfang gehören neben dem 3D-Drucker Dremel 3D40 Idea Builder noch folgende Teile:

  • 1 Druckplatte
  • 1 Druckmatte
  • 2 Sonderdruckmatten
  • 1 USB-Kabel
  • 1 USB-Stick (maximal 8 GB Speicherkapazität) mit Autodesk Print Studio Software und integrierten Modellen (Software nur in englischer Sprache)
  • 1 Spule weißes Filament
  • 1 Spatel zum Entfernen fertig gedruckter Objekte
  • 1 Dorn zur Reinigung des Extruders
  • Kurzanleitung
  • Ausführliche Bedienungsanleitung

Wir vom 3D-Druck-Online-Magazin 3D-grenzenlos haben uns den Dremel 3D40 Idea Builder einmal etwas genauer angeschaut und einem umfangreichen Test unterzogen. Welche Vor- und Nachteile das Gerät mit sich bringt und welche Änderungen gegenüber dem Vorgängermodell Dremel Idea Builder bzw. Dremel 3D20 Idea Builder vorgenommen wurden, das und Einiges weitere mehr lesen Sie in diesem Beitrag.

Aufbau

Schon das Auspacken, Aufstellen und Einrichten gestaltet sich recht einfach. Gerade Anfänger sollten zuvor die beiliegende Kurzanleitung genau studieren, da die Komponenten des Druckers bereits entsprechend verpackt sind. Das erleichtert den Aufbau enorm. Spätestens dann, wenn der Drucker in Betrieb genommen wurde, werden Sie feststellen, warum er unbedingt auf einer standfesten Unterfläche aufgebaut werden sollte. Sind die Möbel etwas wacklig, kann es schnell zu Schwingungen bzw. Erschütterungen kommen. Des Weiteren empfehlen wir, den Drucker nicht unbedingt im Wohnzimmer aufzustellen, da er für manchen doch recht laut ist, wie einige Nutzer berichteten. Gerade bei größeren Drucken, die über mehrere Stunden dauern, kann dies durchaus störend wirken. Optimal ist es, den 3D-Drucker beispielsweise im Keller oder in einem separaten Arbeitszimmer aufzustellen, bei denen aber auch für eine gute Lüftung gesorgt ist, da das Material beim Druck durchaus riechen kann. Dies ist aber bei vielen 3D-Druckern der Fall.

Änderungen zum Dremel 3D20 Idea Builder

Im Gegensatz zum Vorgängermodell ist beim Dremel 3D40 Idea Builder nun eine halbautomatische Kalibrierung mittels der drei eingebauten Sensoren vorhanden. Somit gestaltet sich die Einrichtung des Druckers bzw. die Justierung der Bauplatte wesentlich einfacher. Die Filamentspule ist nun nicht mehr im Innenraum untergebracht, sondern außen. Sie wird mit einer Klappe verdeckt. Das ist sehr praktisch, denn bislang gestaltete sich der Filamentwechsel als schwierig, zumal auch die Druckplatte direkt neben der Filamentspule saß. Dies hat sich nun deutlich verbessert.

Datenübertragung

Die Datenübertragung ist sowohl mittels WLAN, LAN als auch USB-Stick bzw. USB-Anschluss möglich. Auf dem beiliegenden USB-Stick ist auch die für die Datenerstellung und -übermittlung notwendige Autodesk Print Studio Software abgespeichert. Selbstverständlich lassen sich mit dieser auch andere Dateiformate, so beispielsweise .stl und .obj, umwandeln.

Die Installation ist bei Windows 10 schnell abgeschlossen. Das System fand den dazu nötigen Treiber schnell. Schade ist allerdings, dass die Daten des von Microsoft entwickelten 3D-Builders nicht sofort an den Drucker übermittelt und das Objekt gefertigt werden kann. Hier wäre ein entsprechendes Update sinnvoll. So müssen die Daten erst von der Autodesk Print Studio Software in das entsprechende Dateiformat umgewandelt und von dort an den Drucker übertragen werden.

