Testbericht:

Geeetech A10 – Mehr als nur ein preiswerter Ender 3 Klon?

Der Geeetech A10 Test hat gezeigt, dass der preiswerte 3D-Drucker-Bausatz durchaus als Klon für den beliebten Ender 3 von Creality3D bei der Kaufentscheidung für 3D-Drucker unter 200 Euro beachtet werden sollte. Die Frage die sich im Test stellt, warum sollte man den Geeetech A10 kaufen, wenn der Ender 3 zum gleichen Preis zum Topseller avanciert? Dieser Frage gehen wir im Testbericht nach und zeigen technische Eigenschaften, Features, Vorteile und Nachteile vom A10 3D-Drucker des bekannten chinesischen Herstellers Geeetech.

Geeetech A10 3D-Drucker
Geeetech A10 3D-Drucker.

Chinesische 3D-Drucker-Hersteller sind im Allgemeinen dafür bekannt, dass sie sehr interessante 3D-Drucker mit beachtlicher Geschwindigkeit bei atemberaubendem Kaufpreis auf den Markt bringen. Auch der Hersteller Geeetech hat sich mittlerweile im 3D-Druck-Geschäft bereits etabliert. Dieser 3D-Drucker-Hersteller aus Shenzen brauchte nur 3 Monate, um den Ender 3 zu klonen. Der Ender 3 ist wohl der beliebteste 3D-Drucker für unter 250 Euro, der aktuell auf dem Markt erhältlich ist. Die Nutzer sind mit der Druckqualität durchaus zufrieden, weshalb der Ender 3 in der Kategorie unter 250 € als Gewinner heraus geht. Doch was taugt sein Klon der Geeetech A10?

Der Preis für einen erschwinglichen 3D-Drucker ist mit dem Geeetech A10 noch weiter gesunken. Geeetech ist nicht unbedingt für die Herstellung der weltbesten 3D-Drucker bekannt, allerdings ist er sehr sympathisch, insbesondere wegen der vergleichsweise niedrigen Preise und hervorragendem Online-Support auch in den sozialen Netzwerken. Wie sehen die Spezifikationen, technischen Eigenschaften und Features vom Geeetech A10 im Details aus? Alle Informationen im nachfolgenden Testbericht.

Der Creality3D Ender 3 ist relativ neu auf dem Markt, jedoch stellt er kein wirklich großes Upgrade im Gegensatz zu seinem Vorgänger den Ender 2 dar. Und dennoch avancierte er neben dem JGAURORA A5 über den Sommer 2018 zum absoluten Topseller laut den Daten vom 3D-grenzenlos Magazin. Der Ender 3 bietet für sehr wenig Geld wirklich überraschend gute Druckergebnisse. Umso mehr lohnt sich ein Blick auf den mit dem Ender 3 vergleichbaren 3D-Drucker und oft als „Ender 3 Klon“ bezeichneten Geeetech A10. Der Geeetech A10 kostet ähnlichen dem Ender 3 ebenfalls zwischen 150 und 200 Euro und ist nahezu identisch aufgebaut wie der Creality3D Ender3. Wo liegen die Unterschiede? Vor die Vorteile und Nachteile? Und für welchen 3D-Drucker sollte ich mich entscheiden? Die Antworten dafür bietet dieser Testbericht.

Geeetech A10 3D-Drucker

Technische Spezifikationen

  • Marke: Geeetech
  • Model: A10
  • Typ: DIY
  • Technologie: FFF/FDM
  • Düsendurchmesser: 0,4 mm
  • Düsentemperatur: Raumtemperatur bis 250 °C
  • Gravurgenauigkeit: 0,1 mm
  • Druckgeschwindigkeit: 180 mm/s
  • Bauvolumen: 220 x 220 x 260 mm
  • Plattformtemperatur: Raumtemperatur bis 100 °C
  • Materialdurchmesser: 1,75 mm
  • Kompatibles Material: ABS, HIPS, PLA, PVA, PETG, flexible Filamente
  • Dateiformat: STL, G-Code
  • Positioniergenauigkeit der Z-Achse: 0,0025 mm
  • Positioniergenauigkeit der XY-Achse: 0,011 mm
  • Host-Computer-Software: Simplify3D, Repetier-Host, Cura
  • Konnektivität: USB, SD-Karte
  • Kompatibles System: Linux, Mac, Windows
  • Produktgewicht: 7,5 kg
  • Produktgröße: 47,80 x 41,30 x 48,50 cm

