In den USA wurden drei 3D-Druck-Dienstleister vom US-Handelsministeriums bestraft, weil sie Verteidigungspläne nach China geschickt haben sollen. Dazu zählten unter anderem Dateien mit technischen Zeichnungen und Blaupausen, für den 3D-Druck von Bauteilen für Satelliten und Raketentechnologie. Die US-Behörden haben dabei nochmals betont, dass die Auslagerung des 3D-Drucks von Raumfahrt- und Verteidigungsprototypen nach China der nationalen Sicherheit der USA schadet.

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Das Bureau of Industry and Security (BIS) des US-Handelsministeriums gab in einer Pressemitteilung auf seiner Website bekannt, dass gegen die drei US-amerikanischen Unternehmen, Quicksilver Manufacturing, Rapid Cut und US Prototype, Sanktionen ausgesprochen wurden, da sie Verteidigungspläne nach China geschickt haben sollen.

Sie sollen unter anderem Dateien mit technischen Zeichnungen und Blaupausen (s.g. Blueprints) für den 3D-Druck von Satelliten, Raketentechnologie und anderen verteidigungsbezogenen Prototypen übertragen haben, um Kosten zu sparen. Die unautorisierte Ausfuhr führt zu einer Temporary Denial Order (TDO) und gilt als eine der strengsten zivilrechtlichen Sanktionen. Die TDO betrifft die Unternehmen Quicksilver Manufacturing, Rapid Cut und US Prototype. Alle Exportprivilegien der Unternehmen werden für 180 Tage ausgesetzt.

Fehlende Genehmigung und Sicherheitsbedenken

Alle drei Beschuldigten hatten denselben Mietbriefkasten in Wilmington, North Carolina, verwendet, um exportkontrollierte Zeichnungen von ihren inländischen Kunden für den 3D-Druck von Luft– und Raumfahrtteilen zu erhalten. Diese Zeichnungen wurden jedoch ohne die Zustimmung der Kunden an 3D-Druck-Dienstleister in China gesendet, um die Artikel ohne die erforderliche Genehmigung der US-Regierung jederzeit mit 3D-Druckern herstellen zu können. Die gefertigten Bauteile wurden anschließend wieder in die USA geliefert und den bestellenden Kunden zugeschickt.

Screenshot beider Websites 12.06.22
Auffällig ist auch die Ähnlichkeit der Website der jeweiligen Unternehmen (Bild © Screenshot beider Websites 12.06.22).

Laut dem Office of Export Enforcement (OEE) des Handelsministeriums wurden bereits im Februar 2020 erste verdächtige Aktivitäten gemeldet, als ein US-Luftfahrt- und globales Verteidigungstechnologieunternehmen über einen Exportkontrollverstoß von einem Drittanbieter alarmiert wurde, im Zusammenhang mit dem unbefugten Export kontrollierter Satellitentechnologie nach China. Das OEE erklärte, dass im Juli 2017 Satellitenteile bei Quicksilver in Wilmington bestellt wurden. Quicksilver erhielt rund ein Dutzend technischer Zeichnungen und 3D-CAD-Dateien zur Herstellung der spezifizierten Komponenten, die der Kunde dann in einem Prototyp-Satelliten verwenden würde.

Die Teile bestellte Quicksilver anschließend bei einer chinesischen Firma. Sowohl die Pro-Forma-Rechnung als auch das Versandetikett identifizierten Quicksilver als eine Adresse in China. Das zeigte, dass die Produkte aus diesem Land versandt wurden, obwohl es keine Exportlizenz dafür gab.

Auch militärische Bauteile betroffen

Rapid Cut, ein Unternehmen, das nach Standort, Eigentümerschaft und Betriebspersonal mit Quicksilver in Verbindung steht, soll ebenfalls eine kontrollierte Technologie ohne die BIS-Export-Lizenz in 2021 nach China exportiert haben. Es handelte sich um speziell konstruierte Teile, die für die Bodenunterstützung und Testausrüstung einer Raketenplattform bestimmt waren. Die Untersuchung durch das OEE zeigte, dass bei allen drei Unternehmen die Exportkontrolle klar missachtet wurde. Gemäß Handelsministerin Gina Raimondo sind die TDOs die ersten Durchsetzungsmaßnahmen des Bureau of Industry and Security des Handelsministeriums im Rahmen der strengen Exportkontrollen der USA.

Matthew S. Axelrod, stellvertretender US-Handelsminister für Exportdurchsetzung, erklärte, dass die Auslagerung des 3D-Drucks von Raumfahrt- und Verteidigungsprototypen nach China der nationalen Sicherheit der USA schadet. Die Unternehmen haben durch ihr Handeln ein paar Dollar gespart, aber auf Kosten des Schutzes der US-Militärtechnologie. Kunden der drei Unternehmen werden dazu angehalten, ihre Aufzeichnungen zu prüfen, um festzustellen, ob geistiges Eigentum oder Export -kontrollierte Technologie bereitgestellt oder möglicherweise beeinträchtigt wurde.

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