Erste Schritte

Nachdem der Drucker aufgebaut und an das Stromnetz angeschlossen wurde, muss das Filament in den Extruder eingefügt werden. Dazu ist am Extruder rechts ein kleiner Knopf bzw. eine kleine Lasche nach unten zu drücken und das Filament in die dafür vorgesehene Öffnung einzuführen.

Die Baufläche besteht aus Glas und ist nicht beheizbar. Damit sich die 3D-gedruckten Objekte besser lösen lassen, sollte eine der mitgelieferten Druckplatten aufgeklebt werden. Dabei ist darauf zu achten, dass keine Luftblasen entstehen, da diese das spätere Druckergebnis negativ beinflussen können. Die Kalibrierung des Extruders erfolgt mit den drei eingebauten Sensoren halbautomatisch, selbstverständlich sind aber auch weiterhin manuelle Änderungen möglich.

Menü

Insgesamt ist sowohl die Software als auch das Menü des Touchpads am 3D-Drucker selbst nahezu intuitiv zu bedienen. Alle notwendigen Schritte werden hier aufgezeigt. Auf dem zum Lieferumfang gehörenden USB-Stick findet sich nicht nur die Software, sondern auch einige bereits vorinstallierte 3D-Druck-Objekte, die sofort am Touchscreen des Gerätes ausgewählt und der Befehl zum Drucken gegeben werden kann.

Natürlich fällt die 3D-Druck-Software etwas umfangreicher aus. Hier ist es möglich, auf Vorlagen verschiedener Portale, beispielsweise Thingiverse oder MyMiniFactory zurückzugreifen, die dann auf die Autodesk Print Studio Software übertragen werden können. Jetzt besteht die Möglichkeit, die Fahrgeschwindigkeit und den Füllgrad festzulegen. Der 3D-Drucker berechnet dann den Fahrweg, die Druckgeschwindigkeit und die Druckdauer. Bei einer zu hohen Druckgeschwindigkeit könnte es auch dazu kommen, dass das Gerät vibriert. Hier ist es unter Umständen sinnvoll, die Geschwindigkeit etwas zu reduzieren.

Druckergebnisse

Wie wahrscheinlich viele weitere Nutzer auch haben wir uns zu Beginn dafür entschieden, die auf dem USB-Stick abgespeicherte Vase Hex drucken zu lassen. Schließlich kann man solch ein Teil immer mal gut gebrauchen, sei es nun zur Dekoration oder als kleines Geschenk.

Für das Aufwärmen des Extruders bzw. des Hot-ends benötigt der Dremel 3D40 Idea Builder einige Minuten. Mancher Nutzer berichtete, dass schon vor dem Druck etwas Filament aus der Drüse austrat. Bei uns war dies nicht der Fall. Geschieht dies doch einmal, so lässt sich das Filament mit einem Papiertuch beseitigen.

Für den 3D-Druck der Vase benötigte der Drucker knapp vier Stunden. Als Druckeinheit hatten wir dabei 100 Micron gewählt. Die Vase war insgesamt sehr glatt, die Kanten gut herausgearbeitet. Verformungen am Boden waren nicht zu bemerken.

Vor- und Nachteile des Dremel 3D40 Idea Builders

Gerade bei überhängenden Figuren müssen oft Stützstrukturen hergestellt werden. Diese lassen sich nicht immer einfach entfernen. Hier sollten Nutzer zu einer Feile, einem Messer oder einem anderen Werkzeug greifen und die Stützstrukturen entfernen. Auch von der Geräuschkulisse dürfte nicht jeder Nutzer begeistert sein, weshalb es durchaus sinnvoll ist, den Drucker im Keller oder zumindest im separaten Arbeitszimmer aufzustellen.

Aufgrund des fehlenden beheizbaren Druckbettes kann es gerade bei größeren Teilen zum Warping, also zu einem Verziehen, kommen. Leider gleicht dies die Druckmatte nicht immer aus. Bei Bauteilen, die größer als 10 Zentimeter sind, ist es deshalb unter Umständen sinnvoll, diese in mehreren Teilen zu fertigen.

