Testbericht:

JGAURORA A5 – Ein 3D-Drucker der überrascht

Im vorliegenden Test haben wir uns den JGAURORA A5 3D-Drucker, der als „große Bruder“ vom JGAURORA A3 gilt, einmal näher angeschaut. Wie verhält sich der 3D-Drucker hinsichtlich seiner netten Features wie Print-Recovery, Filament-Sensor oder intuitivem Bedienfeld, das über ein Touch-Display verfügt? Neben der Beantwortung dieser speziellen Fragen haben wir uns im nachfolgenden JGAURORA A5 Test außerdem die wichtigsten Eigenschaften angeschaut, geben hilfreiche Tipps vom Aufbau bis zum ersten Druckversuch und sprechen über die Vor- und Nachteile des JGAURORA A5. Alle Schnellleser erhalten gleich zu Beginn eine kurze Zusammenfassung.

Vergleicht man den JGAURORA A5 Drucker mit anderen 3D-Druckern, die in der Preisklasse unter 500 Euro liegen, wird man feststellen können, dass der JGAURORA A5 besonders durch sein Design hervorsticht. Sein hübsches Aussehen kommt sowohl im Büro als auch im Wohnzimmer sehr gut an. Der Drucker bietet neben dem guten Preis-Leistungsverhältnis auch eine hochwertige Elektronik, die uns im Test positiv überrascht hat. Herausstechend bei dem JGAURORA A5 ist die Qualität der Materialien, die für das Gehäuse und den Rahmen verwendet wurden, aber auch seine Features wie Print-Recovery, Filament-Sensor oder Leveling-Assistent. Der maximal vormontierte 3D Drucker bietet einen sehr schnellen und einfachen Aufbau. Die Montage ist sogar für absolute Anfänger vollkommen geeignet. Innerhalb einer halben Stunde dürfte der Aufbau erledigt sein und der erst Druck kann starten. Auch das zur Montage benötigte Werkzeug ist in ausreichender Qualität im Lieferumfang enthalten. Der hochwertige JGAURORA A5 ist daher nicht nur für Einsteiger, sondern auch für erfahrene Nutzer bestens geeignet.

JGAURORA A5
Der JGAURORA A5 3D-Drucker.

Technische Daten

  • Marke: JGAURORA
  • Typ: CNC, komplette Maschine
  • Modell: A5
  • Gerätetyp: FDM
  • Kompatibel mit Windows 7, Windows 10, Windows XP
  • Software: Cura, JGcreat, Simplify3D, Slic3r
  • Dateiformate: BMP, G-Code, OBJ, JPG
  • Material Bauplattform: Aluminium, Diamantglas
  • Beheiztes Druckbett: Ja
  • Rahmen: Stahl
  • Extruder-Prinzip: Bowden Extruder
  • Anzahl Extruder: 1
  • Nozzle Durchmesser (Düsendurchmesser) : 0,4 mm
  • Filament Durchmesser: 1,75 mm
  • Schichthöhe (Layer): 0,1 mm – 0,3 mm
  • Speicherkarte Offline-Druck: SD-Karte
  • Druckgeschwindigkeit: 10 – 150 mm/sek
  • Druckgenauigkeit der X und der Y-Achse: 0,011 mm
  • Positionsgenauigkeit: der Z-Achse: 0,0025 mm
  • Düsentemperatur: 180 ~ 250 °C
  • Maximales Bauvolumen: 305 x 305 x 320 mm
  • Gesamtgröße des Druckers: 540 x 480 x 543 mm
  • Maximale Hotend Temperatur: 250 Grad Celsius
  • Maximale Druckbett Temperatur: 110 Grad Celsius
  • Zertifikat: CE, RoHS
  • Gewicht des Druckers: 13,8 kg
  • Verpackungsgewicht: 17 kg
  • Nutzbare Filamente: PLA, PETG, ABS, WoodFill, TPU
  • Energieverbrauch: Maximal 300 W
  • Spannung: 110 – 240 V
  • Filament anderer Hersteller ebenfalls nutzbar: Ja
  • USB-Anschluss und SD-Karte
  • Display: 2,8 HD LCD-Touchscreen
  • Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch, Chinesisch, Japanisch, Spanisch, Portugiesisch
  • Preis: ca. 323,36 Euro (GearBest, Stand: 24. Februar 2018), ca. 455,00 Euro (Amazon, Stand: 24. Februar 2018)
  • Herstellergarantie: 6 Monate

