AMF (Dateiformat)

Was ist eine AMF-Datei? Die Abkürzung AMF steht für Additive Manufacturing File Format. Es wird hauptsächlich für den 3D-Druck respektive die additive Fertigung genutzt. Es handelt sich dabei um einen offenen, auf XML aufbauenden Standard, mit denen digitale 3D-Objekte beschrieben werden. Entwickelt wurde das AMF Dateiformat von der American Society for Testing und Materials (ASTM), die es 2013 veröffentlichte.

Was beinhaltet eine AMF-Datei? Das Format beinhaltet unter anderem Informationen zur Form und zur Zusammensetzung eines Objektes (beispielsweise Farbe, Gitternetzlinien, Material) und kann in der Regel ohne Datenverluste in ein STL-Dateiformat umgewandelt werden. Ein weiterer Vorteil des AMF Dateiformats liegt darin, dass es stark komprimierbar ist. Nach der Bereitstellung ging man davon aus, dass AMF irgendwann das Dateiformat STL ersetzen wird. Bitte verlinken.

AMF Dateien speichern auch die Konstellation mehrerer Objekte zueinander und die Metadaten, also Informationen zum Autor, zur Bezeichnung, zum Urheberrecht sowie spezielle Anweisungen für die zu fertigenden Objekte. Schon in den 1980er Jahren etablierte sich STL als Industriestandard zur Datenspeicherung und -übertragung. Für den 3D-Druck wurden allerdings leistungsfähigere Formate benötig, um alle Objektinformationen zu speichern und weiterzuleiten. Das führte zu einer größeren Beliebtheit des AMF Formats.

Konzipiert wurde AMF ähnlich wie PDF (Portable Document Format), anstelle von Dokumenten speichert es aber 3D-Objektinformationen. Es wurde mit der Maßgabe entworfen, sowohl einfach, skalierbar als auch zukunftsfähig zu sein. Auch ältere Dateien sollten damit aufrufbar und ohne Datenverlust übertragbar sein. Zur Beschreibung von Flächen nutzt das Format Dreiecksnetze. Dabei ist es vollkommen egal, ob es sich um gekrümmte oder unebene Kanten auf den jeweiligen 3D-Flächen handelt. Mit den sogenannten RGBA-Werten (Rot-, Grün-, Blau- sowie Alphakanäle) werden Informationen zu den Farben gespeichert.

Mit 3D-CAD-Programmen wie SOLIDWORKS und Autosdesk von Dassault Systemes lassen sich 3D-Objektinformationen in das AMF-Dateiformat transferieren. Zu den Programmen, die AMF-Dateien öffnen können, gehören unter anderem Autodesk Meshmixer, Nullsoft Winamp, Schism Tracker und MikMod.

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