Das belgische Start-up Aerosint hat aufhorchen lassen, indem es die Fähigkeiten seiner SPD-Technologie (Selective Powder Deposition) für den 3D-Druck von Metallen demonstriert hat. Diese ermöglicht es, unterschiedliche Metalle in einem einzigen Druckvorgang mit extremer Präzision zu verwenden, um Teile in ihrer Endform herzustellen.
Vielseitige Anwendungsmöglichkeiten
Die SPD-Technologie wurde bisher hauptsächlich für das Laser-Pulverbett-Schmelzen (LPBF) angewendet, kann jedoch auch in anderen Pulvermetallurgie-Technologien wie dem Metallbinder-Jetting und dem druckunterstützten Sintern verwendet werden. Dies hat Desktop Metal dazu veranlasst, einen Teil des durch den Börsengang aufgebrachten Kapitals für die Übernahme von Aerosint zu nutzen.
Zusammenarbeit und Entwicklung
Seit der Übernahme arbeitet Aerosint mit Systemen von Aconity zusammen, die speziell für die Entwicklung von Anwendungen, Materialien und Prozessen entwickelt wurden. Die Aerosint Multi-Metal-Recoater können als Option mit den AconityMIDI+ und AconityMICRO LPBF-Druckern erworben werden, die die ersten kommerziellen Multi-Metal-LPBF-Drucker auf dem Markt sind. Aerosint hat auch eine Die-Filling-Maschine entwickelt, die bis zu drei Pulver in einer Form stapeln kann, was die Kombination von verschiedenen Materialien ermöglicht.
Zukunft der Technologie
Trotz des Potenzials der Technologie steht Aerosint noch vor der Herausforderung, kommerziell tragfähige Anwendungen zu finden. Um diese Herausforderung zu meistern, hat das Unternehmen einen Wettbewerb ins Leben gerufen, bei dem ein beeindruckender multi-metallischer 3D-gedruckter Phönix als Ergebnis hervorging.







