In einer bedeutenden Entwicklung für die Luftfahrt, insbesondere für den Segelflugzeugbau, wurde das Kooperationsprojekt „Formvariable Flügelsysteme für Segelflugzeuge (MILAN)“ nach fünf Jahren Forschungsarbeit erfolgreich abgeschlossen. Dieses Projekt, gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz über den Projektträger Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V., zielte darauf ab, die Aerodynamik von Segelflugzeugen durch formvariable Flügelsysteme zu verbessern.
Wie das SKZ in einer E-Mail-Mitteilung an das 3D-grenzenlos Magazin berichtet, stand an der Spitze der Entwicklung die Technische Universität München, die den aerodynamischen Entwurf des Segelflugzeugs lieferte. In Zusammenarbeit mit der Alexander Schleicher GmbH & Co. und der MP2 Carbon GmbH wurden bahnbrechende Veränderungen in der Flügelstruktur der Segelflugzeuge erprobt. Durch die neuartige, formvariable Flügeltechnologie ist es nun möglich, zwischen Schnell- und Langsamflugzuständen zu wechseln, was eine signifikante Steigerung der Leistung und Effizienz verspricht.
Durchbruch durch 3D-Druck am SKZ

Ein zentraler Aspekt des Projekts war die Fertigung adaptiver Verstellmechanismen am Kunststoff-Zentrum SKZ. Diese wurden mithilfe verschiedener 3D-Drucktechnologien wie dem Lasersintern und dem FLM-Verfahren hergestellt. Die adaptive Verstellmechanik, die aus hochleistungsfähigen Polymeren und FVK besteht, ermöglicht eine präzise Anpassung der Flügelvorderkante während des Flugs. Die entwickelten Mechanismen wurden in ein Versuchsflügelsegment integriert und befinden sich derzeit in der Prüfphase durch die TUM.
Potenziale für die Zukunft
Patrick Limbach, Materialentwickler am SKZ, sieht großes Potenzial für die Anwendung der entwickelten Technologien in anderen Bereichen der Luftfahrt. So könnten die innovativen, 3D-gedruckten Komponenten nicht nur in Segelflugzeugen, sondern auch in Leichtflugzeugen und Drohnen zum Einsatz kommen. Darüber hinaus besteht Interesse, diese Technologien in weiteren Sektoren wie dem Motorsport zu nutzen.
Das SKZ plant, seine Forschungen in diesem Bereich weiter zu vertiefen und die Zusammenarbeit mit anderen Instituten und Unternehmen zu suchen. Interessenten für Kooperationen sind eingeladen, sich an das SKZ zu wenden, um gemeinsam die nächste Generation der Luftfahrttechnologien zu entwickeln.






