Das Pentagon plant den Kauf von 3D-gedruckten Raketentriebwerken von Ursa Major, einem noch unerprobten, privat gehaltenen Start-up, um den steigenden Bedarf zur Unterstützung der Kriegsanstrengungen in der Ukraine und Israel zu decken. Diese Entwicklung verdeutlicht das zunehmende Vertrauen des Verteidigungsministeriums in die Fähigkeiten der additiven Fertigung und signalisiert eine bedeutende Erweiterung der Lieferkette für Raketentriebwerke.

Eine neue Ära der Raketentriebwerke

3D-gedruckte Raketentriebwerke von Ursa Major, die zukünftige Verteidigungstechnik unterstützen
Innovative 3D-gedruckte Raketentriebwerke von Ursa Major, die möglicherweise bald die Kriegsanstrengungen in der Ukraine und Israel unterstützen könnten. Diese fortschrittlichen Komponenten sind ein Beispiel für die steigende Bedeutung der additiven Fertigung in der Verteidigungsindustrie (Bild © Ursa Major).

Laut einem Bericht von TradingView steht das Pentagon kurz davor, Ursa Major, einem Start-up, das sich auf den 3D-Druck von Raketentriebwerken spezialisiert hat, einen Vertrag zu erteilen. Dieser Schritt gilt als bedeutendes Vertrauensvotum für den aufstrebenden Verteidigungsauftragnehmer und zeigt den Wunsch der Behörde, über die zwei dominierenden Raketentriebwerkshersteller – Northrop Grumman und L3 Harris Technologies – hinaus weitere Zulieferer zu finden. Die Erweiterung der Lieferantenbasis umfasst auch neuere Marktteilnehmer wie X-Bow Systems.

Strategische Bedeutung und finanzielle Impulse

Die soliden Raketentriebwerke, die trotz ihrer relativ günstigen Kosten eine entscheidende Rolle bei der Bereitstellung von Raketen und Geschossen für die Kriegsanstrengungen spielen, stehen im Mittelpunkt dieses Vertrags. Der Vertrag, der voraussichtlich klein sein wird und unter die Entwicklungsprogramme des Pentagons fällt, ist ein klares Zeichen für das wachsende Interesse des Verteidigungsministeriums an risikoreicheren Projekten zur Bewältigung einer als „große Krise“ bezeichneten Situation.

Heidi Shyu, die Unterstaatssekretärin für Forschung und Entwicklung im Verteidigungsministerium, erwähnte in einer Kongressanhörung, dass sie das Budget für das Geschäftsjahr 2024 für ein kleines Unternehmen einsetzen wird, das sich mit dem additiven Druck eines festen Raketentreibstoffmotors befasst. Obwohl sie den Namen des Unternehmens oder die Größe des Vertrags nicht preisgab, bezogen sich Medienberichte auf Ursa Major als das angesprochene Unternehmen.

Ursa Major, mit Sitz in Berthoud, Colorado, ist für seine Arbeit im Bereich des 3D-Drucks zur Herstellung von Raketentriebwerken bekannt und hat kürzlich 138 Millionen Dollar in seinen Finanzierungsrunden der Serie D und D-1 gesammelt, um seine Antriebssysteme zu produzieren und zu skalieren. Diese Investitionen ermöglichten es Ursa Major, das innovative neue Feststoffraketentriebwerkprogramm Lynx weiterzuentwickeln, die Produktionskapazitäten zu erweitern und mehrere Antriebsprogramme voranzutreiben.

Zukünftige Projekte und Ausblick

Darüber hinaus schloss Ursa Major einen Vertrag mit dem Air Force Research Laboratory (AFRL) ab, um die Hyperschallverteidigungsprogramme und die Weltraumstartfähigkeiten der USA voranzutreiben. Im Rahmen dieses Vertrags wird Ursa Major einen Prototyp seines neuen Draper-Motors für Hyperschallgeschwindigkeiten bauen und testen sowie seinen 200.000-Pfund-Schubmotor Arroway für den Weltraumstart weiterentwickeln.

Die bestehenden Motoren von Ursa Major können bereits in jeder kleinformatigen Waffe verwendet werden, einschließlich des neuen Produkts von Boeing und SAAB, der bodengestarteten kleinen Durchmesserbombe (GLSDB), den SM-6-Raketen von RTX und dem von Lockheed Martin hergestellten geführten Mehrfachraketenstartsystem (GMLRS), das in der Ukraine umfangreich eingesetzt wird.

Mit einem Anstieg der Produktion von GMLRS von 4.600 Einheiten pro Jahr auf geplante 14.000 Einheiten im Jahr 2025 reagiert das Pentagon auf den steigenden Bedarf und unterstreicht die anhaltende Nachfrage nach Präzisionswaffen. Das Budget für das Jahr 2024, das noch die Zustimmung des Kongresses benötigt, weist 11 Milliarden Dollar für die Beschaffung einer Mischung aus hochpräzisen Waffen aus, was die Bedeutung langfristiger Verträge für Munition neben den routinemäßigen Beschaffungen für Flugzeuge und Schiffe hervorhebt.

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