Die Western Sydney University erhält über 2,5 Mio. AUD für Projekte zur additiven Fertigung im Rahmen des AMCRC. Der Zuschuss unterstützt neue Forschungsinitiativen im Bereich 3D-Druck und nachhaltiger Produktionstechnologien.
3D-Druck ist allgegenwärtig. Somit findet man 3D-Druck auch innerhalb der höchsten aller Bildungseinrichtungen, den Universitäten. Mit dem Ziel der Pflege und Entwicklung der Wissenschaft durch Lehre und Studium ist es vor allem der Bereich Forschung der uns im Rahmen des 3D-Drucks interessiert. Welchen Anteil haben die wissenschaftliche Hochschulen und deren Personen, die eine akademische Ausbildung in Anspruch nehmen, an der Entwicklung des 3D-Drucks? Gibt es 3D-Drucker, die im Rahmen der wissenschaftlichen Ausbildung gänzlich entwickelt wurde? Konnten 3D-Druckverfahren optimiert werden? Neue Produkte geschaffen werden? In wie weit unterstützt die Wirtschaft und Politik die Universitäten bei der Ausrüstung und für die Forschungen der additiven Fertigung? Die zentrale Frage, die auf dieser Seite geklärt werden soll ist, leisten Universitäten einen Beitrag an der Entwicklung der 3D-Drucker und des 3D-Drucks im Allgemeinen?
Zur Klärung der Frage zeigen wir eine Übersicht aller Beiträge, die passend zum Thema bei uns im 3D-Drucker-Online-Magazin veröffentlicht wurden.
Die Western Sydney University erhält über 2,5 Mio. AUD für Projekte zur additiven Fertigung im Rahmen des AMCRC. Der Zuschuss unterstützt neue Forschungsinitiativen im Bereich 3D-Druck und nachhaltiger Produktionstechnologien.
Die James Cook University hat ein flexibles, 3D-gedrucktes Keramikmaterial entwickelt, das in Kooperation mit Lockheed Martin für den Einsatz in der Luft- und Raumfahrt getestet wird. Es zeichnet sich durch eine hohe Biegefestigkeit und Temperaturbeständigkeit aus und könnte für Hyperschallanwendungen bedeutend werden.
Ein Forschungsteam der Universität Linköping in Schweden hat eine flexible, formbare Batterie entwickelt, die sich durch eine pastenartige Konsistenz auszeichnet. Die auf nachhaltigen Materialien basierende Batterie eignet sich für den Einsatz im 3D-Druck und könnte neue Anwendungen in der Wearable-Technologie und Robotik ermöglichen.
Wissenschaftler der TU Graz und des Vellore Institute of Technology haben ein Verfahren zur Herstellung einer 3D-gedruckten Hautimitation mit lebenden Zellen entwickelt. Die Technologie könnte künftig Tierversuche in der Kosmetikforschung ersetzen. Die im Journal STAR Protocols veröffentlichte Studie beschreibt ein einfaches, kostengünstiges und anpassbares Verfahren.
Forschende der University of Texas at Dallas haben einen neuen, 3D-druckbaren Polymer-Schaum entwickelt, der dank spezieller chemischer Bindungen langlebiger und reparierbar ist. Das Material könnte künftig in Bereichen wie Stoßdämpfung oder Isolierung eingesetzt werden und eröffnet neue Perspektiven für nachhaltige Anwendungen im 3D-Druck.
Forschende der University of Toronto Engineering haben das AIDED-Framework entwickelt, um die Prozessparameter im metallbasierten 3D-Druck effizienter zu optimieren. Durch den Einsatz von maschinellem Lernen und genetischer Algorithmusoptimierung soll die Druckqualität bei Laser-DED-Verfahren erheblich verbessert werden.
Ein Forscherteam der Johns Hopkins University (JHU), der FAU und der UIC hat eine Hybrid-Prothese entwickelt, die dank 3D-Druck und innovativen Sensoren den menschlichen Tastsinn nachahmt. Die Kombination aus Soft-Robotik und festen Strukturen ermöglicht eine natürlichere Interaktion mit der Umgebung. Erste Tests zeigen eine hohe Präzision bei der Objekterkennung.
Forscher des Purdue Applied Research Institute (PARI) entwickeln mithilfe des 3D-Drucks von dunklen Keramiken widerstandsfähige Bauteile für Hyperschallflugzeuge und -waffen. Die spezielle Digital Light Processing (DLP)-Technologie ermöglicht die Herstellung hochpräziser und komplexer Strukturen. Die Wissenschaftler arbeiten zudem an Lösungen, um Herausforderungen bei der Verarbeitung dieser Materialien zu überwinden.
