Das US-Unternehmen Ursa Major hat sein größtenteils 3D-gedrucktes Arroway-Raketentriebwerk fertiggestellt, das ab sofort bestellbar ist und ab 2025 ausgeliefert werden soll. Das 3D-gedruckte Raketentriebwerk Arroway soll die bisher in Russland hergestellten Triebwerke ersetzen.

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Das privat finanzierte Unternehmen Ursa Major, das sich auf die Entwicklung von Raketenantrieben spezialisiert hat, hat laut einer Pressemitteilung mit dem Modell „Arroway“ sein neuestes Raketentriebwerk vorgestellt. Der 200.000-Pfund-Schub-Flüssigsauerstoff- und Methan-Verbrennungsmotor soll neben nationalen Sicherheitsmissionen der USA auch kommerzielle Satellitenstarts, orbitale Raumstationen und künftige, noch nicht konzipierte Missionen bedienen. Das Triebwerk ist wieder verwendbar, wird 2023 ersten Heißbrandtests unterzogen und soll ab 2025 ausgeliefert werden. Arroway-Triebwerke werden laut Ursa Major eine der wenigen sein, die gebündelt die in Russland hergestellten RD-180 und RD-181 ersetzen können, welche für Firmen aus den USA nicht erhältlich sind.

Details zu Arroway

Ursa Major ordnete die entworfenen Komponenten so an, dass der Großteil des Motors mit einem 3D-Drucker gedruckt werden kann. Das machte schnellere Iterationen im Produktentwicklungsprozess möglich und eine effiziente Skalierung der Produktion, um die Nachfrage auf dem Markt zu erfüllen. Das flüssige Methan hat den Vorteil, dass der Kraftstoff sauberer verbrannt wird, effizienter ist und weniger kostet als Kerosin. Die Wiederverwendbarkeit soll die Akzeptanz auf dem Markt erhöhen.

3D-gedrucktes Raketentriebwerk Arroway
Ursa Major möchte mit „Arroway“ die in Russland hergestellten RD-180 und RD-181 ersetzen (im Bild: 3D-gedrucktes Raketentriebwerk Arroaway)(Bild © Ursa Major).

Arroway bietet eine hohe Leistung bei einem bestimmten Impuls und ein verbessertes Schub-Gewichtsverhältnis. Dadurch ist es für eine hohe Zuverlässigkeit in der Massenproduktion, eine lange wieder verwendbare Lebensdauer und mehrere Anwendungen geeignet. Das Triebwerk bietet außerdem Erweiterbarkeit für zukünftige Treibstoffderivate.

Ursa Major entwickelt, testet und fertigt seine Motoren in seinem Werk in Berthoud, Colorado, und verwendet marktführende Technologien in den Bereichen Analyse und Simulation, 3D-Druck und proprietäre Legierungen. Bis heute haben Ursa Major-Triebwerke 36.000 Sekunden Laufzeit angesammelt, weit mehr als ein typisches Triebwerk vor dem Erstflug getestet wird.

Joe Laurienti, Gründer und CEO von Ursa Major, sagte:

„Mittlere und schwere Startkapazität ist das, was US-Trägerraketen derzeit dringend brauchen. Ursa Major konzentriert sich ausschließlich auf den Antrieb. Wir können leistungsstarke, zuverlässige und erschwingliche Triebwerke zu liefern, um die steigende Marktnachfrage zu befriedigen, wie wir es mit ‚Hadley‘ und ‚Ripley‘ tun.“

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