
Aufbau eines digitalen Warenlagers
Zu den 3D-gedruckten Teilen der Deutschen Bahn gehören längst betriebsrelevante, große Teile mit einem Gewicht von mehr als 500 kg. Die Herausforderung sei dabei nicht das Drucken der Teile, sondern die Digitalisierung der Baupläne. Diese werden für den 3D-Druck benötigt. Seit Jahren arbeitet die Deutsche Bahn an einer Datenbank, in der die digitalen Abbilder der benötigten Bauteile gespeichert sind. Derzeit sind es rund 1.000 Bauteile, die sich in dieser Datenbank befinden. Bis 2030 soll die Datenbank auf 10.000 Teile anwachsen. Das wären rund 10 Prozent der Bauteile, die für die Instandhaltung aller Fahrzeuge benötigt werden.
Die Deutsche Bahn spart mit dem 3D-Druck nach eigener Aussage Zeit, Kosten und Ressourcen. Das digitale Warenlager erlaubt dem Konzern, Ersatzteile quasi auf Knopfdruck zu produzieren. So möchte das Unternehmen Lieferengpässe und lange Lieferzeiten umgehen. Die Lieferzeit für ein Getriebegehäuse für eine Rangierlok könnte der Deutschen Bahn zufolge mit digitaler Herstellung in nur zwei statt zehn Monaten entstehen. Damit werden außerdem Ressourcen gespart, da anders als beim spanenden Verfahren die Ersatzteile nicht aus einem großen Metallblock mit viel Restmaterial gefräst werden. Eigenen Angaben zufolge betreibt die Deutsche Bahn eigene 3D-Drucker und nutzt ein Partnernetzwerk mit mehr als 140 Unternehmen.








