Forscher der Ludwig-Maximilians-Universität München haben ein Verfahren entwickelt, mit denen Organe transparent werden. Die 3D-Repliken, die basierend auf den 3D-Scans der Organe gefertigt wurden, sollen bei der Behandlung von Krebs helfen. Wie genau das Ganze funktioniert, haben wir uns angesehen.

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Logo LMUEin Team von Forschern am Institut für Schlaganfall und Demenzforschung der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) in München hat laut einer Meldung von Reuters unter der Leitung des Neurobiologen Ali Ertürk ein Verfahren entwickelt, mit dem die Herstellung transparenter Organe möglich sein soll.

Transparent dank Lösung

Dazu wurde eine spezielle Lösung entwickelt, die die Organe komplett entfärbt. So werden selbst kleinste Details der Organe sichtbar. Diese lassen sich dann komplett mit dem Laserscanner erfassen, um dann daraus ein 3D-Modell zu fertigen. Danach wird mit einer Biotinte aus Zellmaterial und einem Trägerstoff das Organ gedruckt. Stammzellen werden an die korrekte Stelle angefügt. Dies ist jedoch nur der Anfang. Innerhalb von drei Jahren wollen die Forscher eine funktionstüchtige Bauchspeicheldrüse drucken. Innerhalb von sechs Jahren ist eine Niere aus dem 3D-Drucker geplant.

Nutzen der transparenten Organe

Transparente Organe können bei der Behandlung von Krebs eine Hilfe sein. Krebszellen lassen sich so leichter erkennen und die Behandlung der Krebserkrankung lässt sich besser beobachten. Sieht man, wie und wo genau das Medikament wirkt, kann man die Therapie optimaler planen.

Bisher fehlte für eine gezieltere Behandlung ein genaueres Bild. Forscher konnten sich nur auf Aufnahmen von CT oder Kernspintomografien beziehen. Es ist geplant, zu sehen, ob Tiere mit den 3D-gedruckten Organen überleben können. In fünf bis zehn Jahren sollen dann klinische Studien starten. Forscher der Universität von Minnesota setzen bei der Krebsforschung ebenfalls auf den 3D-Druck.

Ertürk mit transparentem Objekt
Die Organe werden mit einer Biotinte aus Zellmaterial und einem Trägerstoff gedruckt (Bild © Reuters).

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