Das 3D-Druck-Unternehmen Stratasys hat eine exklusive Partnerschaft mit dem deutschen Softwareentwickler trinckle bekannt gegeben. Ziel der Kooperation ist die Integration von trinckles automatisierter Design-Engine in die Softwarelösungen von Stratasys. Dies soll vor allem den Konstruktionsprozess bei der Erstellung von Vorrichtungen und Halterungen deutlich vereinfachen und beschleunigen.

Automatisierte CAD-Anpassungen für industrielle 3D-Druck-Anwendungen

Hände halten eine 3D-gedruckte Vorrichtung zur präzisen Positionierung eines Bauteils neben einem digitalen Messschieber
Ein 3D-gedrucktes Vorrichtungselement, entwickelt mit der Software von Stratasys und trinckle, erleichtert die präzise Positionierung von Bauteilen für Mess- und Fertigungsprozesse. (Bild © Stratasys)

Im Zentrum der Zusammenarbeit steht die cloudbasierte Designautomatisierungsplattform von trinckle, die insbesondere auf Anwendungen im Bereich der Vorrichtungs- und Fertigungshilfsmittelerstellung abzielt. Die Lösung ermöglicht es Nutzern, 3D-Modelle automatisch auf spezifische Anforderungen wie Werkstückgeometrie, Positionierung und Aufspanntechnik anzupassen – ohne vertiefte CAD-Kenntnisse.

Durch die Integration in die Software von Stratasys sollen Anwender nun direkt aus der gewohnten Benutzeroberfläche heraus auf die Funktionen zugreifen können. Damit wird der Konstruktionsprozess für 3D-gedruckte Betriebsmittel deutlich effizienter und nutzerfreundlicher gestaltet.

Fokus auf Manufacturing-Automatisierung und reduzierte Entwicklungskosten

Stratasys sieht in der Partnerschaft einen strategischen Schritt zur Förderung der industriellen Nutzung des 3D-Drucks. Die Lösung adressiert gezielt den Bedarf nach maßgeschneiderten Vorrichtungen und Werkzeugen in Fertigungsumgebungen – ein Einsatzbereich, der häufig hohe Konstruktionsaufwände verursacht.

Rich Garrity, Chief Industrial Business Officer bei Stratasys, erklärt:

„Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit mit trinckle, um unseren Kunden eine nahtlose Softwarelösung anbieten zu können, die Designprozesse automatisiert und somit sowohl Zeit als auch Kosten spart.“

Auch von trinckle wurde die Zusammenarbeit positiv bewertet: CEO Florian Reichle betonte das Ziel, Kunden in die Lage zu versetzen, komplexe Bauteile schnell und unkompliziert individuell anzupassen – unabhängig vom CAD-Know-how.

Die neue Softwarelösung soll voraussichtlich im Sommer 2025 verfügbar sein. Sie wird Teil des „GrabCAD Print Pro“-Ökosystems von Stratasys sein und als Zusatzmodul bereitgestellt. Zielgruppe sind vor allem industrielle Nutzer, die Vorrichtungen für Fertigungs- oder Montageprozesse konstruieren.

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