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GEEETECH A10 Aluminium 3D Drucker, Prusa I3 Typ, ein teil Montierter DIY Kit mit eine Druckfläche von 220×220×260mm, und einen Open Source GT2560 Steuerungsplatine.
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GEEETECH A10 Aluminium 3D Drucker, Prusa I3 Typ, ein teil Montierter DIY Kit mit eine Druckfläche von 220×220×260mm, und einen Open Source GT2560 Steuerungsplatine.
  • 1.Schnelle Montage: Sie benötigen nur ca.10 Minuten für die Installation der Z Achse auf der XY-Grundplatte. Einfach und komfortabel. Beschriftete Kable anschließen und schon können Sie loslegen.
  • 2.Mit der große Druckgröße von 220*220*260mm, schöpft der A10 die Druckplatte bis zum Maximum aus. Durch die offene Bauweise haben Sie von jeder Seite freien zugriff auf das Druckobjekt.
  • 3.Silikon-Carbid-Glas beheizter Druckplatte: Silikon-Carbid-Glas mit Mikroporen-Oberfläche als A10 Bauplattform, ohne Bluetape (Maskiertape) verwenden zu müssen. Es hat hervorragende Adhesion und befreit somit von dem Problem des Ablösens des ersten Layers.
  • 4.Es werden V-Schlitz-Linear-Lagersysteme verwendet, die bieten hohe Genauigkeit und geräuscharmes Drucken
  • 5.Der A10 hat ein Open Source GT2560 Steuerungsplatine mit einen ATmega2560, durch selbst zu Programmieren bleiben keine wünsche offen.

Verpackung und Zubehör

Beim Auspacken und nach dem Herausnehmen von zwei Schichten aus Schaumstoff gab es keine bösen Überraschungen. Eigentlich gab es seit Jahren beim Versand der Geeetech Geräte keine größeren Probleme. Anderseits gibt es auch manche Hersteller, die es einfach nicht schaffen können, ihre 3D-Drucker ordentlich zu sichern und abzusenden.

Im Vergleich zum Ender-3, muss man beim A10 nicht viel herum montieren, da der Aufbau bereits vormontiert ist. Man muss letztlich nur den Aufbau, das Display, die Basis und das Netzteil zusammenschrauben. Das Zubehör ist einzeln und sicher in einer Box verpackt. Die kurze Aufbau- bzw. Bedienungsanleitung enthält Bilder und ist absolut selbsterklärend. Schon beim Auspacken gab es die ersten positiven Punkte für den A10: Die Hotend-Abdeckung und die untere Netzteil-Abdeckung bestehen aus wertigem Metall. Außerdem ist die Spaltmaße kleiner, weshalb der A10 besser bzw. ordentlich konzipiert ist.

Was das Zubehör angeht, gibt es hier nicht unbedingt was Großartiges zu erwähnen, außer einer No-Name SD-Speicherkarte, ein paar Ersatzschrauben und China-Werkzeug, ein USB-Kabel für den Druckserverbetrieb oder das Aufspielen der Firmware und ein paar Kabelbinder. Darüber hinaus wird auch ein Mauspad mitgeliefert, was sehr charmant ist. Die ersten negativen Punkte gab es bei den Gummifüßen, da es sich um nur zugeschnittene Gummischeiben handelt. Diese wurden einfach unter die Aluprofile geklebt und das Ergebnis war, dass zwei Stück davon bereits abgefallen sind. Die Problemlösung hier ist ein Sekundenkleber.

Features

Nun kommen wir zu den wichtigsten Eigenschaften des Geeetech A10.

Einfache Montage

Der Aufbau des A10 ist ein Kinderspiel, da er bereits vormontiert und mit einem Satz spezieller Werkzeuge geliefert wird. Sie befestigen lediglich den oberen Aufbau an dem unteren Aufbau und montieren den LCD-Bildschirm und das Netzteil, fügen den Spulenhalter hinzu und der A10 ist schon bereit für den ersten Druck. Außerdem wird eine 2-seitige Aufbau- bzw. Bedienungsanleitung mitgeliefert, die Sie durch den gesamten Montageprozess in weniger als 30 Minuten führt.

Mittelgroßes Bauvolumen

Das Bauvolumen des Geeetech A10 beträgt 220 x 220 x 260 mm, wodurch der A10 einen ganzen Zentimeter höher drucken kann, im Gegensatz zum Ender-3. Wenn man aber den A10 mit anderen 3D-Druckern vergleicht, ist sein Bauvolumen eher durchschnittlich.

Die Superplatte

Die Glasplatte des Geeetech A10 ist mit einer dünnen Schicht winziger Punkte abgedeckt, die bei Hitze das Druckbett haftfähiger macht. Auf YouTube kann man sehen, dass es einfach ist die Ausdrucke vom Heizbett zu entfernen, sobald es kalt ist. Stellen Sie beim Entfernen der Ausdrucke sicher, dass keine Spachtel angewendet wird, ansonsten verliert die Superplatte ihre Fähigkeit.

