Smart Bandages:

Forscher nutzen 3D-Drucker zur Entwicklung von Wundverbänden mit Sensoren

 19. April 2017  Andreas Krämer  

Walisische Forscher aus Swansea arbeiten mit „Smart Bandages“ an einem Projekt, bei dem Wundverbände mit Sensoren ausgestattet und mit dem 3D-Drucker passgenau ausgedruckt werden sollen. Die Testphase soll noch in diesem Jahr beginnen.

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Logo Swansea UniversityEin Forscherteam der Swansea University in Wales tüftelt an „Smart Bandages“, einem Projekt, bei dem Wundverbände mit integrierter Mobilfunktechnik mit dem 3D-Drucker hergestellt werden. Die Testphase soll im Verlauf des Jahres beginnen, berichtet BBC News. Im Inneren verfügen die „Smart Bandages“ über Sensoren zur Wundheilung und 5G-Mobilfunktechnik. Der neue Mobilfunkstandard 5G wird ab 2020 kommerziell verfügbar sein, bietet 10 Gigabit Bandbreite, eine hohe Reichweite und niedrigeren Stromverbrauch.

Der Heilungsverlauf kann mittels der in den Wundverband integrierten Sensoren von den Ärzten überwacht werden. Mit weiteren Gesundheitsdaten, die von Fitnessarmbändern oder Smart Watches stammen, sehen die Mediziner außerdem, ob der Patient während der Heilphase aktiv ist und wie fit er sich hält. Mehr Überwachung aber im Sinne der Gesundheit also. Datenschützer dürften sich hierzulande trotzdem kritisch äußern.

Basierend auf den gesammelten und gespeicherten personalisierten Gesundheitsdaten wären die Ärzte dazu in der Lage, ihre Patienten noch gezielter zu beraten und könnten einen genau abgestimmten Behandlungsplan entwerfen. Die smarten Wundverbände befinden sich noch in der Entwicklung und erst wenn die Testphase erfolgreich verläuft, werden Ärzte sie in ihren Alltag zur Behandlung ihrer Patienten nutzen können.

In der Medizin wird der 3D-Druck bereits mit Erfolg eingesetzt, so werden heute schon patientenindividuelle Zahnkronen, Kniegelenke, Knochen und Implantate gedruckt. Aber nicht nur auf irdischen Boden sondern auch in himmlischen Sphären findet der medizinische 3D-Druck seine Anwendung. Auf der ISS zum Beispiel wird ein 3D-Drucker zur Herstellung medizinischer Versorgungsmaterialien und Ersatzteile verwendet. Der Markt für medizinischen 3D-Druck soll laut der Studie „Future Market Insights 2016“ zufolge jährlich um 17,7 Prozent wachsen. Über die weitere Entwicklung berichten wir beinahe täglich in unserem kostenlosen 3D-Drucker-Newsletter.

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