Leider ist es beim Dremel 3D40 nicht vorgesehen, Fremdfilament zu nutzen. Deshalb muss dieses entweder umgespult oder eine zusätzliche Spulenhalterung genutzt werden, die dann offen bleibt.

Nicht nur für Einsteiger wäre eine ausführlichere Beschreibung der Software sehr sinnvoll. Manche Nutzer sehen auch beim Dremel Support noch deutlichen Verbesserungsbedarf. Vielleicht kann sich Dremel ja auch dazu entscheiden, bei einem späteren Nachfolgemodell eine beheizte Druckplatte einzubauen und den Drucker neben PLA auch für weitere Filamente nutzbar zu machen.

Besonders positiv fällt das einfache Handling des Druckers auf. Er lässt sich nahezu intuitiv bedienen. Mit der beiliegenden Kurzanleitung ist das Gerät sehr schnell aufgebaut und startbereit. Die Kalibrierung – also das Ausrichten der Druckplatte – erfolgt automatisch und relativ schnell. Nur das Druckbett sollte mit einer der mitgelieferten Druckplatten beklebt werden, bevor man mit dem ersten Druck beginnt. Sind die Druckplatten nicht mehr zu verwenden, sind im Handel neue erhältlich.

Die Datenübertragung von verschiedenen Plattformen zur Software Autodesk Print Studio erfolgt reibungslos.

Da der Drucker nur mit einem Extruder ausgestattet ist, ist bei mehrfarbigen Drucken ein zwischenzeitlicher Filamentwechsel notwendig, der aber relativ problemlos vonstatten geht. Der Drucker arbeitet dann genau an der Position weiter, merkt sich diese also. Wenn gewünscht, ist auch der gleichzeitige Druck mehrerer Objekte möglich. Hier muss natürlich auf die Größe der Bauplatte geachtet werden.

Fazit

Wer auf der Suche nach einem Einsteigermodell ist und beim Aufbau nicht allzu viel basteln möchte, der ist mit dem Dremel 3D40 Idea Builder aus dem Hause Bosch gut beraten. Der 3D-Drucker gehört zwar nicht unbedingt zu den günstigsten Exemplaren, bietet aber zahlreiche Möglichkeiten und lässt sich durchaus mit Profigeräten, die sonst in höheren Preisklassen angeboten werden, vergleichen. Für den privaten Hausgebrauch ist der Drucker unserer Meinung nach sehr gut geeignet.

Dremel 3D40 Idea Builder kaufen

Sale
Dremel 3D Drucker 3D40 (für PLA Filament, mit Touch Display, im Karton)
23 Bewertungen
Dremel 3D Drucker 3D40 (für PLA Filament, mit Touch Display, im Karton)
  • Unterstützes Filament: PLA - erhältlich in 11 verschiedenen Farben
  • Leichte Inbetriebnahme durch einfachen Aufbau in wenigen Schritten und nutzerfreundliches Farb-Touch-Displays
  • Bequemes Drucken über einen Computer oder USB-Stick für Rapid Prototyping, Unterricht, Modellbau und Zuhause
  • Sicherheits-, Lärm - und Staubschutz dank geschlossenem Arbeitsbereich mit Sichtfenster und Warnfunktion
  • Lieferumfang: Dremel 3D-Drucker 3D40 Idea Builder, 1x Filament-Spule weiß, USB-Kabel, USB-Stick, Netzkabel, Spatel zum Entfernen von fertigen Objekten, 2x Druckmatten, 2x Sonderdruckmatten, Dorn zur Reinigung des Druckkopfes, Anleitung

» Dremel 3D40 Idea Builder kaufen


Bewerte diesen Test und hilf uns besser zu werden:

0 0

Testbericht teilen:

News im Magazin:

Anzeige

3D-grenzenlos-Newsletter – Alle Infos kostenlos per Mail:

Teile den Link zu dieser Seite:

Klicken Sie einfach auf das Formularfeld und kopieren Sie sich den Link heraus.

Klicken Sie einfach auf das Formularfeld und kopieren Sie sich den Link heraus.

Klicken Sie einfach auf das Formularfeld und kopieren Sie sich den Link heraus.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.