Forscher der Universität Rostock haben ein neues Metall-3D-Druck-Verfahren sowie einen neuen 3D-Drucker entwickelt. Um diese zu vermarkten, gründeten sie nun das Startup „AIM3D“.

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Der Metall-3D-Druck ist ein sehr aufwändiges und teures Verfahren. Damit der ganze Prozess günstiger wird und ihn auch kleinere Firmen nutzen können, haben nun auch Forscher der Universität Rostock ein neues Verfahren entwickelt. Als Startup-Unternehmen AIM3D verließen die Forscher die Uni und zogen in die Schweißtechnische Lehr-und Versuchsanstalt Mecklenburg-Vorpommern im Fracht- und Fischereihafen Rostock. Hier möchten sie fortan an einzigartigen Prototypen forschen und sich als Unternehmen etablieren.

Der Markt für den 3D-Druck wächst stetig und gewinnt an Bedeutung. Das innovative Druckverfahren hat sich zu einem wichtigen Bestandteil der Industrie entwickelt. Das sieht auch Hermann Seitz, Professor am Lehrstuhl für Fluid- und Mikrofluidtechnik an der Universität Rostock und Gesellschafter des Startups so. Clemens Lieberwirth hat im Rahmen seines Masterstudiums einen speziellen Druckkopf entwickelt, der heute Grundlage dieses bahnbrechenden CEM-Druckverfahrens ist. Das Spritzgussgranulat, das im Metall-3D-Druck zur Anwendung kommt, wird mit diesem Druckkopf direkt verarbeitet.

AIM3D ExAM255 Metall-3D-Drucker
Der AIM3D ExAM 255 Drucker nutzt das CEM-Verfahren und verarbeitet verschiedene Spritzgussmaterialien. (Bild: © aim3d.de)

Spritzgussgranulat ist kostengünstig und schnell verfügbar. Mit Spritzgussgranulaten ist eine additive Fertigung ohne Gussformen möglich. Mit dem neu entwickelten Composite Extrusion Modeling (CEM)-Verfahren werden die Rohlinge hergestellt. Erst wird das Granulat erhitzt. Knapp unter der Schmelzgrenze des Metalls wird der Kunststoff herausgelöst. Die Metallteilchen verbinden sich und das Endprodukt entsteht. Dies kann mit Fräsen sehr gut nachbearbeitet werden. Selbst hohle Bauteile können damit hergestellt werden.

Kupfergranulat und Turbinenmodell
Kupfergranulat und ein daraus gefertigtes Turbinenmodell. (Bild: © Julia Graßmann)

Teure Formen werden mit diesem revolutionären Verfahren nicht mehr benötigt. Spezial- und Ersatzteile können so kostengünstig und schnell produziert werden. Dieses Verfahren kann in sehr vielen Bereichen der Industrie angewendet werden. Die Automobilbranche oder die Luftfahrttechnik sind nur eine kleine Auswahl.

Ziel des Startups ist es, ihren Drucker an Unternehmen zu kaufen. Mit Partnern und Zulieferern möchte AIM3D künftig Prototypen und spezielle Produkte in kleinen Auflagen herstellen. Automechaniker können so Teile, die vom Hersteller nicht mehr vertrieben werden, kurzerhand selbst drucken.

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