Ein Forscherteam der University of Washington hat eine innovative 3D-Drucktechnik entwickelt, bei der Kaffeesatz und Pilzmyzel zu einem kompostierbaren Material verarbeitet werden. Die gedruckten Objekte könnten umweltfreundliche Alternativen zu Styroporverpackungen darstellen. Erste Tests zeigen eine hohe Stabilität und Wasserresistenz.
Siemens Digital Industries Software und die University of Michigan haben gemeinsam einen Online-Kurs zum Metall-3D-Druck entwickelt. Der frei zugängliche Kurs auf Coursera vermittelt Grundlagen und praktische Anwendungen der additiven Fertigung mit Metallen. Ziel ist es, Fachkräfte und Interessierte weltweit auf die industrielle Nutzung des 3D-Drucks vorzubereiten.
Forscher der Universität Waterloo haben eine nachhaltige, wasserbasierte Graphen-Tinte für den 3D-Druck entwickelt. Sie ermöglicht neue Anwendungen in Elektronik, Umwelttechnik und Automobilindustrie.
Ein Forscherteam hat eine neue 3D-Drucktechnik entwickelt, die ultrafeine Fasern mit nur 1,5 Mikrometer Durchmesser herstellen kann. Die Methode nutzt ein in Gel eingebettetes Druckverfahren mit einem speziellen Lösemittelaustauschprozess, um extrem dünne und flexible Strukturen zu drucken. Die Wissenschaftler sehen großes Potenzial für bioinspirierte Materialien und Anwendungen in der Technik.
Die University of Waterloo erhält 5 Millionen US-Dollar von FedDev Ontario zur Förderung nachhaltiger additiver Fertigung. Das Multi-Scale Additive Manufacturing (MSAM) Lab wird damit das „Consortium for Sustainable Scale-up in Metal Additive Manufacturing“ (CSS-MAM) aufbauen, um CO₂-Emissionen zu senken und KI-gestützte Qualitätssicherung zu entwickeln.
MIT-Ingenieure haben einen vollständig 3D-gedruckten Elektrospray-Antrieb entwickelt, der kleine Satelliten wie CubeSats effizient antreiben kann. Der neue Antrieb wird kostengünstig aus handelsüblichen Materialien gefertigt und könnte sogar direkt im Weltraum produziert werden.
Ein niederländisches Forscherteam der TU Delft hat eine 3D-gedruckte Plattform zur Kultivierung von Neuronen entwickelt, die die Struktur von Hirngewebe nachbildet. Die Studie zeigt, dass nanoskalige Säulenarrays das Wachstum neuronaler Netzwerke beeinflussen und neue Einblicke in die Hirnforschung ermöglichen.
Der Technologie Campus Hutthurm der Technischen Hochschule Deggendorf erhält über 400.000 Euro Förderung für das Forschungsprojekt Sim3dApp. Ziel ist die Weiterentwicklung des industriellen 3D-Drucks, insbesondere durch Hochleistungskunststoffe, KI-gestützte Fehlererkennung und automatisierte Nachbearbeitung.
Der Umwelt-Campus Birkenfeld der Hochschule Trier erweitert seine 3D-Druckkapazitäten mit einer neuen Fertigungsanlage für das Pulverbettverfahren. Im Rahmen des Forschungsprojekts „OMAS“ entwickelt das Team um Prof. Dr.-Ing. Michael Wahl innovative Materiallösungen für den Metall-3D-Druck.
Die Neue Materialien Bayreuth GmbH hat eine hochmoderne SLS-Demofabrik eröffnet, die den industriellen 3D-Druck weiter vorantreiben soll. Durch Digitalisierung und Automatisierung werden neue Verfahren zur Prozessoptimierung und Materialentwicklung erforscht. Die Investition von 1,9 Millionen Euro soll langfristig die Wettbewerbsfähigkeit der additiven Fertigung stärken.
Forschende der University of Illinois Urbana-Champaign haben weiche Hautsensoren entwickelt, die sich mittels 3D-Druck effizient herstellen lassen. Diese Sensorpads aus TPU verbessern die Sicherheit und Interaktionsfähigkeit von Robotern, indem sie sowohl als Schutzschicht als auch als Berührungssensoren fungieren.
Forscher der Singapore University of Technology and Design (SUTD) haben eine Methode zur Optimierung von Werkzeugpfaden beim 3D-Druck bioinspirierter Strukturen entwickelt. Mit verbesserten Materialien und neuen Druckansätzen konnten Anwendungen in der Robotik und Wearables signifikant vorangebracht werden.