Mit dem JGAURORA A5X haben wir im Test einen 3D-Drucker mit ansprechendem Design, interessanten Features und ordentlichen Druckergebnissen vorliegen gehabt. Der JGAURORA A5X gilt als Pendant zum beliebten Creality3D CR-10 3D-Drucker und es stellt sich daher die Frage: Kann der JGAURORA A5X im Text gegen den Creality3D CR-10 bestehen? Wo liegen seine Vorteile? Welche Nachteile hat der JGAURORA A5X und wie lassen sich diese beheben. Wir klären auch die Frage, ob der preiswerte 3D-Drucker-Bausatz sein Geld wert ist und bieten am Ende des Testberichts einen Preisvergleich seriöser Anbieter.

Kurzzusammenfassung: Der JGAURORA A5X bietet sogar gegenüber dem Creality3D CR-10 zusätzliche Funktionen und besticht durch ein völlig neues Design im Vergleich zu seinem günstigeren und kleineren Bruder JGAURORA A3S. Er zählt zu einem der vielen mittelgroßen FDM-3D-Drucker, für die man nicht zu tief in die Tasche greifen muss. Auf den ersten Blick weist der JGAURORA A5X eine gute Stabilität und hohe Präzision auf, hat ein großes Druckvolumen, verfügt über die sogenannte „Resume Printing“-Funktion und die Filament-Knappheitserkennung. Außerdem verfügt der A5X über eine Qualitätsgarantie, da alle Produkte von RoHs, CE und FCC zertifiziert wurden. Sie bekommen eine zweijährige Garantie auf den gesamten 3D-Drucker bzw. 180 Tage Garantie auf die Ersatzteile des Druckers, also können Sie den JGAURORA A5X mit Zuversicht, ohne große Bedenken kaufen. Das der 3D-Drucker aber auch Nachteile hat, wollen wir keineswegs verschweigen und gehen darauf am Ende des Testberichts ein.