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  • Druckgröße: 302x302x320mm
  • Empfohlene Druckgeschwindigkeit: 30mm / s
  • Empfohlene Düsentemperatur: 180 Grad, beheiztes Bett: 70 Grad
  • Wir bieten unseren Kunden einen langfristigen technischen Support
  • Alle Produkte wurden von CE, FCC und RoHS Organisation zertifiziert.

Lieferumfang

Außer dem fast fertig montierten 3D-Drucker gehören zum Lieferumfang des JGAURORA A5 auch die folgenden Teile:

  • Ein USB Adapterkabel (Typ A – Typ B)
  • Stromkabel
  • Ersatzdüse
  • Spule Filament
  • Spulenhalter
  • Testfilament
  • Garantiekarte
  • 2 Innensechskantschlüssel
  • USB 3.0 Stick (mit einer Bedienungsanleitung, der Jgcreat Software und einem Aufbauvideo)
  • USB 2.0 Kabel

Inbetriebnahme

Wie die Inbetriebnahme des JGAURORA A5 erfolgen soll, wird in einer Aufbauanleitung erklärt, die auf dem USB-Stick abgespeichert ist. Die Bedienungsanleitung ist stark verbesserungswürdig. In einem auf dem USB-Stick abgespeicherten Video wird der Aufbau, aber auch die JGcreat Software ausführlich erklärt.

Bauanleitung

Der Zusammenbau des JGAURORA A5 funktioniert sehr einfach. Seit dem Auspacken vergingen kaum 30 Minuten vergangen, bis wir den ersten Druck starten konnten. Auch Anfänger werden den Zusammenbau dieses 3D Druckers problemlos hinbekommen. Das für die Montage benötigte Werkzeug ist im Lieferumfang enthalten. Es müssen lediglich die zwei großen Baugruppen zusammengesetzt und miteinander verbunden werden.

Dazu wird die vormontierte Plattform innerhalb kürzester Zeit von unten durch vier Schrauben mit dem Rahmen des Druckers verbunden. Der Filament-Halter wird mit 3 Schrauben am Rahmen befestigt. Anschließend müssen nur noch drei Kabel eingesteckt und das Stromkabel angeschlossen werden. Der JGAURORA A5 3D Drucker ist bei der Lieferung schon zu 90 % vormontiert, weshalb sein Aufbau sehr schnell und unkompliziert verläuft.

Kalibrierung

Wie bei jedem von uns getesteten Drucker muss auch das Druckbett des JGAURORA A5 zunächst kalibriert werden. Dies stellt einen sehr wichtigen Schritt der Inbetriebnahme dar, da das Ergebnis des 3D-Drucks in hohem Maß vom Kalibrieren abhängig ist.

In unserem Test konnte die Kalibrierung innerhalb weniger Minuten erfolgen und funktionierte sehr zuverlässig. Das moderne Touch-Display bietet 5 Optionen für die Ausrichtung des Extruders. Ein einfacher Touch auf den jeweiligen Punkt genügt und der Extruder fährt automatisch an die gewünschte Position. Dem 3D-Drucker liegt eine kleine Testkarte bei, mit dem der Abstand zwischen Extruder und Druckplatte getestet werden kann. Wurde die Druckplatt über die einfach zu bedienenden Schrauben unterhalb der Druckplatte so eingerichtet, dass der Teststreifen gerade noch zwischen Extruder und Druckplatt passt, ist das Leveling/ die Kalibrierung abgeschlossen. Im Gegensatz zu manch anderen 3D-Druckern ist die Kalibrierung beim JGAURORA A5 ein Kinderspiel und hat ausgezeichnet funktioniert.

Die strukturierte Oberfläche des Heizbetts hat sich auf dem Glas übrigens auch sehr gut geschlagen. Es war keine besondere Reinigung erforderlich, da die Haftung des gedruckten Objekts auf dem Druckbett auf Anhieb sehr gut funktioniert hat. Denn aufgrund des Druckbetts, die der Hersteller als Black Diamond Plattform bezeichnet, war die Haftung weder zu stark noch zu schwach.

