Das Berliner Start-up- und 3D-Druck-Unternehmen xolo GmbH hat in einer Serie-A-Finanzierungsrunde 8 Mio. Euro einsammeln können. Zu den Investoren gehören unter anderem die HZG Group und der DTCF. Die xolo GmbH will mit den neuen Finanzmitteln ihren Xolographie-Prozess weiter voranbringen.
Das Berliner 3D-Druck-Start-up xolo GmbH hat laut einer Pressemitteilung des DeepTech & Climate Fonds (DTCF) in einer Serie-A-Finanzierungsrunde 8 Mio. Euro eingeworben. Zu den Investoren gehören unter anderem die HZG Group und der DTCF. Mit seiner ersten Investition will der DeepTech & Climate Fonds nach Angaben des Unternehmens den Übergang der Technologie von xolo in den industriellen Maßstab ermöglichen. Weitere Unterstützung erhielt xolo von Onsight Ventures und dem aktuellen Investor SquareOne. Mithilfe der neuen finanziellen Mittel kann xolo seinen Xolographie-Prozess weiter voranbringen und die 3D-Druckindustrie durch dessen Einsatz „transformieren“.
Was bedeutet Xolographie?

Bei der Xolographie handelt es sich um einen schnellen volumetrischen Druckprozess, der „sehr glatte“ Oberflächen erzeugen soll. Dafür werden Materialien eingesetzt, die bisher nicht für den 3D-Druck genutzt wurden. Das Unternehmen möchte mit seiner 3D-Druck-Technologie neue Anwendungsfelder für den 3D-Druck erschließen. Mögliche Anwendungsbereiche sind die Medizintechnik zur Reproduktion von Organen oder die optische Industrie zur Herstellung von hochpräzisen Linsen.
Die xolo-Gründer Prof. Dr. Martin Regehly, Prof. Dr. Stefan Hecht und Dirk Radzinksi haben die Xolographie sowie das xube-3D-Druck-System, das die Xolographie nutzt, entwickelt. Den 3D-Drucker xube haben wir in diesem Artikel vorgestellt. Das xolo-Verfahren basiert darauf, dass sich eine Küvette mit flüssigem Harz kontinuierlich durch ein Lichtblatt bewegt, in das eine zusätzliche Lichtprojektion fokussiert wird. Die Anreicherung des flüssigen Harzes mit von xolo entwickelten photoaktiven Spezialchemikalien hilft dabei, ein fertiges Produkt in kürzester Zeit mit glatten Oberflächen entstehen zu lassen.
Stimmen der Beteiligten
Dirk Radzinksi, Mitbegründer und CEO von xolo, sagte:
„Die Xolographie stellt einen grundlegenden Wandel in der 3D-Druckindustrie dar. Von der Hardware bis zum Material wird alles neu gedacht. Unsere Investoren verstehen die Bedeutung dieses Paradigmenwechsels und unterstützen uns mit ihrer Finanzkraft, ihrem Know-how und ihrem Netzwerk, um ihn zum Erfolg zu führen.“
Frank Carsten Herzog, geschäftsführender Gesellschafter der HZG-Gruppe, ergänzt:
„Die Xolographie verbessert die Auflösung und Volumenerzeugungsrate bisheriger Verfahren erheblich. Damit lassen sich mit dem Verfahren zukünftig sehr viele detailreiche Objekte in kurzer Zeit herstellen, das wirtschaftliche Potenzial ist enorm.“
Tobias Faupel, Co-Geschäftsführer von DTCF:
„xolo bringt alle Voraussetzungen mit, um zukünftig Marktführer im Bereich 3D-Druck zu werden. Wir freuen uns, diese Entwicklung gemeinsam mit HZG, Onsight ventures und SquareOne zu unterstützen.“