Forscher der Yale University School of Medicine haben 3D-gedruckte Reproduktionen von 20 Knien mit rezidivierender Patellaluxation und 10 gesunden Knien analysiert. Ihr Ziel war es, die anatomischen Details wie die Positionierung der proximalen Trochlearinne und der Rillenschiefstellung sowie Veränderungen der medialen und lateralen Trochlealeisten zu untersuchen. Ihre Arbeit dazu haben sie im Fachjournal Orthopedic Journal of Sports Medicine veröffentlicht, wie das Magazin Healio in seinem Artikel erklärt.
3D-Modelle zur Unterstützung bei der Patientenbehandlung

Die 3D-gedruckten Reproduktionen der knöchernen Anatomie der patellofemoralen Gelenke zeigten Trochlea-Deformitäten im Zusammenhang mit rezidivierender Patellaluxation. Die Forscher fanden heraus, dass Knie mit rezidivierender Patellaluxation im Vergleich zu gesunden Knien eine erhöhte Schiefstellung aufwiesen, definiert durch einen größeren Eintrittspunkt-zu-Übergangspunkt-Winkel und mehr laterale Patellaeintrittspunkte in die proximalen Trochleas.
Den Forschern zeigte sich außerdem, dass der Grad der Trochlea-Dysplasie laut der Studie mit „verringerter Prominenz der lateralen Trochlea-Konvexität, zunehmend lateralisierten proximalen Trochlea-Eintrittspunkten, erhöhter Trochlea-Nut-Schiefe und lateraler Trochlea-Krümmung und fortschreitender Deformität des medialen Kamms“ verbunden war.
Die Forscher erklärten:
„Diese Ergebnisse liefern eine Begründung für die selektive Verwendung von 3D-Modellen bei der Untersuchung der Trochlea-Dysplasie, um die Visualisierung und Charakterisierung von Patienten mit rezidivierender Patellaluxation zu verbessern.“
Schon vor einigen Jahren machten sich Forscher den 3D-Druck zunutze, um damit vorhandene Knieprobleme zu untersuchen. Italienische und griechische Forscher haben mit 3D-Druck realistische Kniemodelle entworfen mit dem Ziel, Knieprobleme zu studieren. Außerdem wollten sie mit Belastungstests und anderen Forschungen chirurgische Behandlungspläne für Patienten zu entwickeln.
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