Einführen des Filaments

Damit das Filament eingeführt werden kann, muss der Extruder des JGAURORA A5 aufgewärmt werden. Das Hotend muss daher auf mindestens 110 Grad Celsius aufgewärmt werden und erfolgt ebenfalls sehr bequem über das farbige Touch-Screen am Gerät. Wurde der Extruder ausreichend aufgewärmt (dauert weniger als eine Minute) kann der JGAURORA A5 über das Display angewiesen werden das Filament einzuziehen. Auch hier genügt wieder ein einfacher Touch auf das jeweilige Icon auf dem Display und der Extrudermotor startet mit dem Einführen des Filaments. Völlig automatisch. Und auch hier wieder ohne jegliche Probleme.

Der erste Druckversuch

Der erste Druckversuch kann schon nach der erfolgreichen Montage, der vorgenommenen Kalibrierung und nach dem Einführen des Filaments vorgenommen werden und war bei uns im Test nach nur 10 Minuten möglich. Hilfreich dafür war auch eine 3D-druckbare Datei, welche auf einem mitgelieferten USB-Stick bereits vorkonfiguriert zu finden ist.

Selbstverständlich können auch Projekte vom Computer oder der SD-Karte an den 3D-Drucker übertragen und so realisiert werden. Gerade für den ersten 3D-Druck ist es jedoch ratsam, auf ein Standardobjekt zurückzugreifen, um die Druckergebnisse besser vergleichen zu können. Letzteres ist auch dann vorteilhaft, wenn Sie bereits einen 3D-Drucker besitzen und mit diesem das gleiche Objekt realisiert haben.

Der JGAURORA A5 hat in unserem Test auch komplexere Vorlagen gut gemeistert. Wir müssen sogar unterstreichen, dass uns in unserem Test bei den Druck-Jobs nichts Negatives aufgefallen ist und die Druckergebnisse für einen 3D-Drucker dieser Preisklasse wirklich überraschten.

Vorteile des JGAURORA A5

Hochwertige Verarbeitung: Die guten Komponenten der Elektronik haben uns beim Test sehr positiv überrascht. Hierbei handelt es sich um Komponenten, die außerdem leicht erweitert werden können. Auch die Materialien, die für den Rahmen und für das Gehäuse verwendet wurden, sind qualitativ hochwertig. Außer der edlen Optik bietet der Drucker ein leichtes Entfernen der gedruckten Teile, was durch die Plattform aus Diamantglas ermöglicht wird.

Print-Recovery: Um dieses Feature zu testen, haben wir während des Betriebs einmal den Stecker aus der Steckdose gezogen. Sobald der Drucker wieder Strom bekam, wurde auf „Continue“ gedrückt und das Drucken der Datei erfolgreich fortgesetzt.

Filament-Sensor: Der am Extruder angebrachte Kontaktschalter vermeidet inkomplette 3D-Drucke aufgrund zu wenig Filament. Ein solcher Sensor erkennt, wenn kein Filament eingezogen wird oder wenn die Düse verstopft ist. Daher lässt er den Druck pausieren. Wenn der Sensor neues Filament im Drucker erkennt, so bietet er an, die Düse aufzuwärmen und das Filament zu laden. Der Sensor hat in unserem Test einwandfrei funktioniert.

Levelling-Assistent: Auch dieses Feature hat in unserem Test einwandfrei funktioniert. Der Levelling-Assistent kommt nicht nur Einsteigern, sondern auch routinierten Hasen sehr entgegen. Damit können sowohl die vier Ecken als auch die Mitte zielgerecht angefahren werden. Dadurch funktioniert das manuelle Leveln sehr rasch.

Nachteile des JGAURORA A5

Erschwerte Kalibrierung: Das wacklige Druckbett hat die Kalibrierung zum Teil gestört.

