Das australische 3D-Druck-Unternehmen AML3D Limited hat erfolgreich Kupfer-Nickel-Komponenten für das Virginia-Class-Atom-U-Boot-Programm der US-Marine hergestellt und geliefert. Das berichtet AML3D in einer Pressemitteilung (PDF, 245 Kb; öffnet in neuem Fenster). Diese Komponenten, sogenannte Heckstückprototypen, wurden der Mitteilung zu Folge in weniger als fünf Wochen gefertigt – eine deutliche Beschleunigung im Vergleich zu den durchschnittlichen 17 Monaten, die bei konventionellen Fertigungsmethoden erforderlich sind. Der Auftrag, im Wert von etwa 156.000 AUD (ca. 94.000 Euro), ist Teil der AUKUS-Partnerschaft zwischen Australien, den USA und Großbritannien.
3D-Druck-Technologie als Schlüssel für AUKUS-Lieferketten
Die von AML3D entwickelte Wire Additive Manufacturing (WAM®)-Technologie bietet entscheidende Vorteile für die Effizienz und Qualität der hergestellten Komponenten. Die gelieferten Bauteile werden zunächst umfangreichen Tests unterzogen, bevor sie im Jahr 2025 an Bord eines Virginia-Class-U-Boots installiert werden. Diese Zusammenarbeit ist Teil eines übergreifenden Ziels, die Lieferkette der AUKUS-Partnerschaft robuster und widerstandsfähiger zu gestalten.
Seit zwei Jahren arbeitet AML3D eng mit dem Maritime Industrial Base Program der US-Marine und der BlueForge Alliance zusammen, um Engpässe in der Versorgungskette zu beheben. Durch die Integration metallischer additiver Fertigungsmethoden wird die Materialbereitschaft für US-amerikanische U-Boote verbessert.
Bedeutender Beitrag zur AUKUS-Partnerschaft
Die Lieferung der Komponenten durch AML3D wird von hochrangigen Verantwortlichen anerkannt. Der australische Verteidigungsminister Richard Marles kommentierte:
„Die Produktion einer Komponente für ein Virginia-Class-U-Boot in Australien zeigt, dass AUKUS bereits Realität ist und demonstriert unser Engagement für den Ausbau der trilateralen industriellen Basis.“
Auch Admiral Jonathan Rucker, Leiter des Program Executive Office Attack Submarines, betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit mit AML3D, um die Fertigungsbasis der US-Marine zu stärken.
AML3D-CEO Sean Ebert hob die internationale Zusammenarbeit hervor, die für den Erfolg dieses Projekts ausschlaggebend war. Ebert erklärt:
„In den vergangenen zwei Jahren haben wir ein erfolgreiches Modell aufgebaut, das die Koordination zwischen Kontinenten, den Austausch von Informationen und den Einsatz unserer ARCEMY®-3D-Metalldruck-Technologie umfasst.“
AML3D wurde 2014 gegründet und hat sich als globaler Vorreiter in der Metall-3D-Druckbranche etabliert. Das Unternehmen bietet sowohl Fertigungsdienstleistungen als auch maßgeschneiderte 3D-Drucksysteme an, die mit Industrie 4.0-Technologien ausgestattet sind.
Die Zusammenarbeit zwischen AML3D und der US-Marine verdeutlicht das Potenzial des 3D-Drucks, die Effizienz und Zuverlässigkeit in kritischen Industrien wie der Verteidigung erheblich zu steigern. Teilen Sie Ihre Meinung zu diesem spannenden Thema in einem Kommentar oder abonnieren Sie unseren Newsletter, um auf dem Laufenden zu bleiben.






