Testbericht:

Flashforge Creator Pro – idealer 3D-Drucker für den Hobby- und semiprofessionellen Einsatz

Mit dem Flashforge Creator Pro haben wir einen 3D-Drucker getestet, der sich ideal für anspruchsvolle Hobby-Makers und den semiprofessionellen Einsatz eigent. Im Testbericht haben wir technische Daten, Lieferumfang, Inbetriebnahme, Vorteile und Nachteile des robusten 3D-Druckers unter die Lupe genommen. Hier kommt das Fazit.

Test Flashforge Creator Pro

Vier Daumen hoch

Für Schnellleser – Zusammenfassung:

Der Creator Pro von Flashforge ist ein empfehlenswerter 3D-Drucker für anspruchsvolle Einsteiger, Anwender mit ersten Erfahrungen im Bereich der Low-Budget-3D-Drucker und kleine bis mittelgroße Unternehmen, die ein zuverlässigen 3D-Drucker für das Rapid Prototyping benötigen. Überzeugt hat uns seine Verarbeitung und die Druckergebnisse. Mit ~ 1000 Euro ist er allerdings nicht ganz günstig, kann dafür aber für mehr Freude am 3D-Druck zu Hause oder im Unternehmen sorgen.

» vollständiges Fazit

Technische Daten

  • Kompatibel mit Windows, Linux, Apple Mac OS X,
  • Beheiztes Druckbett,
  • Dual-Extruder,
  • Metallgehäuse,
  • Schichtauflösung: 0,1 bis 0,2 mm,
  • Maximales Druckvolumen: 22,5 x 15 x 14,5 cm,
  • Nutzbare Filamente: ABS, PLA, HIPS und PFA,
  • Filament anderer Hersteller ebenfalls nutzbar,
  • Software: Flashprint,
  • SD-Kartenslot,
  • Laserdruck-Technologie,
  • LCD-Bildschirm,
  • Aktive Bauteilkühlung,
  • Gewicht: 23 kg (inklusive Verpackung),
  • Englischsprachige Schnellstartanleitung und Bedienungsanleitung (diese ist auf der beiliegenden SD-Karte abgespeichert),
  • 3-Monats-Garantie auf den Extruder, 12-Monats-Garantie auf alle anderen Druckerbestandteile).

Lieferumfang

Zum Lieferumfang des Flashforge Creator Pro gehören außer dem 3D-Drucker selbst noch folgende Teile:

  • 2 Spulenhalter
  • 2 Rollen Filament á 1 kg,
  • 2 Teflonschläuche für die Filamentführung,
  • Zubehörtasche mit den benötigten Muttern, Schrauben sowie Sechskantschlüsseln,
  • Stromkabel,
  • USB-Kabel,
  • Endschalter Ersatzkabel,
  • 4 GB SD-Karte (auf der die Software, die Druckdateien für Testversuche sowie das Handbuch abgespeichert sind) und
  • ein Acryl Cover Kit.

» Komplettes Angebot auf amazon.de ansehen.

Inbetriebnahme

Die Inbetriebnahme des Flashforge Creator Pro gestaltet sich recht einfach. Zumindest dann, wenn der Nutzer über ausreichende Kenntnisse der englischen Sprache verfügt. Aber auch sonst kann der erste Probedruck anhand des Displays nahezu intuitiv in Angriff genommen werden. Nur wenn Änderungen an Einstellungen vorgenommen werden sollen, ist die englischsprachige Bedienungsanleitung eher hinderlich. Hier helfen aber auch verschiedene, von Flashforge betriebene Webseiten, und die Online-Community weiter. Diese können natürlich auch bei anderweitigen Problemen mit dem 3D-Drucker kontaktiert werden.

Aufgebaut und betriebsbereit ist der Drucker sehr schnell. Es müssen nur die Transportsicherungen entfernt und ein ausreichend großer Platz zum Aufstellen gefunden werden, bevor das Gerät angeschlossen werden kann. Jetzt nur noch die Filamentspulen auf die Halterungen setzen und in die Druckeinheit einführen und sich dann für ein auf der SD-Karte (die natürlich in den SD-Kartenslot eingesetzt werden muss) abgespeichertes Objekt entscheiden und schon kann der Druck losgehen.

Worin liegen die Vorteile des Flashforge Creator Pro?

Den größten Vorteil sehen wir im zweiten Extruder, der es ermöglicht, zwei Filamentspulen aufzusetzen und abwechselnd zu nutzen. Dadurch entstehen besonders schöne zweifarbige Objekte. Die Schichtdicke von gerade einmal 0,1 bis 0,2 mm sorgt für qualitativ hochwertige Drucke. Damit diese sich leicht von der beheizten Druckplattform lösen lassen, ist diese mit einer Folie überzogen. Zum Lieferumfang gehören im Übrigen neben zwei Filamentspulen auch zwei Ersatzfolien, was ebenfalls positiv zu erwähnen ist. Die Auswahl der Filamentspulen erfolgt nach dem Zufallsprinzip.