Lautstärke im Betrieb: Der JGAURORA A5 arbeitet während des Betriebs vergleichsweise laut. Er war dabei nicht störend und leiser als einige andere 3D-Drucker dieser Preisklasse, dennoch sei seine Lautstärke hier als konstruktiver Kritikpunkt erwähnt. Womöglich hat dies auch mit dem Blechgehäuse des Druckers zu tun, da er ein guter Resonanzkörper ist. Sein Geräuschpegel ist dem Niveau von Küchenmaschinen gleichzusetzen. Bastler können aus dem JGAURORA A5 jedoch einen leisen Zauberkasten bauen. Er bietet sehr gute Voraussetzungen, die Lüfter schnell zu tauschen. Darüber hinaus können auch die Steppertreiber problemlos ausgetauscht werden.

Veraltete Software: Die mitgelieferte Software JGcreat ist eine angepasste Version von Cura. Für Anfänger ist das eine tolle Sache. Die mitgelieferte Version ist jedoch relativ alt, weshalb man auf eine neue Version umsteigen sollte. Diese Software ist übrigens kostenlos und auch Open-Source, was dem Nutzer zahlreiche und kostenlose Möglichkeiten bietet, den JGAURORA A5 nachzurüsten.

Fazit

Wer auf der Suche nach einem 3D-Drucker ist, der nicht viel Zeit für den Aufbau abverlangt und gute bis sehr gute Druckergebnisse liefert, der sollte sich auf jeden Fall für den JGAURORA A5 entscheiden. Der  JGAURORA A5 hat in unserem Test sehr viele positive Eigenschaften gezeigt, die uns für seinen Anschaffungspreis von gerade einmal knapp über 250 Euro (Preisvergleich siehe unten) überrascht haben. Der 3D-Drucker ist sowohl für Anfänger als auch für erfahrene Nutzer bestens geeignet. Mit dem JGAURORA A5 erhalten Sie ein Gerät, das sein Geld wert ist. Ob im privaten Haushalt, im Unternehmen oder für Modellbauer – mit dem JGAURORA A5 ist der Anwender in Sachen Preis- und Leistungsverhältnis bestens bedient. 5 von 5 Sterne für den A5! Chapéu.

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Preise vom 23.10.2018. Ohne Gewähr. Preise können aufgrund von Änderungen beim Dollar-Wechselkurs und Preisänderungen der Händler abweichen.

Disclaimer: Es handelt sich bei diesem Artikel um Sponsored Content. Gearbest hat uns zum Testen kostenfrei den JGAURORA A5 zur Verfügung gestellt, aber zu keiner Zeit Vorgaben gemacht, was wir über den 3D-Drucker schreiben sollen. Gearbest hat somit keinen Einfluss auf den Inhalt dieses Testberichts genommen.


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2 Gedanken zu „JGAURORA A5 – Ein 3D-Drucker der überrascht“

  1. Das Kapitel Kalibrierung fehlt, da ist was schief gelaufen, falscher Text.
    Sie schreiben oftmals, das … hat uns überrascht, aber nicht warum.
    Der ganze Artikel riecht eher nach Werbung als nach einem echten Test, schade.
    Der aufgeführte Nachteil (erschwerte Kalibrierung wegen wackligem Druckbett) schreckt vom Kauf ab. Wie können da gute Druckergebnisse erzielt werden, wenn keine Kalibrierung möglich ist und das Druckbrett wacklig ist?

    1. Hallo,

      danke für den Hinweis. Das Kapitel „Kalibrierung“ haben wir ergänzt und war in der Tat nicht vorhanden, dafür das darüber liegende Artikel „Bauanleitung“ doppelt. Das passt jetzt.

      Wenn es im Speziellen um die Schreibweise geht werden wir den Artikel noch einmal überarbeiten. Getestet haben wir den JGAURORA A5. Er steht hier im Büro und leistet beinahe täglich seine Arbeit 😉 Dass es sich dabei (auch) um Werbung handelt, steht sogar im Disclaimer am Textende und soll auch nicht verschwiegen werden. Irgendwie zahlen ja auch wir Mieter, Personal, IT 🙂 Das hat aber mit dem Testergebnis nichts zu tun und entsteht völlig frei von Händlern und Herstellern.

      Wir nehmen das Feedback aber gerne auch und nehmen uns dem Text noch einmal an. Eine überarbeitete Version steht in Kürze zur Verfügung. Danke für die Mithilfe.

      Grüße,
      Marcel

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