Inhalt:
Verpackung
Alle Komponenten des JGAURORA A5X sind bestens verpackt, sodass das Paket sicher ans Ziel geliefert wurde. Die Lieferung ließ übrigens nicht zu lange auf sich warten. Der Zusammenbau des JGAURORA A5X war dank den vormontierten Komponenten, wie bei fast allen Klonen des CR-10, denkbar einfach. Mit Zwei Seitenverbindern und vier Schrauben später stand der A5X bereits montiert auf dem Schreibtisch. Außerdem ist alles gut beschriftet und sogar der elektrische Anschluss stellt kein großes Problem dar.
Technische Spezifikationen
- Große Baugröße: 305 x 305 x 320 mm
- Einfaches und augenstechendes Design
- Black Diamond Plattform (beheiztes Glas) bietet ein sauberes Aussehen
- Lückenloses, einzigartiges Zuführsystem
- Kann ausgezeichnete Modelle 3D-drucken
- Lädt das Filament reibungslos
- LCD-Display – bietet bessere Benutzererfahrung beim 3D-Drucker
- Stromausfallschutz – der Druck wird an der Stelle fortgesetzt, an der er wegen Stromausfall gestoppt wurde
- Hohe Geschwindigkeit, hohe Druckgenauigkeit und bessere Kundenerfahrung
Leistungsmerkmale
- Marke: JGAURORA
- Modell: A5X
- Drucktechnologie: FFF/FDM
- Anzahl der Düsen: Eine
- Schichtdicke: 0,1 – 0,3 mm
- Filament Durchmesser: 1,75 mm
- Baugröße: 305 x 305 x 320 mm
- Druckgenauigkeit: 0,2 mm
- Druckgeschwindigkeit: 10 – 150 mm/s (empfohlen wird 80 mm/s)
- Düsendurchmesser: 0,4 mm
- Düsentemperatur: 180 – 240 ℃
- Heizbetttemperatur: Raumtemperatur 110 ℃
- Positioniergenauigkeit der Z-Achse: 0,004 mm
- Positioniergenauigkeit der XY-Achse: 0,011 mm
- Zertifikate: CE, FCC und RoHs
- Druckergröße: 536 x 480 x 543 mm (L/B/H)
- Druckergewicht: 13,8 kg
- Verpackungsgröße: 635 x 590 x 235 mm (L/B/H)
- Verpackungsgewicht: 17 kg
- Rahmenmaterial: Stahl pulverbeschichtet, Aluminiumprofile
- Leistung: 300 W
- Arbeitsleistung: AC 110 / 220 V
- Spannung: 24 V
Funktionen
- Nivellierung: Manuell
- Kontrollbox: 2,8 HD LCD Display
- Sprache: Englisch und Chinesisch
- Kompatible Materialien: ABS, Holz, PLA ect.
- Unterstützte Datei: G-Code, OBJ und STL
- Heizbett: Black Diamond Plattform (beheiztes Glas)
- Druckvorgang pausieren: wird unterstützt
- Knappheitserkennung: wird unterstützt
- Konnektivität: U-Disk, SD-Karte und USB
- Slice-Software: Cura, Jgcreat, Slic3r und Simplify3D
- Systemanforderungen: ab Window 7 / MAC OS
Mechanik und Führungen
Der JGAURORA A5X setzt auf V-Slot Profile, die über Exzenter teilweise eingestellt werden können. Alle Halterungen vermitteln einen stabilen Eindruck und sind aus pulverbeschichteten Stahlblechen gefertigt. Selbst der Halter des Heizbetts sorgt für eine gute Befestigung und ist auch aus Blech gefertigt. Hier muss man nicht befürchten, dass etwas verbogen wird. Sogar das Laufprofil des Y-Carriage wurde groß gestaltet. Hier kommen 60 x 20 mm Profile statt 40 x 20 mm zum Einsatz, was dem A5X einen Pluspunkt bringt. Beide Z-Achsen sind direkt mit je einem Endstopp und vor allem mit Motoren ausgestattet. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass nach einem Homing die X-Achse des A5X richtig steht.
Extruder und Heizbett
Die Hotend und Extruder Kombination ist eine MK8 Standardvariante mit dem bekannten Hotend vom CR-10. Diese Kombination ist als sogenanntes Bowden-System bekannt. Der Extruder selbst ist auf dem Nema-17 Motor direkt befestigt und ist aus Aluminium gefertigt. Das Heizbett hat einen 24 V Anschluss und ein MK3 Aluminium Heizbett mit einer 330 x 330 mm Größe, wobei sich auf dem Heizbett die sogenannte „Black Diamond Plattform“ befindet. Dabei handelt es sich um eine Druckplatte mit Haftbeschichtung, die ähnlich wie bei der Ultrabase von Anycubic ist.
Erfahrungen und Druckergebnisse
Im Test konnte festgestellt werden, dass die Bedienung sehr einfach und das Druckbild ziemlich sauber ist. Das Einführen des Filaments stellte jedoch bei jedem Mal eine Herausforderung dar, da sich der Filament-Sensor im Weg befindet. Verzweifeln muss man jedoch nicht, da durch ein kleines Upgrade Abhilfe geschaffen wird. Zudem machte der Bauteillüfter schreckliche Geräusche und musste somit ausgetauscht werden.
Elektronik
Hier punktete der A5X richtig gut. Das Board verfügt über einen Touch-Display und steckbare Motortreiber. Es handelt sich um das Mainboard MKS Gen L V1.0 Board mit einem TFT Touch -Display Makerbase 3.0. Die Motortreiber sind hier am Board gesteckt und können gegen andere bei Bedarf einfach ausgetauscht werden. Außerdem kann man das MKS Board problemlos auf Marlin flashen. Mitgeliefert wird ein 300 W starkes Netzteil. Die Elektronik bietet ansonsten ein paar ganz nützliche Features, wie einen Nivellierungsassistenten, einen Filament-Run-Out-Sensor sowie einen zweiten Endstop auf der Z-Achse.
Nachteile und Kritik
Viele Nutzer, die einen 3D-Drucker in einer Preisspanne bis 500 € kaufen, sind sich bewusst, dass viel Zeit in das Optimieren der Hardware und sogar Ersetzen minderwertiger Teile investiert werden muss. Auch der JGAURORA A5X bildet dabei keine Ausnahme. Der A5X wird mit einem Metallfuß und einem CNC-gefrästen Stahlblechrahmen geliefert, der den 3D-Drucker relativ robust macht. Zudem bemängeln einige Nutzer immer noch die viel zu großen Toleranzen für die Z-Achse, was nicht selten zu Verschiebungen führt. Aufgrund von mechanischen Problemen fanden die Anwender die Z-Achse als sehr ungenau. Einige gelieferten Teile wurden 3D-gedruckt und kommen manchmal beschädigt aus dem Karton. Der Kundenservice reagiert jedoch schnell darauf und stellt die STL-Datei zum Ausdrucken bereit oder liefert bei Bedarf auch neue Ersatzteile.
Fazit
Für ca. 310 € erhalten Sie einen soliden und guten 3D-Drucker, der gegenüber dem CR-10 sogar mit einigen Vorteilen punktet. So sind die 24-V-Versorgung, das MKS-Board, der zweite Endstop der Z-Achse sowie das breitere Profil der Y-Achse wahre Pluspunkte im Vergleich zum Original. Mit einigen negativen Punkten kann man jedoch leben, denn es handelt sich um einen kostengünstigen 3D-Drucker, der ziemlich gute Druckergebnisse leistet. Insgesamt schnitt der JGAURORA A5X im Test ganz gut ab und erhält eine zufriedenstellende Note.
Preisvergleich
Den JGAURORA A5X können Sie mit unserem Preisvergleich zum besten Preis bei folgenden Anbietern kaufen.
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Preise vom 23.10.2018. Ohne Gewähr. Preise können aufgrund von Änderungen beim Dollar-Wechselkurs und Preisänderungen der Händler abweichen.

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Hi,
Ihr schreibt oben, dass ein kleines Upgrade beim Einführen Abhilfe schafft — was ist das für ein Upgrade und wo finde ich das ?