Manuelle Nivellierung

Das Heizbett muss manuell nivelliert werden. Für einen kostengünstigen 3D-Drucker ist dies keine ungewöhnliche Sache.

Dedizierter Slicer

Geetech bietet die Software Easyprint 3D, die kostenlos für Linux, Mac und Windows verfügbar ist. Zudem ist sie einfach zu bedienen, aber wenn Sie nicht mit der Software zurechtkommen, können Sie jederzeit auf Cura zurückgreifen und dort ein Druckerprofil erstellen.

Komponenten

Die Auswahl der Komponenten macht den Geeetech A10 noch interessanter. Das Mainboard ist ein speziell produzierter Open Source GT2560 von Geeetech. Zudem ist der A10 elektrisch sicher und alles ist richtig verkabelt.

Old-School Bildschirm

Der Ender-3 verfügt über einen richtigen hochauflösenden Bildschirm, aber der Geeetech A10 ist mit einem Retro-LCD-Display ausgestattet. Natürlich hat dies keinen Einfluss auf die Qualität des Drucks.

Optionaler Wifi-Dongle

Für den A10 wird auch ein optionaler WLAN-Dongle von Geeetech zur Verfügung gestellt, sodass sich auf den Drucker auch direkt vom PC aus zugreifen lässt. Das Wifi-Dongle kostet ungefähr 20 US-Dollar.

Nachteile

Als Gummifüße bekommt man zugeschnittene und unter die Aluprofile geklebte Gummischeiben, die eventuell schon bald abfallen.

Ein klassischer Benchmark, wie zum Beispiel Calibration Cube, Benchy oder abgewandelter Heattower wurde nicht beigelegt.

Den PTFE-Schlauch muss man abschrauben, um das Filament einzuführen, weil manche Feeder-Lösungen verbuggt sind.

Die Superplatte ist fest auf der Aluminiumplatte angeklebt, wobei es auch keine Klammern gibt.

Fazit

In erster Linie muss sich der Geeetech A10 mit dem Ender-3 von Creality3D messen. Hierbei sind die Unterschiede in den meisten Fällen Kleinigkeiten. Der A10 ist besser verarbeitet (keine Beulen im Heizbett und Netzteil-Abdeckung) und der Ender  3 hat große Levelräder. Zudem hat der Ender 3 eine größere Community, insbesondere dank dem riesigen Erfolg des Creality3D CR-10.

Geeetech hingegen hat ein offizielles Forum und auch diverse Facebook-Gruppen, in denen sich die Nutzer austauschen. Über diese beiden Kanäle kommentiert das Unternehmen Geeetech offiziell wesentlich fleißiger als sein Konkurent Creality3D mit. Beide Feeder sind zwar „OK“, aber nicht unbedingt die besten. Der Aufbau beim A10 läuft schneller ab und beim Ender 3 ist das Display etwas größer.

Für die Preise, die man für beide 3D-Drucker zahlt, leisten sie eine sehr gute Druckqualität. Die ausschlaggebenden Punkte beim Geeetech A10 sind das Open Source Mainboard, die geringere Betriebslautstärke und die sogenannte Superplatte.

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Preise vom 25.10.2018. Ohne Gewähr. Preise können aufgrund von Änderungen beim Dollar-Wechselkurs und Preisänderungen der Händler abweichen.


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Ein Gedanke zu „Geeetech A10 – Mehr als nur ein preiswerter Ender 3 Klon?“

  1. Den PTFE-Schlauch muss man nicht abschrauben zum Einführen des Filaments.
    Übrigens manche Ersatzteile zum A10 sind kaum erhältlich, das LCD-Display ist zwar ein Standard-„LCD2004“, allerdings mit einem proprietären 40-Pin-FFC-Connector. Das Heatbed kann man auch nicht nachkaufen. Das Forum ist eher zäh, Geeetech hält sich da mit Lösungen zu Problemen sehr zurück und lässt mal ein paar hyperaktive User vorpreschen, ein professioneller Support sieht anders aus, da ist man im RepRap-Forum eher besser beraten.

    Ich bin davon begeistert, was die Kiste für wenig Geld leistet, allerdings ist die Wartbarkeit und die Langlebigkeit und damit die Nachhaltigkeit sehr begrenzt. Wenn man ernste Probleme mit dem Teil hat, kommt man um größere Umbauten oder gar Ersatz des Druckers nicht drumherum. Hier erinnert man sich sehr schnell an die alte Weisheit: Wer billig kauft, kauft zweimal.

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