Auf der mitgelieferten SD-Karte ist die Flashprint-Software ReplicatorG abgespeichert. Sie wird für die Erzeugung des G-Codes einer individuell auswählbaren STL-Datei genutzt, welche dann ausgedruckt werden kann. Die Software ReplicatorG ist für einfache Modelle ausreichend und wird von Flashforge fortlaufend aktualisiert und erweitert. Eine Alternative stellt die Software Slice3r dar, die aber separat erworben werden muss. Diese wartet mit zahlreichen zusätzlichen Futures auf.

Erwähnenswert ist ebenfalls die geringe Lautstärke, mit der der 3D-Drucker arbeitet. Positiv aufgefallen ist uns, dass nicht nur von Flashforge selbst hergestellte Filamente, sondern auch die fremder Hersteller zum Einsatz kommen können.

Welche Nachteile hat der 3D-Drucker?

Wer sich den Flashforge Creator Pro anschaffen möchte, muss schon etwas tiefer in die Tasche greifen. Derzeit wird der Drucker bei Amazon für etwa 1.000 Euro angeboten. Dafür verfügt er aber über eine sehr gute Verarbeitung und erbringt durchaus hochwertige Druckergebnisse.

Von Nachteil ist auch, dass die beiliegende Schnellstartanleitung nur in englischer Sprache abgefasst ist. Wer diese nicht so gut beherrscht, muss den Drucker erst einmal intuitiv einsetzen. Oder er informiert sich im Internet und sucht hier nach einer deutschen Übersetzung.

Fazit

Für alle, die gern neues Ausprobieren, über ein gewisses technisches Grundverständnis verfügen und den 3D-Druck auf Dauer für ihr Hobby nutzen oder den 3D-Druck selbst als Hobby betreiben möchten, ist der Flashforge Creator Pro ideal. Aber auch für Firmen, und hier vor allem für KMU, die regelmäßig Prototypen oder kleinere Stückzahlen herstellen möchten, ist er sehr gut geeignet. Dementgegen steht der Preis von knapp 1.000 Euro, bei dem auch preiswertere Modelle durchaus beim Druckergebnisse mithalten können (siehe alle Tests). Käufer ohne Englischkenntnisse müssen sich außerdem die Informationen aus der Schnellstartanleitung aus dem Internet zusammensammeln. Vor allem wenn der langersehnte 3D-Drucker dann kurz vor der Zustellung steht und man unmittelbar mit dem Druck beginnen möchte, kann dies frustrierend sein. Allerdings kann die Lieferzeit auch für die Recherche genutzt werden – im Internet finden sich zahlreiche deutschsprachige Anleitungen und Video-Tutorials.

Alles in allem ist der Creator Pro von Flashforge ein guter 3D-Drucker für anspruchsvolle Einsteiger, Anwender mit ersten Erfahrungen im Bereich der Low-Budget-3D-Drucker und kleine bis mittelgroße Unternehmen, die ein zuverlässigen 3D-Drucker für das Rapid Prototyping benötigen.

Flashforge Creator Pro kaufen

Sale
Flashforge Creator Pro Dual 3D Printer
12 Bewertungen
Flashforge Creator Pro Dual 3D Printer
  • Open Source - Dual Extruder - Metall Gehäuse - Baugröße 230x150x155mm - Schichtstärke 0.05 - 0.4mm - Extruder Temp 220° C
  • für ABS/PLA/PVA usw. 1.75mm Filamente - beheizte Druckplatte mit Auto-Temp bis 120°C - Druckgenauigkeit ca. 0.1mm - Geschwindigkeit bis zu 200mm/s
  • Slicing Software Flashprint - weitere kompatible Slicer: Simplify3D, Slic3R, Skeinforge, Cura, Makerware, ReplicatorG
  • Touchscreen - geschlossener Bauraum - Bedienung mehrsprachig (u.a Deutsch, Englisch, Französich, Polnisch uvm.)
  • Anschluss über USB, SD Card - Dateityp STL oder OBJ


Bewerte diesen Test und hilf uns besser zu werden:

2 0

Testbericht teilen:

News im Magazin:

Anzeige

3D-grenzenlos-Newsletter – Alle Infos kostenlos per Mail:

Teile den Link zu dieser Seite:

Klicken Sie einfach auf das Formularfeld und kopieren Sie sich den Link heraus.

Klicken Sie einfach auf das Formularfeld und kopieren Sie sich den Link heraus.

Klicken Sie einfach auf das Formularfeld und kopieren Sie sich den Link heraus.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.