Wie verhindere ich Warping?

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Antwort:

Der Materialverzug beim 3D-Druck, auch als Warping bekannt, ist eine nervige Sache für viele Anwender. Dabei krümmt sich ein Teil des gedruckten Objekts, wenn es zwischen den einzelnen gedruckten Materialschichten zu großen Temperaturunterschieden kommt. Es gibt zum Glück effektive Maßnahmen, mit denen der Warping-Effekt verhindert werden kann.

Temperaturregulierung und Raumtemperaturkontrolle

Heutzutage verfügen die meisten 3D-Drucker über ein Heizbett, mit dem die unteren Materialschichten während des gesamten Druckprozesses warmgehalten werden. Für ABS beispielsweise ist eine Heizbetttemperatur von 100 bis 120 Grad Celsius üblich, um erfolgreiche Druckergebnisse zu erzielen. Allein schon durch die Regulierung der Heizbetttemperatur wird das Warping wesentlich reduziert.

Zudem sollte verhindert werden, dass das 3D-gedruckte Modell plötzlich in Kontakt mit kalter Luft kommt. Deswegen sollten Türen und Fenster im jeweiligen Raum geschlossen gehalten werden, wobei aber trotzdem noch an eine gute Belüftung während und nach dem 3D-Druckprozess gedacht werden sollte.

Geschlossene Druckkammer verwenden und Lüfter ausschalten

Während ein Heizbett die unteren Materialschichten warmhält, sorgt ein beheiztes Gehäuse für die Temperaturregulierung der direkten Arbeitsumgebung. Dadurch werden auch die oberen Schichten des Druckobjektes warmgehalten, wodurch das Warping wesentlich eingeschränkt werden kann.

Wenn mit Hochtemperatur-Filamenten gedruckt wird, sollte der Lüfter möglichst ausgeschaltet oder zumindest seine Geschwindigkeit soweit wie möglich reduziert werden. Dadurch werden die Temperaturen beim Abkühlen reguliert und das Objekt bleibt besser an der Bauplatte haften. So sollten zumindest die ersten Schichten ohne den Einsatz eines Lüfters gedruckt werden, denn die ersten warmen Materialschichten erhöhen die Chancen für einen erfolgreichen Druck der nachkommenden Schichten.

Tipps um Warping zu vermeiden

  • Eine Bauplatte verwenden, welche die Haftung des Druckobjektes fördert. Insbesondere bei Hochtemperatur-Filamenten ist eine gute Haftung ein Muss, wobei eventuell auch mit Haarspray nachgeholfen werden kann.
  • Druckbettreinigung: Die Bauplatte muss immer sauber gehalten werden, denn Fett und Schmutz reduzieren die Haftung und begünstigen das Warping.
  • Slicer-Einstellungen anpassen: Die Reduzierung der Druckgeschwindigkeit sowie die Anpassung der Düsentemperatur sind oftmals einfache Lösungen zur Vermeidung oder Reduzierung von Druckproblemen wie Warping.
  • Z-Start-Koordinaten überprüfen.
  • Anwendung von sogenannten „Rafts“ und „Brims“, um die Basis des Werkstücks zu vergrößern, die Adhäsion am Druckbett zu optimieren und insgesamt die Stabilität des Druckobjektes zu erhöhen.

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In den Kommentaren haben Sie die Möglichkeit uns Ihre Tipps gegen den Warping-Effekt mizuteilen. Alle hilfreichen Tipps werden veröffentlicht. Wir freuen uns eure Erfahrungen und Unterstützung, anderen dabei zu helfen, das Warping-Problem zu lösen.

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