Der 20 Jahre alte Rohöltanker „Polar Endeavour“, der von ConocoPhillips betrieben wird, transportiert schwere Lasten die US-Küste entlang. Funktionsteile sollten daher aus vielerlei Gründen sehr leicht sein. Zusammen mit dem Unternehmen ABS und 3D Metalforge entwickelt Sembcorp Marine laut einer Pressemitteilung neue Komponenten, die eine funktionale Verbesserung der Teile darstellen sollen.

Details zur Arbeit der Ingenieure

Bislang wurden die Teileproduktion und die Reparaturen für die „Polar Endeavour“ mit traditionellen Gieß- oder Schmiedetechniken durchgeführt. Jetzt haben 3D Metalforge, ABS und Sembcorp Marine eine funktionierende Kreiselpumpenwelle, eine kombinierte Sole-/Luftinjektordüse und eine Abwasserpumpenkupplungsvorrichtung für die „Polar Endeavour“ mit 3D-Druck hergestellt. Die drei unterschiedliche Komponenten, die nach Industriestandards überprüft wurden, werden installiert.

Simon Kuik, Leiter Forschung und Entwicklung bei Sembcorp, sagte:

„Die Zusammenarbeit mit ABS und 3D Metalforge ist eine Fortsetzung des Bestrebens von Sembcorp Marine, unsere Produktionskapazitäten und -fähigkeiten zu innovieren und zu verbessern. Diese Entwicklung ermöglicht es Sembcorp Marine, unsere Produkte weiter zu verfeinern und maßgeschneiderte Lösungen sicher und effizienter zu liefern.“

Additive Fertigung in der Schifffahrt

ABS und Sembcorp haben in den vergangenen Jahren gemeinsam an einigen 3D-gedruckten Teilen für die Schifffahrt gearbeitet. Als Offshore-Produktionsspezialist setzt Sembcorp seit vier Jahren auf die additive Fertigung in seinen MRO-Betrieben. Im Jahr 2019 erhielt Sembcorp von DNV GL die Zertifizierung für den Einsatz des 3D-Drucks zur Reparatur unkritischer erhalten.

Patrick Ryan, Senior Vice President Global Engineering and Technology bei ABS, betonte die Bedeutung der Sicherheit für die zukünftige Forschung und Entwicklung:

„Es ist eine Schlüsselentwicklung in einer Technologie, die sicherlich eine wichtige Rolle für die Zukunft der Branche spielt. ABS setzt sich dafür ein, dass diese Art von Teilen eingeführt wird, ohne die Sicherheit zu beeinträchtigen.“

Mit den Teilen zeigten die Unternehmen, dass sich mit dem 3D-Druck Vorlaufzeiten deutlich reduzieren lassen. Das Projekt könnte außerdem als Vorläufer für die Verbesserung der Teileverfügbarkeit an Bord von Handelsschiffen dienen. Auch andere Schifffahrtsunternehmen setzen auf den 3D-Druck. Die französische Naval Group zum Beispiel hat Anfang des Jahres einen 3D-gedruckten Schiffspropeller aus dem 3D-Drucker vorgestellt. Verfolgen Sie die weitere Entwicklung des 3D-Drucks in der Schifffahrt hier im 3D-grenzenlos Magazin und kostenlos im 3D-Druck-Newsletter.

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